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BeitragVerfasst: Sa, 01.09.2018 - 18:42 
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Rundrücken
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Hohlkreuz
2,5cm Beckenschiefstand
Hallo,

ich habe beim Gehen überhaupt keine Spannung im Bauch. Ich sehe richtig, wie ich ins Hohlkreuz gehe. Wenn ich laufe und dann auf den Boden schaue, sehe ich einen dicken Bauch, obwohl ich untergewichtig bin. Meine Gangart ist bereits gestört (siehe meine ersten Themen) und ich weiß nicht, ob es deshalb sinnvoll wäre, als zu versuchen, beim Laufen den Bauch einzuziehen. Das ist sehr anstrengen und machen andere Leute auch nicht. Ich weiß aber auch nicht, ob mein Bauch da bleiben würde, wo er hingehört, wenn die Muskulatur etwas kräftiger wäre.

Ich stehe vor mehreren Fragen und merke, dass solche Sachen gar nicht während meiner Schroth-Reha besprochen wurden. Dort wurden wenn Übungen gemacht, die den Rücken gestärkt haben, aber der Bauch ist der wichtige Gegenspieler. Bzw. es gab doch 2-3 Übungen, aber de waren nicht teil des Plans und wurden nur während 2 Stunden durchgeführt. Die hatte auch jeder gemacht, unabhängig von der Skoliose. Zudem war es eher Gymnastik, als Training.

Die typischen Übungen, die in Fitnessstudios gemacht werden, habe ich immer vermieden. Ich bekam schnell Schmerzen im Nacken und hatte als im Sinn, es würde meine Verkrümmungen verschlechtern. Deshalb möchte ich euch fragen, was ihr mir an Übungen usw. raten würdet. Macht ihr etwas für den Bauch?


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BeitragVerfasst: So, 02.09.2018 - 12:59 
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Ich gebe Dir recht, Bachmuskeltraining kam in meiner Reha in Bad Salzungen nur in Form einer Übung im Fitnessraum vor (Beine auf einen Ball und dann die Füße vom Ball abheben). Ist meiner Meinung nach zu wenig, um Dysbalancen zwischen Rücken- und Bachmuskulatur zu vermeiden. Das, was ich inzwischen zusätzlich mache heisst Sit-Up bzw. Push-Up. Anleitungen dazu gibt es viele im Netz.


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BeitragVerfasst: So, 02.09.2018 - 13:47 
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Diagnose: Bsv c5/6; c6/7Steilstellung Hws
Vorwölbungen bunt verteilt, beginnende Osteochondrose
Kyphose 74 Grad Bws
Lordose 68 Grad Lws, Torsionsskoliose 26 grad, Becken verdreht
Therapie: Normale KG, ambulante Reha klassische WS-Gym, Schroth, Kypho-Skoliose-Korsett von Rahmouni seit 1.12.2017
Hallo,
Ich habe seit frühester Jugend ( also als alles begann zu drehen und sich zu verschieben ) alles versucht zu halten und bin immer mit eingezogenem Bauch gelaufen. Gesessen. Einfach alles. Und immer, so gut es ging. War also 25 Jahre eigentlich unter Dauersüamnung und so sahen auch meine Verspannungen und Schmerzen aus, die Physios konnten mich kaum berühren... mir wurde dann von Dr Hoffmann bescheinigt, dass ich es wirklich gut halten kann und mich das, mit dem dauerndem Sport, mich vor größeren Schäden bewahrt hat. Alle BSv die ich habe sind nachts in Entspannung entstanden , bin nach kleinen Bewegungen mit elendigen Schmerzen damals aufgewacht und wusste das muss einer sein... ( hatte mich immer schon abstützend gelagert um da nicht voll reinzufallen und die HWS zu schonen, habe da so einen cervikothorakalen Knick und drüber echt Probleme gehabt ) Jetzt trag ich ein Korsett ( das Halten hat auf Dauer einfach nicht gereicht ) und kann mich da drin mal entspannen und „fallen“ lassen, das ist eine wirklich neue und auch sehr schöne Sache, zumal da dann kein strafender Schmerz kommt. Das Drehen im Bett ist damit extra nicht möglich sagte rahmouni zu mir, auch liegt der Kopf eher nach links geneigt weil die pelotte so schief gekippt wurde. Damit ich da oben nicht so in den Knick falle... das klappt gut und ich kämpfe zwar mit dem Korsett in der Nacht rum, aber wenn ich es trage ist nichts schmerzhaft oder in der falschen Position. Das merkt man dann schon...


