Seite 1 von 1

Merck & Co. nimmt Vioxx vom Markt

Verfasst: Fr, 01.10.2004 - 14:58
von stonewoman
Der US-Pharmakonzern Merck nimmt sein Arthritis-Medikament VIOXX wegen des Risikos von Herz- und Schlaganfällen weltweit vom Markt
Patienten, die gegenwärtig Vioxx nehmen, sollten ihre Ärzte aufsuchen, um alternative Behandlungsmöglichkeiten zu diskutieren, teilte Merck am Donnerstag mit. Eine Darmkrebsstudie habe nahe gelegt, dass das Medikament bei Patienten das Risiko für Schlaganfälle und Herzanfälle vergrößere.

Vioxx

Verfasst: Fr, 28.01.2005 - 09:06
von S-U-S-I
Super und ich habe das mal midestens 6 Wochen genommen. :eek:

Verfasst: Fr, 28.01.2005 - 09:24
von Toni
Hallo SUSI, mach Dir da keine Sorgen, ich hab das VIOXX- Zeugs mindestens 2 Jahre lang gegen Scheuermann-Schmerzen gefressen! Ich würde es genommen haben bis zum heutigen Tag, wenn ich es nicht anders ( mit Korsett und Schroth) geschafft hätte.
Gruß Toni

VIOXX

Verfasst: Fr, 28.01.2005 - 11:52
von S-U-S-I
Da bin ich beruhigt. :ja: Also, dass dir auch nichts passiert ist.
Susi

Verfasst: Fr, 28.01.2005 - 13:23
von Dalia
Es heißt ja "nur", dass das Risiko für Herz- und Schlaganfälle erhöht ist und nicht, dass man das auch wirklich bekommt. Aber beunruhigend ist es schon, wenn man davon direkt betroffen war.

Dalia

Verfasst: Do, 07.04.2005 - 22:07
von stonewoman
Pfizer stoppt Verkauf von Arthritis-Medikament Bextra
Donnerstag 7 April, 2005 18:48 CET

New York (Reuters) - Der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer hat den Verkauf seines umsatzstarken Arthritis-Medikaments Bextra in den USA und in Europa gestoppt.

Damit wurde erneut ein Schmerzmedikament aus der Klasse der so genannten Cox-II-Hemmer wegen hoher Gesundheitsrisiken vom Markt genommen.

Die US-Gesundheitsbehörde FDA sowie die europäische Arzneimittelbehörde hatten die möglicherweise lebensbedrohlichen Gesundheitsrisiken von Bextra höher als dessen Nutzen eingestuft. Die FDA teilte mit, es habe Bextra herausgegriffen, da es als Schmerzmittel keine zusätzlichen Vorzüge aufweise. Außerdem könne es eine potenziell lebensbedrohliche allergische Reaktion der Haut, das so genannte Stevens-Johnson-Syndrom, verursachen. Die FDA verlangte von Pfizer außerdem, das weitere Arthritis-Medikament Celebrex des Konzerns mit den stärksten Warnhinweisen im Beipackzettel zu versehen. Bextra und auch Celebrex sind für Pfizer jeweils Blockbuster mit Jahresumsätzen von über einer Milliarde Dollar. Bextra kam 2004 auf einen Umsatz von 1,3 Milliarden Dollar, Celebrex auf 3,3 Milliarden.

2004 WURDE BEREITS VERKAUF VON VIOXX GESTOPPT

Sowohl Bextra als auch Celebrex gehören zur Medikamentenklasse der so genannten Coxibe oder Cox-II-Hemmer. Diese Mittel sind 2004 weltweit in die Schlagzeilen geraten, nachdem Studien ein höheres Risiko für Herzkreislaufprobleme zeigten. Der US-Pharmariese Merck & Co hatte vergangenes Jahr sein zu dieser Klasse gehörendes Arthritismittel Vioxx weltweit vom Markt genommen. Eine Krebsstudie hatte ein erhöhtes Herz- und Schlaganfall-Risiko bei Patienten nachgewiesen, die das Mittel mindestens 18 Monate einnahmen.

"Mit dem von der Firma Pfizer vorgenommenen Vetriebsstopp wird eine vorsorgliche und auf Grund neuer Daten nachvollziehbare Maßnahme zum Patientenschutz vorgenommen", kommentierte der Leiter des deutschen Bundesinstituts für Arzneimittel- und Medizinprodukte (BfArM), Reinhard Kurth, den Vertriebsstopp von Bextra. Ärzte sollten Bextra-Patienten nun entsprechend beraten und keine neuen Behandlungen beginnen.

Der US-Konzern stimmte mit der Entscheidung der FDA zu Bextra allerdings nicht überein. Das Unternehmen wolle zusammen mit der US-Gesundheitsbehörde Möglichkeiten überprüfen, unter welchen Bedingungen das Medikament dennoch wieder verkauft werden könne, teilte Pfizer mit. Im Dezember hatte die FDA die Ärzteschaft in den USA bereits aufgefordert, Bextra und Celebrex nur eingeschränkt zu verschreiben angesichts des möglicherweise erhöhten Risikos für Herz- und Schlaganfälle.

SCHÄRFERE WARNHINWEISE AUCH FÜR ANDERE SCHMERZMITTEL

Die FDA teilte am Donnerstag außerdem mit, sie werde jedwede Bestrebung von Merck & Co, Vioxx wieder auf den Markt zu bringen, "sorgfältig überprüfen". Im Februar war ein Beraterausschuss der US-Behörde zu der Ansicht gekommen, dass bei Vioxx, Bextra und auch Celebrex jeweils ein Herzrisiko besteht. Vioxx sei aber sicher genug, wieder auf den Markt gebracht zu werden - allerdings mit den stärkstmöglichen Warnhinweisen, hatten die Experten geurteilt.

Hersteller anderer verschreibungsfreier und verschreibungspflichtiger Schmerzmittel wie Motrin, Advil und Aleve forderte die FDA zudem am Donnerstag auf, ihre Medikamente mit schärferen Warnhinweisen zu versehen. Dies betreffe Herz-Risiken und auch das Risiko für Blutungen im Magen-Darmtrakt. Die neuen Warnhinweise würden aber nicht für Aspirin gelten. Motrin und Aleve gehören zu den so genannten nicht-steroidalen (NSAID) Entzündungshemmern. Dies sind zumeist ältere, frei verkäufliche Medikamente. Die neueren Schmerzmittel der Cox-II-Hemmer, Vioxx, Bextra und Celebrex, sollten im Unterschied zu diesen das Risiko für Blutungen im Magen-Darm-Trakt vermindern.[/b]

Verfasst: Do, 14.04.2005 - 20:32
von Träumerle
Ja das wird wieder ganz toll für uns...die Leute kommen in die Apotheke, mit riesigen Sorgen im Gesicht und haben Panik, weil sie das Medikament genommen haben. Wir nehmen die Packungen ja zurück und die Patienten bekommen das Geld wieder zurück. Wieder Stress total auf der Arbeit..aber naja..bei Vioxx haben wirs ja auch überstanden :rolleyes: