Skoliose-Neuling (Tochter 6 J. alt)

Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
Nine1704
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Skoliose-Neuling (Tochter 6 J. alt)

Beitrag von Nine1704 » Sa, 16.03.2019 - 23:48

Guten Abend,

nachdem wir vor 2 Tagen die Skoliose-Diagnose (Flachbogige S-Skoliose mit flacher Linkskonvexität der BWS, Krümmungsscheitel bei BWK 10 und Cobb-Winkel 17 Grad sowie deutlichere Linkskonvexität der LWS mit Krümmungsscheitel bei LWK 2/3 und einem Cobb-Winkel von 20 Grad. Keine wesentliche Torsion. Beckenschiefstand mit Hochstand rechts. Soweit beurteilbar normal hohe Wirbelkörper, keine Hinweis auf Fehlbildung) unserer 6-jährigen Tochter erhalten haben und ich mich gefühlt quer durchs halbe Forum gelesen habe, möchte ich kurz „Hallo sagen“.

Wahrscheinlich wird es sogar eher ein langer Text, in den 2 Tagen ist schon ordentlich was zusammen gekommen an Fragen, Emotionen und Ängsten. Als erstes möchte ich aber betonen, wie unglaublich froh ich über dieses Forum und den Zugang zum Erfahrungsaustausch/Tipps bin.
So langsam stellt sich neben der ersten Überforderung ein möglicher Fahrplan für uns dar. Aber von Anfang an:

Ich weiß gar nicht, wie lange mein Bauchgefühl im Bezug auf den Rücken meiner Tochter schon Alarm geschlagen hat. Ich habe selber eine leichte Skoliose (Winkel ist mir leider gar nicht bekannt, werde ich jetzt aber ebenfalls mal angehen) und bin daher mit dem Thema ein bisschen vertraut. Allerdings habe ich noch nie eine spezielle Behandlung auf Grund meiner Skoliose erhalten und deshalb ist doch alles neu.

Nach einer Hüftdysplasie im ersten Lebensjahr unserer Tochter (konservative Behandlung mit Tübinger Bandage bis zum 8 Lebensmonat), haben wir auch schon einiges an Orthopäden durch und dachten wir sind mittlerweile gut versorgt. Immerhin hat unsere derzeitige Orthopädin als 3. Ärztin die Blockaden (Atlas, BWS, ISG) und Beckenverwringung, welche die Physiotherapeutin schon lange vermutet hat, endlich bestätigt und gelöst. Im Bezug auf meinen Skolioseverdacht, ist Sie auf meine Vermutung/Beobachtungen allerdings nicht eingegangen und hat erst im Dezember den Rücken als unauffällig eingestuft.

Mein Bauchgefühl und der Austausch mit unserer Osteopathin hat mich dann aber bestärkt erneut einen anderen Arzt aufzusuchen. Jetzt haben wir es per Röntgenbild schwarz auf weiß. Leider!

Die neue Ärztin (Physikalische und Rehabilitative Medizin) hat uns zumindest direkt KG nach Schroth empfohlen und verschrieben. Noch vor dem Röntgenbild. Daher sind wir jetzt auch schon in einer Physiotherapiepraxis aktiv. Über die Qualität kann ich mich noch nicht äußern, aber Sie haben gleich 3 Schroth-Therapeuten und behandeln viele Kinder. Die Physiotherapeutin hat zudem noch Vojta vorgeschlagen.

Nachdem Röntgenbefund hat die Ärztin ehrlicherweise zugegeben, dass Sie sich die Behandlung nicht zutraut und wir uns eine Spezialisten suchen sollen. Ihre Ehrlichkeit rechnen wir Ihr hoch an und auch Ihr weiteres Angebot uns trotzdem mit Rezepten zu versorgen. Zusätzlich hat Sie ebenfalls direkt eine Reha empfohlen und noch sensomotorische Einlagen.

