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Schuherhöhung
Verfasst: Mo, 06.11.2006 - 21:01
von Regenboegchen
Hallo ihr Lieben!
Nach einigem hin und her habe ich mich dazu durchgerungen meine Lieblingsschuhe (mit denen ich meistens unterwegs bin) in fremde Hände zu geben - mit dem Auftrag, den rechten Schuh um 1,5cm (realisiert durch 1cm außen und 0,5 innen) zu erhöhen.
Mittlerweile sind meine Lieblinge wieder in meiner Obhut. Von der Schuerhöhung sieht man praktisch nichts (außer man schaut genau auf den Schuh) aber ich komme nicht wirklich mit dem neuen Laufgefühl zurecht.
Zur Anmerkung: Ich habe ebenfalls noch Einlagen verordnet bekommen.
Ich bin irgendwie verzweifelt

. Mit meinen Lieblingsschuhen kann ich nicht mehr laufen! Während ich auf der linken Seite mein normales Laufgefühl geniese würde ich den rechten Schuh am liebsten in die letzte Ecke pfeffern.
Was hat der mit meinem schönen Schuh angestellt????
Ob ich die Einlagen im Schuh habe oder nicht ändert nichts. Auch habe ich schon versucht, ob sich etwas ändert, wenn ich die 0,5cm innen rausnehme was ebenfalls nichts nützte.
Ich habe einfach das Gefühl, nicht richtig abrollen zu können.
Stehe ich, so kann ich praktisch mit dem Fuß "rumwackeln", je nach Belastung steh ich anders.
Beim Laufen habe ich während dem Abrollen ( ungefähr bei der Hälfte der Bewegung) ebenfalls dieses "kipplige" Gefühl und zum Schluss der Abrollbewegung fühlt es sich so an, als ob mein Fuß ein Schiff wäre, das von einer hohen Welle auf die Meeresoberfläche "plumst".
Welche Erfahrungen habt ihr mit Schuerhöhungen bisher gemacht? Ist dieses Laufgefühl normal?
Der Verantwortliche für die ruinierung meines Schuhs meint, die Sohle müsse so sein, wie sie mommentan ist und ich solle doch einfach ne Woche versuchen mit rumzulaufen.
Welche Tipps habt ihr für die "Eingewöhnungszeit"?? Und welche Erfahrungen habt ihr so gemacht?
Ich bin momentan nurnoch frustriert.
Regenboegchen
Verfasst: Mo, 06.11.2006 - 22:33
von Alana
Hallo Regenboegchen,
Warum müssen denn die Schuhe überhaupt erhöht werden? Ist denn ein Bein kürzer als das andere und lässt du das zum ersten Mal machen, wenn du damit Schwierigkeiten hast? Sieht der Rücken dadurch besser aus?
Selber habe ich keine Schuherhöhung, wollte wissen, ob das sinnvoll ist.
gruß Alana
Verfasst: Di, 07.11.2006 - 10:20
von Regenboegchen
Hallo Alana!
Juppa. Das ist bei mir das erste Mal, das ich eine Schuerhöhung verordnet bekommen habe.
Und der Grund ist der, den du schon vermutet hast. Meine Beine sind wohl unterschiedlich lang.
Die Aufnahmen der 3D-Wirbelsäulenvermessung, mit der man die Höhe der Erhöhung eigentlich am besten bestimmen kann sahen auf jeden Fall besser aus, wie die ohne eine Erhöhung.
Deshalb denke ich, dass es (zumindest in meinem Fall) etwas bringt.
Grüßle,
Regenboegchen
Verfasst: Di, 07.11.2006 - 16:23
von Kleo
Hi,
ich habe wie Du eine Erhöhung bei einem der Schuhe, allerdings habe ich eine Einlage - es ist also nichts am Schuh selber gemacht worden.
Aber nun zu meiner Frage: Hattest Du davor bereits andere Einlagen? oder ist das das erste Mal?
Weil ich hatte bereits davor normale orthopädische Einlagen, deswegen war ich die unbequemere Art zu gehen bereits gewohnt
Welche Schuhe trägst Du denn? Ich habe Schneakers und diese binde ich sehr eng zu damit ich auch beim Schuh in dem ich höher drinstehe nicht rausschnappe.
Liebe Grüße, Kleo
Verfasst: Di, 07.11.2006 - 22:28
von Regenboegchen
Also zuvor hatte ich bisher keine Einlagen.
Allerdings habe ich mir erst nur die Einlagen anfertigen lassen, bin damit dann eine Woche rumgelaufen und die Einlagen an sich finde ich bequem und komme damit gut klar.
