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Neu hier und gleich ne Frage!
Verfasst: Mi, 16.11.2005 - 22:09
von Claudia28
Hallo!
Hat hier vielleicht jemand Ahnung, bis zu welchem Alter man ein Korsett kriegt?
Nach meiner ersten Schwangerschaft hatte sich meine Skoliose von 35°auf 42° verschlimmert. Mein zweites Kind ist jetzt 1 Jahr und es ist wieder schlimmer geworden. Ich denke, das liegt auch daran, daß ich durch den Rippenbuckel meine Kinder größtenteils nur auf einer Seite trage. Gibt es da irgendwas als "Gegenstütze" und an welchen Orthopäden wendet man sich da am besten?
Claudia
Verfasst: Do, 17.11.2005 - 09:22
von Bommenate
Hallo Claudia28,
erstmal herzlich Willkommen im Forum!!!
Claudia28 hat geschrieben:Hat hier vielleicht jemand Ahnung, bis zu welchem Alter man ein Korsett kriegt?
Tja, das kommt ganz auf den Arzt an

. Für die meisten Orthopäden sind wir Erwachsenen abgeschrieben, denn da wir ausgewachsen sind, könne man da nichts mehr machen. Nur wird es ja immer schlechter wenn man nichts macht und das ist dann schon ein Widerspruch

. Aus welchem PLZ-Gebiet kommst du??? Unter Links&Adressen findest du vielleicht einen kompetenten Arzt.
Zu meiner Person.... ich bin 34, habe 2 Kinder und seit 4 Wochen ein Korsett. Es gibt, wie schon oben erwähnt, sehr wenige kompetente Orthopäden und Dr. Hoffmann (Leonberg) ist z.B. ein Arzt, der Erwachsenen noch ein Chance gibt und ggf. ein Korsett verordnet.

Wichtig ist, dass dein Orthopäde eine Ganzwirbelsäulenaufnahme macht und die dann auch ausmessen kann (ist nicht jedem vergönnt

).
Machst du KG??? Kennst du Schroth??? Um KG nach Schroth zu erlernen, wäre ein Reha in Bad Sobernheim oder Bad Salzungen ratsam, denn das ist zu komplex, um es bei einem Physiotherapeuten so mal g´schwind nebenher zu erlernen. Deine Kid´s sind aber noch klein und von daher wäre das auch schwierig. Als mein 2. Kind 1 Jahr als war, hatte ich mir auch wieder Gedanken um meinen Rücken gemacht (die Schlepperei ist nicht gerade förderlich für die Skoliose