Soweit der Stand. Nach der Recherche der letzten 2 Tage immerhin ein guter Anfang. Aktuell stehen wir vor der gleichen Entscheidung, wie wahrscheinlich alle anderen anfangs standen: Fahren wir gleich zum Spezialisten? Von Leipzig aus wahrscheinlich Dr. Wilke in Berlin. Bei unserer alten Kinderorthopädin haben wir jetzt erst mal einen Termin im Mai, aber je mehr ich hier lese zieht es mich nach Berlin oder Bad Sobernheim zu Dr. Stefan. Meinen Mann muss ich noch überzeugen.

Aktuell erschlägt uns die Aussicht auf tägliche Übungen, Physio, Reha und evtl. Korsett noch ziemlich. Unsere Tochter ist auch sehr bewegungsfreudig und schon jetzt ist ihr ihr Äußeres wichtig (am liebsten immer im schönsten Kleid in die Kita). Außerdem ist sie taktil sehr empfindlich. Einen Slip oder Socken zu finden die nicht drücken, kratzen oder kneifen sind schon manchmal eine Herausforderung. Von daher ist ein Korsett gerade noch unvorstellbar, aber die Empfehlung geht ja eindeutig in die Richtung.

Leider war das Skoliose-Symposium am heutigen Tag in Bad Sobernheim schon ausgebucht, sonst wären wir wahrscheinlich Hals über Kopf hingefahren.

Ich freue mich auf jeden Fall auf den Austausch, Tipps, Motivation und Zuversicht die ich hier bestimmt vermittelt bekommen werde. Momentan geht uns die Thematik doch noch ganz schön an die Nieren. Vor allem die Qual der Entscheidung: Spezialist, ja oder nein? Wenn Korsett, wohnortnah oder beim Spezialisten? (Da bin ich der Arztempfehlung schon voraus, weiß ja noch gar nicht ob sie eins bekommt). Direkt eine Reha, noch vor Schulanfang dieses Jahr, in Bad Sobernheim beantragen oder reicht nächstes Jahr? Fragen über Fragen…

Naja, wie angekündigt ein langer Text. Aber es tat sehr gut alles runter zu schreiben und nun bin ich gespannt auf Antworten. Vielen lieben Dank schon mal im Voraus.

Liebe Grüße aus Leipzig

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Klaus
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Re: Skoliose-Neuling (Tochter 6 J. alt)

Beitrag von Klaus » So, 17.03.2019 - 13:54

Hallo Nine,

zunächst mal finde ich es gut, dass Du Dich so schnell und so gezielt um die Behandlung Deiner Tochter kümmern möchtest.
Die neue Ärztin (Physikalische und Rehabilitative Medizin) hat uns zumindest direkt KG nach Schroth empfohlen und verschrieben. Noch vor dem Röntgenbild........Nachdem Röntgenbefund hat die Ärztin ehrlicherweise zugegeben, dass Sie sich die Behandlung nicht zutraut und wir uns eine Spezialisten suchen sollen. Ihre Ehrlichkeit rechnen wir Ihr hoch an und auch Ihr weiteres Angebot uns trotzdem mit Rezepten zu versorgen. Zusätzlich hat Sie ebenfalls direkt eine Reha empfohlen.........Nach der Recherche der letzten 2 Tage immerhin ein guter Anfang.
Das sind jetzt wirklich optimale Anfangsbedingungen, die man leider selten findet. Insofern würde ich den Rat der Ärztin auch unbedingt annehmen und einen Spezialisten aufsuchen. Hier würde ich nach Fahrweg bzw. Zeitaufwand entscheiden, denn wenn ein Korsett in Frage kommen würde, muss man mit mehreren Terminen im Jahr rechnen.
Da uns in Leipzig keine Korsettbauer (OT) bekannt sind, von denen es genügend eingestellte positive Erfahrungsberichte gibt, wird wahrscheinlich Dr. Wilke mit OT CCtec eine gute Lösung sein. Dr. Steffan in Bad Sobernheim unterstützt nach Möglichkeit auch wohnortnahe Möglichkeiten, aber ich glaube nicht, dass es eine für Leipziger nähere Lösung gibt. Du kannst aber die Suchfunktion des Forums nutzen, z. Bsp. Stichwort "Korsett Leipzig". Da gibt es einen Beitrag "Gute Korsettbauer in ganz Deutschland", in dem es einen Tipp in 2016 gibt
es ist die Praxis von Frau Weigert in Leipzig, der OT ist von Reha aktiv 2000 auch in Leipzig und er heißt Hr. Gebser.
Das Kriterium hier im Forum ist aber, wie schon gesagt, dass es schon eine Vielzahl von Tipps und guten Erfahrungen geben sollte.
Aktuell erschlägt uns die Aussicht auf tägliche Übungen, Physio, Reha.....
Was die REHA betrifft, ist sicherlich folgender aktueller Thread interessant:
viewtopic.php?f=27&t=32441
Leider war das Skoliose-Symposium am heutigen Tag in Bad Sobernheim schon ausgebucht, sonst wären wir wahrscheinlich Hals über Kopf hingefahren.
Also ich kenne solche Symposien (auch in Bad Salzungen) aus der Vergangenheit in Zusammenhang mit der Teilnahme von aktiven Usern dieses Forums. Ich denke, dass man als Newbie schnell überfordert sein kann, weil es eher um ein Fachpublikum geht.
Interessant finde ich in der Einladung den Punkt Junior-Therapie für Patienten von 7-11 Jahren.