Beim finden von Schuhe tu ich mich verdammt schwer deshalb trage ich auch jetzt nicht so die Schuhe, die angesagt sind. Die Schuhe, um die es geht sind von Lowa.
Die Probleme kahmen erst jetzt mit der Schuherhöhung.
Leg ich die Einlagen und 0,5cm in meine anderen Schuhe (so mache ich es mommentan damit ich immerhin 0,5 Ausgleich habe) habe ich keine Probleme.
Hat denn hier niemand Erfahrungen mit einer Schuherhöhung? *traurig schau*
Verfasst: Di, 07.11.2006 - 22:37
von Silas
Hallo Regenbögchen,
ist eigentlich sicher, dass Du wirklich eine Beinlängendifferenz hast und sich der Orthopäde nicht u. U. auf Grund der WS-Deformität getäuscht haben könnte?
Es gibt übrigens recht unterschiedliche Auffassungen darüber, ab welcher Beinlängendifferenz eine Schuherhöhung sinnvoll ist.
Welche Differenzlänge hat man denn bei Dir gemessen?
Viele Grüße
Silas
Verfasst: Mi, 08.11.2006 - 16:45
von Regenboegchen
Alle anderen Ärzte, bei denen ich davor war hatten auch die Meinung, das ich eine Beinlängendifferenz habe, die jedoch nicht ausgeglichen werden muss.
Nachdem hier der Dr. Hoffmann so groß gelobt wird denke ich, das die Schuerhöhung berechtigt ist. Oder meint ihr, ich sollte mal noch jemand anderes nach seiner Meinung fragen?
Verfasst: Mi, 08.11.2006 - 21:49
von Wirbelwind
...
Verfasst: Do, 09.11.2006 - 20:35
von Regenboegchen
Dankeschön für deinen Beitrag Wirbelwind!
Zu 1.: Ja. Das stimmt.
Zu 2.: ich habe sie mittlerweile seit 2 Wochen und noch nicht sehr viel an.
Die 1. Woche habe ich damit verbracht, die Schuhe aus meinem Blickfeld zu bringen und hatte sie bis auf ca. 3 Stunden (nach denen ich aufgab) nicht an.
Seit ungefähr 3 Tage mache ich genau das, was du rätst. Ich habe begonnen, die Schuhe von Tag zu Tag mehr zu tragen und bin mittlerweile so weit, dass ich mit ihnen den halben Tag herumlaufe.
Dennoch habe ich immernoch das Gefühl, falsch abzurollen. Ändert sich das nicht werde ich nächste Woche wohl noch mal mit dem Schuhmacher oder wenn dabei nichts rauskommt nochmals mit'm Orthopäden reden.
Liebe Grüße,
Regenboegchen
Verfasst: Do, 09.11.2006 - 20:55
von speculor
Das Problem mit dem Abrollen kommt wahrscheinlich daher, dass die Sohle nun 1 cm dicker ist als die andere Seite. Damit ist die Sohle nicht mehr so flexibel. Wurde denn die Rotation (Skoliometerwert) der Wirbelsäule mit und ohne Schuherhöhung gemessen??
Verfasst: Fr, 10.11.2006 - 13:54
von Silas
Hallo Regenbögchen,
Speculor hat 2 sehr wichtige Punkte angesprochen.
Zudem würde mich interessieren, mit welchem therapeutischem Ziel Dir die Schuherhöhung verordnet wurde.
Viele Grüße
Silas
Verfasst: Sa, 11.11.2006 - 19:38
von Regenboegchen
Die Sohle ist zwar auf Grund der Erhöhung nicht mehr so flexiebel aber deshalb wurde die Sohle so erhöht, das man praktisch automatisch abrollt. Also halt so, das das Abrollen möglich ist. Ich hoffe ich hab mich jetzt verständlich ausgedrückt? *hoff*
Je mehr ich die Schuhe trage, desto weniger merk ichs irgendwie.. Ist irgendwie doch Gewohnheitssache. *denk*
Verfasst: Sa, 11.11.2006 - 22:07
von speculor
Man kann sich auch an ein asymmetrisches Gangbild gewöhnen. Gut ist das aber nicht. Es sollten unbedingt die Rotationswerte gemessen werden. Bei Skoliosen macht eine Schuherhöhung nur sehr selten Sinn. Echte Beinlängendifferenzen sind eher selten.
Verfasst: Sa, 11.11.2006 - 23:32
von Wirbelwind
...
Verfasst: Sa, 11.11.2006 - 23:48
von Dalia
Hallo speculor,
bei der 3-D-Vermessung sah man mit Erhöhung eine Verbesserung der Skoliose. Ich denke, dass Dr. Hoffmann weiß, was er tut, er kennt sich auch aus mit Beinlängendifferenzen (ich hoffe, ich schreib da jetzt nichts Falsches, bitte mich sofort korrigieren).