) und mit KG angefangen. Die Zeit muss man sich einfach nehmen. Irgendwie geht das schon!!!!
Ich wünsche dir viel Erfolg und berichte mal, wenn du magst!!!
Liebe Grüße,
Bommenate
Verfasst: Do, 17.11.2005 - 10:03
von Klaus
bommenate hat geschrieben:Aus welchem PLZ-Gebiet kommst du??? Unter Links&Adressen findest du vielleicht einen kompetenten Arzt.
Auch in der Rubrik Gesucht/Gefunden unter "Medizinischer Erfahrungsaustausch" erfährst Du
vielleicht Näheres zu Deiner Region.
Aber die Betonung liegt auch hier auf "vielleicht".
Claudia28,
auch von mir ein herzliches Willkommen. Es wäre schön, wenn Du in Dein Profil den Wohnort oder die Region eintragen würdest, dann können wir hier noch besser reagieren. Danke.
Gruss
Klaus
Verfasst: Do, 17.11.2005 - 10:12
von Bommenate
Klaus hat geschrieben:Auch in der Rubrik Gesucht/Gefunden unter "Medizinischer Erfahrungsaustausch" erfährst Du vielleicht Näheres zu Deiner Region.
Diese Rubrik meinte ich eigentlich. Sorry, habe ich verwechselt!!! Danke!!!
Bommenate
Verfasst: Fr, 18.11.2005 - 19:09
von Claudia28
Erstmal danke für die Antworten!
Das mit dem Orthopäden ist so ne Sache. Ich bin seit meiner Kindheit bei dem gleichen und hab auch einfach Angst, daß mich ein anderer vielleicht gar nicht so wahr nimmt. Mein bisheriger Orthopäde verschreibt mir zwar viel KG, aber die Physiotherapeuten haben überhaupt keine Erfahrungen mit Skoliose-Patienten. Für die bin ich jedesmal ein Versuchskaninchen. Das merk ich ja sogar, bei den widersprüchlichen Haltungen. Da kann es einem auch vergehen, regelmäßig hin zu gehen. Aber ich tue mein bestes. Naja, letztendlich weiß ich jetzt selber, wie ich am geradesten bin.
Kann mir jemand kurz erläutern, wie die Schroth-Methode geht?
Bommenate: Das mit dem längeren Aufenthalt kommt für mich zur Zeit wirklich nicht in Frage. Bin im Moment froh, daß mich mein Arbeitgeber nach 1 Jahr Elternzeit wieder aufgenommen hat, und ich meinen alten Job zurück hab. Das mag ich auch erstmal nicht aufs Spiel setzen.
Claudia
Verfasst: Fr, 18.11.2005 - 20:18
von Mellie26
Irgendwie hab ich das gefühl,Dir ist alles andere wichtiger als deine Gesundheit.... Such Dir auf jeden fall nen anderen Orthopäden und nimm das in die hand! Wenn Du eine Kur machst, kannst Du auch nicht gekündigt werden,wenn ich mich recht erinnere... also is das schonmal kein grund.... und wenn Du selbst merkst,dass die keine Ahnung von Skoliose haben,dann rappel Dich auf und such Dir Therapeuten,die AHnung haben.. oder willst Du ewig als Versuchskaninchen gelten und hinterher in der Kategorie "wir habens versucht,war aber wohl doch nich so gut" zu landen???
Die Therapie nach katharina Schroth muss man praktisch erlernen,die kann man sich nicht erklären lasen und gut is.. sonst hätten das sicher schon sehr viel mehr Leute gemacht... sonst wäre es auch ein leichtes, zu nem therapeuten zu gehen,der die Therapie beherrscht und die dort zu erlernen.. aber es hat seinen grund,wieso man sagt, das Beste ist,die Therapie in Bad Salzungen oder Bad Sobernheim zu erlernen und dann zu hause und in ner Therapiepraxis unter fachlicher Anleitung weiter zu machen und evtl korrigiert zu werden
Verfasst: Fr, 18.11.2005 - 21:36
von Bommenate
Hallo Claudia,
Mellie26 hat Recht, Schroth kann man nur in einer Reha lernen, nicht mal kurz erklärt kriegen.
Das mit dem Arbeitsplatz verstehe ich gut. Ich hätte die gleichen Gedanken. (Zur Zeit bin ich aber noch zu Hause.)
Letztens auf der Herbstveranstaltung in Stuttgart hat eine PT "PNF" vorgestellt. Diese KG habe ich als vereinfachtes Schroth empfunden. Ist ganz leicht nachzuvollziehen.
Frage mal nach Schroth und PNF. Vielleicht hast du Glück!!!
Bommenate
Verfasst: Fr, 18.11.2005 - 22:08
von Zwilling
Hallo,
ich mache seit einiger Zeit PNF kann ich z. Zt. nur empfehlen, weil ich es als OP-Vorbereitung mache. Die Übungen "gehen sehr in die Tiefe", ich meine damit, ich habe Muskeln gespürt, wusste gar nicht, dass dort welche sind. Schroth habe ich bisher leider nicht kennengelernt. Bin auch noch nie zur Reha gewesen. Im Moment hilft mir PNF sehr gut, auch sehr gut in Verbindung mit Fangopackungen. Ich versuche auch zwischendurch einige der Übungen bei der Arbeit (in irgendeinem stillen "Kämmerlein") einzuplanen, sonst halte ich es vor Rückenschmerzen nicht aus.
Viele Grüße
Zwilling
Verfasst: Fr, 18.11.2005 - 23:14
von froggie71
Hallo Claudia,
herzlich Willkommen im Forum!!
ich kann es auch gut nachvollziehen, dass du nach der Wiedereinstellung nach der Babypause nichts riskieren willst! Gerade in eurer Region muss man ja froh sein, wenn man überhaupt einen vernünftigen Job hat. (Komme ursprünglich von "verhältnismäßig" nah bei Zwickau). Trotzdem solltest du dabei auch deine Gesundheit nicht vernachlässigen. Wenn du irgendwann mal ausfällst, wegen Rückenschmerzen etc. dann ist weder dir noch deinem Arbeitgeber geholfen. Du solltest zumindest erst einmal darauf achten, dass du deine Rezepte optimal einsetzt und nicht für irgenwelche Übungen hergibst, die dir nichts bringen. (Ich habe das auch gerade erst am eigenen Leib erfahren... Versuchskaninchen und so; passiert mir aber nicht nochmal).
Bei PNF kann man auch einiges zum Thema Körperhaltung lernen; ich denke, dass das zumindest für den Anfang eine Alternative wäre. Ich habe mir zum Beispiel gleich gemerkt, dass man eine Tasche, die man über der Schulter trägt immer auf der gegenüberliegenden Seite vom Rippenbuckel trägt. Mir selber fällt das extrem schwer, da ich es seither natürlich umgekehrt gemacht habe. Ich denke mal, dass es für das Tragen von Kindern eine ähnliche Regel gibt, die aber nicht die Gleiche sein muss. Leider hat mir das nie einer verraten. Aber meistens macht man es ja eh so, wie es einem am bequemsten ist. Hier zählt tatsächlich der Lern- und Merkeffekt.
Wann hast du dich denn das letzte mal röntgen lassen? Nach der Geburt zweier Kinder kann es natürlich schon sein, dass deine WS in Mitleidenschaft gezogen wurde. Und wenn deine Ausgangssituation bei 42° Cobb lag, dann könnte es auch ziemlich rasant in Richtung OP-Indikation und Beschwerden gehen. Auch wenn man vielleicht annimmt, dass es im Erwachsenenalter nicht mehr so viel schlimmer werden kann. Du solltest also wirklich dringend danach schauen lassen.
In der Uniklinik in Dresden gibt es eine Skoliosesprechstunde. Vielleicht rufst du ja dort mal an und fragst nach, ob die auch WS-Ganzaufnahmen machen können. Das ist sehr wichtig. Ich meine neulich mal sowas gelesen zu haben. Du kannst ja auch mal auf die Homepage schauen:
http://www.uniklinikum-dresden.de/patie ... efault.htm dort findest du Informationen und Telefonnummern. Die Sekretärin der Klink für Skoliose ist auch sehr nett. Allerdings wäre ich trotzallem vorsichtig und würde unabhängig davon unbedingt noch eine zweite Meinung einholen (z. B. Dr. Hoffmann in Leonberg; ist zwar weit weg, aber lohnt sich auf jeden Fall!!). Nicht, dass du ehe du es dich versiehst auf dem OP-Tisch landest, ohne dass es notwendig wäre. Ich weiß nicht, wie OP-freudig die Dresdner mittlerweile sind.
Wie dem auch sei; ich wünsche dir alles Liebe und hoffe, dass du dich aufrappeln kannst, etwas zu tun.
Viel Glück dabei und berichte mal wieder darüber!
Lieber Gruß.
froggie