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BeitragVerfasst: Mo, 03.09.2018 - 00:47 
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Diagnose: idiopathische juvenile Thorakolumbalskoliose, ca. 50° thorakal/60° lumbal, WDGL L1-L4
Therapie: Schroth-KG seit 2015
Bad Salzungen 2018
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Hallo zusammen,

es erstaunt mich sehr, dass ihr angeblich in BaSa keinerlei Übungen für den Bauch gelernt haben sollt.
Ich war fast die ganze Zeit damit beschäftigt....

Zum einen ist es für uns Skolis selbstverständlich, dass bei allen Übungen zum Raffen automatisch auch die Bauchmuskulatur angespannt wird. Wie sonst sollte eine Aufrichtung stattfinden?
Auch für die Kyphosen/Lordosen gibt es muskulär ausgerichtete Atemtechniken, um dem Defizit entgegenzuwirken. Dies geschieht ebenfalls mittels Einsatzes der Bauchmuskulatur.

Ob der Einsatz von Korsetts jeweils notwendig bzw. hilfreich ist, wie Blocks es berichtet, ist eine Entscheidung, die der behandelnde und hoffentlich kompetente Arzt treffen muss.

Im Übrigen gibt es unzählige krankengymnastische Bauchmuskelübungen, wobei ich persönlich die geräteabhängigen vermeiden würde. Sie lenken die Aufmerksamkeit von der Wirkung auf und dem Gespür für den eigenen Körper ab.
Mattenübungen in Rückenlage, Übungen im Vierfüßlerstand, besonders Beckenbodentraining für die tiefliegende Bauchmuskulatur, Übungen mit Tera- oder Deuserband ... es gibt genug Möglichkeiten - einfach mal die Physios fragen. :D

Und außerdem: Gehen/Sitzen mit angespanntem Beckenboden ist reine Übungssache, wie sonst schaffen die Kerle im Schwimmbad es, mit vorgetäuschtem Sixpack an den Mädels vorbeizustolzieren??? ;D

LG


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BeitragVerfasst: Mo, 03.09.2018 - 08:46 
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Hallo Rehg,

also mich wundert es auch, dass ihr bei der Reha keine oder kaum Bauchmuskelübungen genascht habt :confused: . Wie hatten das bei meinen beiden Rehas in Sobi mind. 1x am Tag in der Gruppenstunde gemacht und diejenigen, die es nötig hatten, mussten es auch beim freien Üben machen. Mir fallen spontan zwei Übungen ein, die wird bis zum Krampf machen mussten: einmal den Käfer und einmal eine Übung mit dem Pezziball, wo wir diesen in Rückenlage zunächst mit beiden Beinen greifen mussten und dann auf Höhe Körpermitte mit den Armen abnehmen und über Kopf führen mussten und dann wieder zurück und dann wieder mit den Beinen ganz unten und dann wieder zurück usw. Also bei uns kamen die Bauchmuskeln nie zu kurz. Das war 2011 und 2013. Keine Ahnung, ob sich da seitdem was geändert hat :confused: . Kommt wohl auch auf den Therapeuten an.

Grüßle,

Saphira

_________________
Wer immer nur vom großen Glücke träumt, der findet nichts, weil er das kleine Glück versäumt.


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BeitragVerfasst: Mo, 03.09.2018 - 17:25 
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Saphira hat geschrieben:
Hallo Rehg,

Wie hatten das bei meinen beiden Rehas in Sobi mind. 1x am Tag in der Gruppenstunde gemacht und diejenigen, die es nötig hatten, mussten es auch beim freien Üben machen. Mir fallen spontan zwei Übungen ein, die wird bis zum Krampf machen mussten: einmal den Käfer und einmal eine Übung mit dem Pezziball


Hallo,

wir komischerweise nicht. Die zweite Übung haben wir tatsächlich mal gemacht, aber nur in einer Stunde. Das ist wohl stark von den Therapeuten abhängig. Da macht jeder sein eigenes Ding und das finde ich überhaupt nicht gut.

Meinst du mit "Käfer" diese Übung (die Zweite)?
https://www.youtube.com/watch?v=yZSHcLF7K3E


Bernd hat geschrieben:
Ich gebe Dir recht, Bachmuskeltraining kam in meiner Reha in Bad Salzungen nur in Form einer Übung im Fitnessraum vor (Beine auf einen Ball und dann die Füße vom Ball abheben). Ist meiner Meinung nach zu wenig, um Dysbalancen zwischen Rücken- und Bachmuskulatur zu vermeiden. Das, was ich inzwischen zusätzlich mache heisst Sit-Up bzw. Push-Up. Anleitungen dazu gibt es viele im Netz.