mein Fazit:
Spezialist, ja oder nein?
ja.
Wenn Korsett, wohnortnah oder beim Spezialisten
am besten beim ärztlichen Spezialisten mit dem unterstützten guten OT in der Nähe des Arztes. Insofern ist die Fahrzeit bzw. der zeitliche Aufwand auch ein entscheidendes Kriterium.
Direkt eine Reha, noch vor Schulanfang dieses Jahr, in Bad Sobernheim beantragen oder reicht nächstes Jahr?
Wegen des Alters möglicherweise erst nächtes Jahr.

Gruß
Klaus

Nine1704
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Re: Skoliose-Neuling (Tochter 6 J. alt)

Beitrag von Nine1704 » So, 17.03.2019 - 14:21

Lieber Klaus,

danke für deine schnelle, ausführliche Antwort und die konkreten Bezug- und auch Stellungnahmen. Ich fühle mich schon jetzt gut unterstützt und an die Hand genommen durch dieses Forum.

Den Link bezüglich der Reha kann ich nicht öffnen. Wie kann ich für diese Gruppe/Thread freigeschaltet werden?

Den Beitrag aus 2016 habe ich ebenfalls schon gefunden und direkt über PN nach Erfahrungen gefragt. Nalik hat auch mega schnell geantwortet. Danke dafür.

Momentan helfen mir auch meine momentanen Ausbildungsinhalte aus meiner Tätigkeit. Es ist dadurch ein bisschen mehr als Laienwissen, aber da es um meine Tochter geht ist es natürlich trotzdem ein sehr emotionales Thema für mich.

Morgen hänge ich mich einfach ans Telefon und werde sehen, was sich ergibt. Auf jeden Fall kontaktiere ich Dr. Wilke und Bad Sobernheim.

LG Nine

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Re: Skoliose-Neuling (Tochter 6 J. alt)

Beitrag von Klaus » So, 17.03.2019 - 15:13

Hallo Nine,
Den Link bezüglich der Reha kann ich nicht öffnen. Wie kann ich für diese Gruppe/Thread freigeschaltet werden?
Oh sorry. Das ist der nicht-öffentliche Erfahrungs-Austausch, wo Du erst ab 5 Beiträge hineinkommst. Also sicherlich in Kürze. ;)
Dort hat aber Sumimasen u.a. geschrieben:
Sumimasen hat geschrieben:Aber ab sieben Jahren dürfen die Kids nach Bad Sobernheim...
Gruß
Klaus