Hallo Regenboegchen, natürlich ist das nur Gewöhnungssache.
Dalia
Verfasst: So, 12.11.2006 - 10:59
von Klaus
Also spontan fällt mir zur Beinlängendifferenz eine Veranstaltung ein, die sich mit "Geist-Heilung" beschäftigte, mit dem Untertitel "Wirbelsäulenbegradigung".
Da musste ich natürlich hin

und ich war erstaunt, was dort mit Personen geschah, die eine messbare Beinlängen-Differenz (bei offenbar normalen Rücken!!) hatten.
Die war nach der Behandlung weg, zumindest temporär, was für mich im Umkehrschluss bedeutet, dass es nicht um echte Beinlängendifferenzen ging, die nach speculor auch selten sind.
Für mich wirkte das wie eine starke psychische Einwirkung, die auf die Gesamtstruktur des Körpers einwirkte, so ähnlich wie Schroth im physischen Bereich.
Ich muss anmerken, dass die "Heilerin" zum Thema Skoliose/Kyphose dann doch sehr vorsichtig war und von langfristigen Zeiträumen incl. Muskeltraining gesprochen hat. Es gibt nämlich in diesen Kreisen auch Aussagen von Skoliose Kranken, die dann geheilt waren. Aber natürlich überhaupt keine Details von dem tatsächlichen Zustand vorher und hinterher!!
Also "Wirbelsäulenbegradigung" nur im Sinne von Beseitigung des Beckenschiefstandes und der Beinlängendifferenz durch suggestive Kräfte..
Gruss
Klaus
Verfasst: So, 12.11.2006 - 11:51
von speculor
Man kann eine Beinlängendifferenz provozieren indem man ein gefaltetes Stück Papier (etwa 0,5 cm dick) auf einer Seite zwischen die Zähne nimmt und darauf beißt. Ich will damit sagen, dass nicht jede Beinlängendifferenz wirklich eine ist. Bevor eine Schuherhöhung verordnet wird sollte umfangreich untersucht werden. Dazu gehört auch die Kontrolle des Bisses (Zahnarzt), die Untersuchung beim Orthopäden (Schmerz, Muskelinsuffizienzen, Arthrosen, Fußfehlstellungen etc.).
Verfasst: So, 12.11.2006 - 12:13
von gauklerdavid
Ui Geistheilung. Interessant daß da offensichtlich (vermeintliche?) biofysikalische Effekte erreicht wurden.
Die plausibelste Erklärung erscheint mir auch dass bei solchen Fällen gar keine ungleiche Länge der Knochen vorliegt. Eine mögliche Erklärung währe dass vor der "Behandlung" eine asymetrische oder allgemein unfunktionelle Aktivität von Nervenbahnen und Synapsen, verbunden mit einer asymetrischen Muskelanspannung vorliegt und diese sich im Verlauf der Behandlung entspannen. (Durch positive Stimmung und die Erwartung oder vielleicht auch durch Berührungen). Beckenschiefstand und scheinbare Beinlängendifferenz können meines Wissens durch sehr subtile Muskuläre Prozesse beeinflusst werden. Dr. Steffan hat auf dem Treffen in BASA von einem Chirotherapie Seminar erzählt bei dem demostriert wurde wie ein minimaler Beckenschiefstand nur dadurch erzeugt werden konnte dass eine Person mit zuvor geradem Becken während des Untersuchungsprozesse einseitig auf ein kleines Stück Holz gebissen hat. (Ich hoffe ich habe das jetzt so wiedergegeben wie er es damals gemeint hat)
Naja auf jeden falls aber jemand tatsächlich Kyphosen einschließlich Keilwirbel Geistheilen kann , soll er sich mal bei mir melden....

Ich zahl auch was, aber erst nachdem der Erfolg überprüft ist. 90 % Korrektur sollten schon drinsein, und die Keilwirbel müssten auch verschwinden. Wenn das jemand schafft verkaufe ich mein Rahmouni und spende den Erlös der Vereinigung für Geistheiler. Wobei die, mit solchen Kräften ausgestattet, das sicher gar nicht mehr nötig haben.

Vielleicht kann man auch gleich Ferngeistheilung machen, das währe noch komfortabler.
Gruß David
Verfasst: So, 12.11.2006 - 12:16
von gauklerdavid
Oh da ist wohl jemand auf die gleiche Idee gekommen wie ich...
Verfasst: So, 12.11.2006 - 19:41
von Klaus
gauklerdavid hat geschrieben:Oh da ist wohl jemand auf die gleiche Idee gekommen wie ich...
Was meinst Du damit konkret?
Gruss
Klaus