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Hilfe bei Wiederspruch(berufliche Rehabilitation)

Verfasst: Di, 18.05.2010 - 14:25
von Eichhörnchen
Hallo Liebe User,
ich bin seit Januar 2010 krank geschrieben aufgrund starker Schmerzen,
(gesamter Rücken und Kopfschmerzen). Ich war im Februar in der Reha-Bad Salzungen. In der Reha wurde mir geraten meine jetzige Tätigkeit (extreme Feinarbeit)aufzugeben. die Arbeit wirkt sich sehr ungünstig auf meine Skoliose aus. Mir hatten schon mehrere Ärzte geraten damit auf zuhören. Ich habe bei der BfA einen Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben gestellt. Der Antrag läuft noch.
Unabhängig davon wurde mir von der Krankenkasse geraten mich schon einmal beim Arbeitsamt vor zustellen (ich stehe noch im Arbeitsverhältnis)
um schon mal gemeldet zu sein falls ich von der die BfA keine Unterstützung bekomme.Die Krankenkasse hat auch Ihren Medizinischen Dienst eingeschaltet der bestätigt meine Erwerbsfähigkeit erheblich gefährdet ist.
Das Arbeitsamt hat einen eigenen Medizinischen Dienst beauftragt
der ziemlich "Pauschal" beurteilt was ich habe und was bzw.wie lange ich arbeiten kann, sie schreiben das ich im Wechsel sitzen, stehen und laufen
sollte. Leider habe ich starke schmerzen wenn ich länger als 5 Minuten stehen muß, auch das Laufen sehr fällt mir schwer, ich habe deswegen ja mein Kubin-Korsett bekommen, außerdem habe ich, durch mehrere OP`s am Knie und Unterschenkel auch da ständig Schmerzen.
Der medizinische Dienst vom Arbeitsamt meint das ich mindestens 6Stunden bis Vollzeit arbeiten kann. :< Es wird mit keinem Satz erwähnt warum ich überhaupt krank geschrieben bin, ob oder was ich für Beschwerden habe, es hört an als ob ich nicht wirklich etwas habe. ein bischen Sprungelenk Beschwerden ein bisschen verminderte Beweglichkeit des Bewegungsapperates.
In der Reha sagte man mir das ich maximal 3-5 Stunden arbeiten sollte, die ich mir auch vorstellen kann.
Aber nun soll ich zustimmen das ich auch in Vollzeit arbeiten kann.
Ich bin auch in Zeitdruck weil ich den Antrag ( durch die "Dummheit )eines Mitarbeiters des Arbeitamtes) zuerst zu meiner Tocher nach Hamburg geschickt wurde und Sie ihn erst Gestern abend wieder abschicken konnte. Durch diese Verzögerung ist schon mehr als eine Woche rum und der Antrag muß spätestens nach 2 Wochen wieder beim Arbeitsamt sein sonst verfällt der Anspruch. Ich habe telefonisch Bescheid gesagt, weiß aber nicht ob es weitergeleitet wurde.
Hat von Euch schon Eine(r) Erfahrung damit?
Kann ich dagegen an gehen und wie mache ich es ?
wenn ich den Antrag so ausfülle und ab gebe bin ich gezwungen alles anzunehmen was sie mir anbieten auch einen 8 Stunden- Tag.
Ich würde mich freuen wenn mir Jemand einen Rat, Tip oder Hinweis geben kann. :ja:
Bis dahin,
Liebe Grüße ;)
Marion

Verfasst: Di, 18.05.2010 - 16:15
von Lady S
Ich kenne mich da nicht aus, würde Dir aber empfehlen, eine Rechtsberatung in Anspruch zu nehmen.
Bist Du vielleicht Mitglied in irgendeinem Verband / Verein, der da weiterhelfen kann?
Ansonsten lohnt sich vermutlich die Investition für einen Rechtsanwalt (für Sozialrecht) und ich glaube, so teuer ist das auch gar nicht.
Grüsse, Lady S

Verfasst: Di, 18.05.2010 - 22:14
von minimine
Hallo Marion,

ich kenne mich damit auch nicht aus, denke aber auch, dass man sowas auf jeden Fall mit einem Fachanwalt für Sozialrecht oder einem Sozialverband wie den VDK zusammen einleiten sollte.
Ich würde deshalb auf keinen Fall was unterschreiben, schon gar nicht, wenn das Verlangte gar nicht möglich ist. Kannst du nicht erstmal Widerspruch einlegen, um dir mehr Zeit zu verschaffen?
Dann solltest du dir von deinen behandelnden Ärzten Gutachten einholen, um den Widerspruch zu unterstützen.

Wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg. :kleeblatt:

LG
Minimine

Verfasst: Mi, 19.05.2010 - 10:36
von Agrimon
Hallo Marion,

ich habe zur Zeit ein ähnliches Problem. Ich bin auch seit September 09 durchgehend krank geschrieben, da ich auch psychische Probleme habe. War drei Monate in der Psychatrie (Tagesklinik). Jetzt soll ich auch zum med. Dienst vom Arbeitsamt, um meine Arbeitsfähigkeit raus zu finden. Ich bin gespannt, was bei mir raus kommt, da ich mich nicht in der Lage fühle, am ersten Arbeitsmarkt zu arbeiten. Und wenn, dann höchstens für 3 Stunden, nicht mehr. Ich werde weiterhin berichten, wie es bei mir weiter geht. Einem Kollegen aus der Klinik haben sie Rente angeboten, obwohl der noch jünger ist wie ich. Da bin ich echt gespannt, was die bei mir sagen.

Gruß Agrimon

Verfasst: Mi, 19.05.2010 - 12:54
von Eichhörnchen
Hallo, vielen Dank das Ihr Euch gemeldet habt,
ich gehe am Freitag persönlich zum Arbeitsamt um erst einmal meinen Widerspruch ein zureichen und um genügend Zeit zu haben bis ich meinen Reha- Bericht bekommen.
Ich werde mir auch einen Termin beim SoVD (Sozialverband Deutschland)
holen, Ich bin erst gar nicht auf die Idee gekommen das dieser Verein mir auch in diesem Bereich helfen könnte. Ich hab mich einfach zu sehr geärgert.
Ich werde mich auch nicht mehr unter Druck setzen lassen, ich bekomme ja nichts von Arbeitsamt, mache es freiwillig, nur für mich um wieder arbeiten zu können. Sollte es trotz allem Schwierigkeiten geben werde ich einen Anwalt einschalten, bin Gott sei Dank im Rechtschutz.
Hallo Agrimon,
Du hast wenigsten die Gelegenheit Deine Situation selbst zu beschreiben, Du kannst Deine Beschwerden schildern hast Gelegenheit
über Dein Arbeitspensum zu reden, ich muß, soll es hinnehmen das irgend ein Mediziner, der mich noch nie gesehen hat, der nie ein Röntgenbild von mir hatte der auch nichts von meinen Beschwerden kennt, ein Urteil über mich fällen soll, einer der nicht einmal die Akten richtig gelesen hat. Sei froh das Du wenigstes Gelegenheit hast alles zu Erzählen, wie es Dir geht und was Du noch machen kannst.
Ich wünsche Dir viel Erfolg einen guten Arzt der auch zuhören kann und natürlich das alles so klappt wie Du es Dir vorstellst.
An Alle, nochmals Danke,
ich melde mich wieder wenn ich weiß wie es weiter geht
Liebe Grüße ;)
Marion

Verfasst: Mi, 19.05.2010 - 22:47
von sloopy
Hallo Marion,

ich kann dir leider nicht helfen, wollte dir aber dennoch alles, alles Gute und viel Erfolg bei deinem Widerspruch wünschen. Kopf hoch und laß dich nicht unterkriegen!

Herzliche Grüße,
sloopy

Verfasst: Do, 20.05.2010 - 06:47
von mamaratlos
:halloatall: Hallo Marion


Wünsche dir ganz viel Kraft :mukkies: :tanz: und Ausdauer .
Ist ja wiedermal typisch, denke mal das es anscheinend mit sehr viel arbeit verbunden ist sich die Leute mal genauer anzusehn und nachzufragen warum(ironisch gemeint) :angry: :wall:


Daumen gedrückt haltend und Kopf hoch.


Viele liebe grüße aus den Ruhrpott


Mamaratlos

Verfasst: Do, 20.05.2010 - 11:36
von Thomas
Hallo Mariaon,

wünsche Dir auch von ganzem Herzen viel Erfolg bei Deinem Widerspruchsverfahren.