Blub
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Re: Skoliose-Neuling (Tochter 6 J. alt)

Beitrag von Blub » So, 17.03.2019 - 19:09

Hallo,

das hört sich ja fast ähnlich wie bei uns an ;)

Meine Tochter ist auch 6, Cobb-Winkel war beim letzten Röntgen vor einem halben jahr 14 grad. Beim Folgetermin jetzt war kein Röntgen vereinbart, die Rotation hat sich aber lt. Skoliometer von 3-4 Grad im Oktober auf 6- 7 Grad jetzt verschlechtert.
Ich habe mich letzte Woche bzgl. Reha in Bad Sobernheim informiert - ab 7 Jahre ist die Reha möglich.

Lg

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Re: Skoliose-Neuling (Tochter 6 J. alt)

Beitrag von Nine1704 » So, 17.03.2019 - 19:20

Danke für die Info! Da weiß ich da schon mal Bescheid. Dann können wir uns jetzt in Ruhe auf die Entscheidung, welcher Arzt, konzentrieren und gehen das Thema Reha für nächstes Jahr an.

Schönen Abend

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Re: Skoliose-Neuling (Tochter 6 J. alt)

Beitrag von Nine1704 » Mo, 18.03.2019 - 09:59

Wir fahren Anfang April zu Dr. Wilke nach Berlin!

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Re: Skoliose-Neuling (Tochter 6 J. alt)

Beitrag von Klaus » Mo, 18.03.2019 - 12:44

Hallo Nine,

Freut mich, dass es von der 1. Diagnose über Abklärung hier im Forum bis zum Termin beim Spezialisten so schnell gegangen ist. :top:

Gruß
Klaus

Sumimasen
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Re: Skoliose-Neuling (Tochter 6 J. alt)

Beitrag von Sumimasen » Mo, 18.03.2019 - 16:18

Anfang April! Klasse! :top:
Erzähle danach davon, ja!? Ich bin immer unheimlich wissbegierig, wenn es um die Altersklasse unserer Töchter geht :)

Viele liebe Grüße :)

Blub
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Re: Skoliose-Neuling (Tochter 6 J. alt)

Beitrag von Blub » Mo, 18.03.2019 - 16:46

Das ging ja wirklich alles flott l!
Ich würde mich auch über ein Update nach dem Arzttermin freuen 🙂

Nine1704
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Re: Skoliose-Neuling (Tochter 6 J. alt)

Beitrag von Nine1704 » Mo, 18.03.2019 - 20:33

Hallo in die Runde!

Ein Dankeschön auch an allen anderen die bisher geantwortet haben. :)

Mein Mann und ich waren heute fleißig am Telefon. Den Termin bei Dr. Wilke hab ich ja schon erwähnt. Da war ich auch positiv überrascht über die schnelle Terminvergabe.

Mein Mann hat in Bad Sobernheim angerufen und die Auskunft erhalten, dass die Klinik im Bezug auf das Aufnahmealter schon einen Spielraum hat. Ihm wurde erklärt, dass die Klinik zum Beispiel beim behandelten Schroth-Therapeuten anfragen könnte und es von dessen Einschätzung abhängig machen würde. Und das eine zeitnahe Reha noch vor Einschulung durchaus sinnvoll wäre. Wir probieren es einfach. Ist wahrscheinlich eher davon abhängig ob überhaupt so schnell ein Platz frei wäre. Und die Krankenkasse muss ja auch noch mitspielen.

Ansonsten habe ich gleich mal noch unserer Therapeutin auf den Zahn gefühlt. Sie hat die Schoth-Ausbildung in Bad Sobernheim gemacht und geht auch regelmäßig zur Auffrischung. Ihre Tochter hat ebenfalls eine leichtere Skoliose, also ist Sie auch selber sehr am Thema dran und engagiert.

Sie hat mir für Leipzig ebenfalls Frau Dr. Weigert empfohlen und auch den OT von Reha aktiv 2000 Hr. Gebser. Herr Gebser war zur Ausbildung ebenfalls in Bad Sobernheim und arbeitet wiederum auch mit der Physiotherapie zusammen zu der wir gehen.