Verfasst: Sa, 19.11.2005 - 09:56
von gästin
froggie71 hat geschrieben: Ich habe mir zum Beispiel gleich gemerkt, dass man eine Tasche, die man über der Schulter trägt immer auf der gegenüberliegenden Seite vom Rippenbuckel trägt.
????
Ich selbst halte es so, dass ich Dinge auf der Seite trage, die der HÜFTPROMINENZ gegenüber liegt, weil sich aus Gründen des Gleichgewichts der Oberkörper auf die andere Seite schiebt und die Hüftprominenz dadurch "ausgeglichen" wird.
Insgesamt ist das Tragen jedoch nicht gut, da es erstens mehrere Bögen gibt und zweitens das Stauchen (bei größeren Gewichten) der Wirbelsäule nicht gut tut.
Verfasst: Sa, 19.11.2005 - 11:11
von BZebra
Am besten ist immer ein Rucksack der gleichmäßig über beide Schultern getragen wird und noch besser ein Rucksack der einen Hüftgurt besitzt und dadurch das Gewicht direkt auf die Hüften verlagert (zumindest besser für den Rücken, nicht unbedingt besser für die Knie, insbesondere bei schwereren Lasten!).
Ich selbst habe neben meinem kleinen einen GROßEN Traveller Rucksack und ich kann da nur empfehlen lieber ein Exemplar kleineren Volumens zu nehmen, weil je größer das Volumen, um so mehr packt man da auch rein.

(Unbedingt im Fachgeschäft ausprobieren und befüllt testen! Niemals blind kaufen!)
Beim einseitigen Tragen ist es unterschiedlich und hängt vom Skoliosemuster ab. Da gibt es eigentlich eine ganz einfache Regel wie man herrausfinden kann, welche Seite es ist, auf der man eine Tasche am besten trägt. Immer die, auf der es am schwierigsten ist. Ich muss mir z.B. große Mühe geben, sie auf der Schulter der schwachen Seite zu tragen, weil sie dort ständig runter rutscht.