Die Idee, beim Sozialverband vorstellig zu werden ist sicher nicht schlecht!

Liebe Grüße

Thomas

Verfasst: So, 27.06.2010 - 14:00
von Eichhörnchen
Hallo, :halloatall:
Ich bin nun mit meinem Antrag auf Förderung der Teilhabe am Arbeitsleben (berufliche Rehabilitation) ein Stückchen weiter gekommen.
Ich habe von der Bfa bescheid bekommen das Ich durch die Bfa unterstützt werde und wir jetzt gemeinsam nach einer Lösung suchen.
Ich sollte einen Verschlimmerungs- Antrag beim Versorgungsamt stellen,
kann man es eine Verschlimmerung nennen wenn ich seit ca. 5 Monaten krank geschrieben bin und ich wegen meiner Schmerzen auch noch ein Kubin- Korsett bekommen habe?
Ansonsten soll ich einen Gleichstellungs Antrag beim Arbeitsamt stellen, der mir nicht Sinnvoll erscheint. Für die Bfa ist es wichtig, so haben Sie noch einen Kostenträger mehr für die Unterstützung der Beruflichen Rehabilitation.
Einen Vorteil bei einer "Gleichstellung" habe ich nicht.
Vielleicht kann mir jemand meine Frage bezüglich "Verschlimmerung beantworte
Einen schönen Sonntag noch und Liebe Grüße ;)
Marion

Verfasst: So, 27.06.2010 - 17:44
von Lady S
Hallo Marion,
Ziel des Verschlimmerungsantrags ist ja eine Erhöhung des Grads der Behinderung. Dazu müsstest Du halt alles anführen, was seit dem ersten Antrag beim Versorgungsamt an Einschränkungen / Beschwerden dazugekommen ist.
Googeln mit "Verschlimmerungsantrag" bringt auch eine Menge Infos.

Wenn Du damit keinen Erfolg hast, hat ein Gleichstellungsantrag aber schon seinen Sinn: Du wärst dann hinsichtlich Kündigungsschutz einem Schwerbehinderten gleichgestellt.

Es kommt natürlich darauf an, was Du mit Deinem Antrag überhaupt errichen möchtest - da gibt es ja einige Möglichkeiten: http://www.deutsche-rentenversicherung. ... t__es.html

Grüsse, Lady S

Verfasst: Di, 29.06.2010 - 16:25
von Eichhörnchen
Hallo Lady S
Vielen Dank für den Link, habe alles durchgelesen und werde nun den Antrag stellen, sollte es nicht reichen werde ich doch den Gleichstellungs- Antrag stellen.
Ich habe auch die Unterlagen vom Sozial-Dienst wieder gefunden, die haben mir auch dazu geraten. Außerdem hat meine Krankenkasse bestätigt das mein Arbeitsplatz akut gefährdet ist und man auch am überlegen war ob ich nicht arbeitsunfähigkeits-Rente beantragen sollte.
Ich werde es auf jedenfalls versuchen.
Liebe Grüße ;)
Marion

Verfasst: Mo, 12.07.2010 - 18:48
von Eichhörnchen
Hallo :halloatall:
Ich war bei der Bfa und bekomme nun die Unterstützung zur beruflichen
Rehabilitation. Der Berater von der Bfa ich waren auch schon bei meiner Firma um zu schauen ob die Möglichkeit besteht einen anderen Arbeitsplatz zu bekommen. Mein Chef hatte sich schon vorher Gedanken was ich bei Ihm machen könnte, (wir sind ja eine kleine Firma).
Ich habe nun einen tollen neuen Arbeitsplatz, der sich sehr interessant anhört, im August fange ich wieder an. Mein Hausarzt meinte nur das ich es langsam angehen sollte und erst 2-3 Stunden arbeiten sollte, wenn man so lange Krank geschrieben war, sollte man sich erst wieder "eingewöhnen".
Ich glaube aber das ich sofort wieder voll anfange.
Aber zuerst fahren Wir in den Urlaub.
Mein Antrag beim Versorgungs-Amt läuft auch schon.
Einen schönen Abend wünsche ich Euch noch.
Liebe Grüße
Marion