Von daher sind wir jetzt doch etwas ins Wanken geraten ob wir es nicht doch erstmal in Leipzig versuchen. Dies wäre ja doch eine enorme Weg- und Zeitersparnis. Da müssen wir mal noch eine Nacht drüber schlafen.

Ein Update gibt's auf jeden Fall nach dem Arzttermin (welcher es auch immer wird).

LG

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Re: Skoliose-Neuling (Tochter 6 J. alt)

Beitrag von Klaus » Mo, 18.03.2019 - 21:01

Hallo Nine,
Sie hat mir für Leipzig ebenfalls Frau Dr. Weigert empfohlen und auch den OT von Reha aktiv 2000 Hr. Gebser. Herr Gebser war zur Ausbildung ebenfalls in Bad Sobernheim und arbeitet wiederum auch mit der Physiotherapie zusammen zu der wir gehen.
Verstehe ich das richtig, dass der OT Hr. Gebser eine Schroth Ausbildung gemacht hat?
Entscheidend ist eigentlich, wie gut er mit seinen Korsetts die unterschiedlichsten Situationen korrigieren kann. Die Rückmeldungen fehlen hier leider im Forum, genauso zu Dr. Weigert, obwohl wir in der Vergangenheit schon etliche Leipziger im Forum hatten.

Gruß
Klaus

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Re: Skoliose-Neuling (Tochter 6 J. alt)

Beitrag von Nine1704 » Mo, 18.03.2019 - 21:09

Hallo Klaus,

ich habe unsere Physiotherapeutin eher so verstanden, dass Hr. Gebser bezüglich der Korsettversorgung in Bad Sobernheim zur Ausbildung/Weiterbildung war. Noch kenne ich Ihn ja nicht, aber ich denke ich werde das die Tage einfach in Erfahrung bringen.

Ich gebe dann gerne eine Rückmeldung.

LG

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Re: Skoliose-Neuling (Tochter 6 J. alt)

Beitrag von Klaus » Mo, 18.03.2019 - 21:53

Hallo Nine,
....dass Hr. Gebser bezüglich der Korsettversorgung in Bad Sobernheim zur Ausbildung/Weiterbildung war.
Dann frage ihn mal, ob er die Fa. CCtec kennt, die bis ca. Anfang 2018 noch eine Filiale in der Klinik hatte.

Gruß
Klaus

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Re: Skoliose-Neuling (Tochter 6 J. alt)

Beitrag von Nine1704 » Di, 19.03.2019 - 10:19

Update Hr. Gebser:

Ich habe heute mit Herrn Gebser telefoniert und er hat mir freundlich Rede und Antwort gestanden. Also er baut seit 1980 Korsetts und war 7 Jahre bei Dr. Weiß und hat dort in der Werkstatt gearbeitet. Reha aktiv 2000 in Leipzig erstellt die Korsetts selber und per Scan.

Zumindest klang er erfahren und scheint zu wissen, was er erzählt. Die Qualität der Korsetts kann ich als Neuling natürlich in keiner Weise beurteilen.

Frau Dr. Weigert ist übervoll mit Patienten und wollte uns eigentlich nicht annehmen. Nach einigem bitten könnten wir Ende Juni kommen.

Gibt es den Erfahrung bezüglich Tandem-Behandlungen? Also z. Bsp., wenn wir jetzt zuerst zu Dr. Wilke fahren und er den Fahrplan erstellt und seine Einschätzung als Experte gibt und in Zukunft wir aber in Leipzig zum Orthopäden gehen und Herrn Dr. Wilke nur in größeren Abständen konsultieren?

Momentan wissen wir halt wirklich nicht wie wir alles bewerkstelligen sollen. Mein Mann arbeitet, ich bin in Ausbildung und wir haben auch noch eine größere Tochter. Diese muss wiederum zur Logopädie. Beim HNO und Augenarzt sind wir auch noch in regelmäßigen Abständen. Das wächst uns grade alles bissel über den Kopf.

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Re: Skoliose-Neuling (Tochter 6 J. alt)

Beitrag von Irmi » Di, 19.03.2019 - 12:34

Hallo Nine,
ich würde,wenn es mein Kind wäre, ganz klar den
Termin Anfang April wahrnehmen. Das ist ein riesengroßes Glück so schnell einen Termin bei einem Spezialisten zu bekommen. Er wird euch eine kompetente Diagnose erstellen und einen Behandlungsvorschlag machen. Dann könnt ihr euch anschließend überlegen, wie es weitergeht. Nochmal zwei Monate warten, wenn ich schneller einen Termin bekomme, würde ich definitiv nicht. Gruß Thomas

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Re: Skoliose-Neuling (Tochter 6 J. alt)

Beitrag von Klaus » Di, 19.03.2019 - 13:40

Hallo Nine,

ich kann mich Thomas nur voll und ganz anschliessen!
Du kannst ja bei Dr. Wilke im Fall eines Korsett-Vorschlages abklären, ob er den OT Gebser kennt oder nichts dagegen hätte, wenn die Behandlung (Weigert-Gebser) dann evtl. ganz in Leipzig stattfinden würde. Ein Behandlungsvorschlag ist nichts, was man sofort beim entsprechenden Arzt unbedingt umsetzen muss. Insofern würde ich den Termin mit Frau Dr. Weigert auch erst mal so bestehen lassen.

Ich weiß leider nicht, wie gut die Korsette in Bad Sobernheim unter dem damaligen Chefarzt Dr. Weiß waren, das ist schon sehr lange her.

Gruß
Klaus

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Re: Skoliose-Neuling (Tochter 6 J. alt)

Beitrag von Nine1704 » Sa, 23.03.2019 - 10:33

Guten Morgen,

durch meine Recherche in den letzten Tagen, wird meine Verwunderung über die verschiedenen Aussagen immer größer. An sich kenne ich das ja, fragt man 3 Leute hat man 5 verschiedene Meinungen! Aber im Bezug auf Skoliose ist die Spannbreite ja wirklich enorm.

Meine Recherche hat eigentlich ziemlich schnell ergeben, dass vor allem bei der juvenilen Skoliose engmaschige Kontrolle und sofortige Maßnahmen entscheidend sind um einer möglichen Verschlechterung bei Wachstumsschüben entgegen zu wirken. Zum einen sind das die zahlreichen Erfahrungen hier aus dem Forum, aber auch wenn man sich durch die Fachliteratur querliest.

Eine befreundete Ärztin (zwar keine Orthopädin) und unsere Kinderärztin fanden den Befund unserer Tochter wenig besorgniserregend. Ein bisschen Physiotherapie kann nicht schaden und ansonsten sollen wir uns keine Sorgen machen. Ist das wirklich bloß Unwissenheit? Oder woher kommt das?

Unsere Osteopathin hat übrigens stark die Hüfte unserer Tochter in Verdacht. Unsere Tochter hatte eine Hüftdysplasie und wurde das letzte Mal mit 3 Jahren geröntgt. Damals war der Orthopäde zufrieden mit dem Ergebnis. Gibt es diesbezüglich hier Erfahrungen im Forum? Kann das eine mögliche Ursache sein? Kennt sich Dr. Wilke auch im Bezug auf die Hüfte gut aus? Das wäre mir ja wichtig, dies ordentlich abzuklären.

Was bisher auffällig war: unsere Tochter hat eine immer wieder kehrende Blockade im Iliosakralgelenk rechts. Daher kommt wahrscheinlich auch der Beckenhochstand und die immer wieder ungleich langen Beine. Ich weiß schon gar nicht mehr wie oft die Orthopädin und Osteopathin da dran waren und das korrigiert/behandelt haben.

Ich frage mich einfach ob und wie das alles zusammen hängt!? Und was ist die Ursache für was?

Ich fiebere dem Termin bei Dr. Wilke regelrecht entgegen. Ich hoffe er kann unser Fragen beantworten? Wie sind die Erfahrungen, ist er ein umgänglicher Arzt der viel erklärt?

Auch die Kita wollte wissen ob Sie auf irgendwas achten muss? Ich konnte erst mal nichts dazu sagen. Unsere Tochter klettert auch 1x in der Woche, gibt es da Hinweise für die Trainer? Grundsätzlich soll klettern ja gut sein soweit ich mich belesen habe.

Sorry, ist schon wieder so ein Roman mit vielen neuen Fragen.

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,

Nine

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Re: Skoliose-Neuling (Tochter 6 J. alt)

Beitrag von Klaus » Sa, 23.03.2019 - 12:08

Hallo Nine,

erst dachte ich bei Deinem Post, dass Du den Besuch bei Dr. Wilke doch noch in Frage stellst. Aber dann kam gottseidank:
Ich fiebere dem Termin bei Dr. Wilke regelrecht entgegen. Ich hoffe er kann unser Fragen beantworten?
Ich gehe mal davon aus, dass Du Dir alle Fragen auf einem Zettel notiert hast. Denn hier im Forum können wir das unmöglich ausreichend beantworten.
Auch bei Spezialisten kann es unterschiedliche Meinungen geben, aber wenn man das schon im Vorfeld diskutiert, kommt man überhaupt nicht voran! Deswegen solltest Du dort soweit wie möglich alles abklären und wenn erst einmal keine Zweifel bestehen, die Behandlung starten.

Gruß
Klaus

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Therapie: "normale" KG; Schroth-Reha in Sobi 04.2011 und 12.2013; seit 11.2013 Korsett von CCtec -> Mitte 2014 wg. Hüft- und Knieproblemen samt OPs abgebrochen

Re: Skoliose-Neuling (Tochter 6 J. alt)

Beitrag von Saphira » So, 24.03.2019 - 09:02

Hallo Nine,

zum einen kann ich mich Klaus nur anschließen, am besten alle Fragen zu notieren und Dr. Wilke dann zu stellen. In der Aufregung geht sonst vielleicht einiges unter.

Zum anderen zum Thema Hüftdysplasie und Skoliose kenne ich inzwischen einige Leute, mich eingeschlossen, bei denen tatsächlich beides vorliegt. Allerdings gibt es meines Wissens nach bislang noch keine eindeutigen Erkenntnisse, ob es da einen Zusammenhang gibt und falls ja, welcher. Es wird bislang eher davon ausgegangen, dass zumindest kein direkter Zusammenhang besteht, da es eben auch viele Skoliosepatienten ohne Hüftfehlstellungen und auch Patienten mit Hüftfehlstellungen aber ohne Skoliose gibt. Es wäre aber durchaus mal interessant, die Patienten, bei denen beides besteht genauer auf mögliche Zusammenhänge zu untersuchen.

Bei mir wurde die Hüftdysplasie leider erst nach Wachstumsabschluss diagnostiziert. Ich hatte aber seitendifferente Fehlstellungen (rechts Hüftdysplasie und links eine Rotationsfehlstellung). Inzwischen sind beide Seiten operativ korrigiert. Meine Skoliose hat sich seitdem um ein paar Grad verbessert. Wobei diese Verbesserung nicht konkret den OPs zugeordnet werden kann. Ich hatte zeitgleich eine kieferorthopädische Behandlung aufgrund einer Fehlstellung. Und es wird vermutet, dass beides einen gewissen Einfluss auf die Skoliose hatte.

Ich wünsche euch viel Erfolg bei dem Termin bei Dr. Wilke. Ich kenne ihn leider nicht persönlich, da ich nicht bei ihm in Behandlung bin.

Grüßle,

Saphira
Wer immer nur vom großen Glücke träumt, der findet nichts, weil er das kleine Glück versäumt.

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