Das ist aber schädlich für den Rücken. Wie geschrieben habe ich sehr schnell Nackenschmerzen bekommen. Gibt es auch Übungen, für die der Rücken nicht so sehr benötigt wird? Ich habe im Internet eine Übung gesehen, wo man sich hinknien soll und die Arme seitlich nach vorne auf den Boden abstüzen und dann einfach den Bauch anspannen. Aber da kann man auch im Stehen den Bauch anspannen. So etwas halte ich für Schwachsinn.


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BeitragVerfasst: Di, 04.09.2018 - 07:45 
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Zitat:
Wie hatten das bei meinen beiden Rehas in Sobi mind. 1x am Tag in der Gruppenstunde gemacht und diejenigen, die es nötig hatten, mussten es auch beim freien Üben machen. Mir fallen spontan zwei Übungen ein, die wird bis zum Krampf machen mussten: einmal den Käfer und einmal eine Übung mit dem Pezziball


Ich kann mich nicht erinnern, dass jemandem aus unserer Gruppe gesagt wurde "die und die Übung ist besonders wichtig für Dich". Das sollte eigentlich jedem gesagt werden welche Übungen für einen wichtig sind da unsereins die eigenen Defizite in der Regel nicht so bewusst sind. Wir sind ja die Patienten und keine Physiotherapeuten.

Zitat:
Das ist aber schädlich für den Rücken. Wie geschrieben habe ich sehr schnell Nackenschmerzen bekommen. Gibt es auch Übungen, für die der Rücken nicht so sehr benötigt wird? Ich habe im Internet eine Übung gesehen, wo man sich hinknien soll und die Arme seitlich nach vorne auf den Boden abstüzen und dann einfach den Bauch anspannen. Aber da kann man auch im Stehen den Bauch anspannen. So etwas halte ich für Schwachsinn.


Die Beine ausstrecken, übereinanderschlagen und langsam hoch und runter bewegen. Das Bein pro Satz nicht auf dem Boden ablegen. Das fordert die Bachmuskulatur sehr und der Rücken bleibt dabei auf der Matte.


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BeitragVerfasst: Di, 04.09.2018 - 09:52 
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Wie Tuberschub auch, wundere ich mich schon darüber, dass Schroth KG nicht die Bauchmuskulatur beanspruchen soll.
Bernd hat geschrieben:
Das, was ich inzwischen zusätzlich mache heisst Sit-Up bzw. Push-Up. Anleitungen dazu gibt es viele im Netz........
Die Beine ausstrecken, übereinanderschlagen und langsam hoch und runter bewegen. Das Bein pro Satz nicht auf dem Boden ablegen. Das fordert die Bachmuskulatur sehr und der Rücken bleibt dabei auf der Matte.

Also beim Sit Up rollt man sich in einen evtl. Rundrücken hinein, was natürlich dann nicht gut ist. Der Push up ist der Liegestütz und konzentriert sich auf Schulter-, Arm- und Brustmuskulatur. Beides ist etwas ganz anderes, als die letzte beschriebene Übung mit dem Rücken auf der Matte, was bei Rundrücken immer empfehlenswert ist.

Gruß
Klaus


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BeitragVerfasst: Mi, 05.09.2018 - 13:54 
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2017: BWS 42° LWS 38°
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Therapie: 1. Korsett Mai 2015
2. Korsett seit Februar 2016
Schroththerapie
1. Reha Bad Sobernheim März 2016
2. Reha Bad Sobernheim Nov./Dez. 2017
Hallo,

ich kann mich eigentlich nur anschließen, die Bauchmuskulatur wird bei den Schrothübungen sehr beansprucht. Ich kann mich an keine Übung erinnern bei der wir nicht angewiesen wurden den Bauch anzuspannen.
Zusätzlich haben wir einmal pro Tag in den Gruppenstunden speziell Bauchmuskeltraining gemacht (Käfer, die beschriebene Übung mit dem Pezziball geht aber auch mit den Reissäckchen, und noch viele mehr kann mich leider nicht genau an alles erinnern) wichtig war dabei immer, dass die Lendenwirbelsäule fest auf den Boden gepresst blieb.

Ich war mittlerweile zwei Mal in Soberheim und wurde das erste Mal in eine T-Gruppe eingeteilt das zweite Mal jedoch in eine L-Gruppe und muss sagen, dass in der L-Gruppe deutlich mehr Bauchmuskeltraining extra gemacht wurde. Kann aber auch daran liegen, das laut den Therapeuten allgemein der Fokus mittlerweile viel mehr auch auf den Bauchmuskeln liegt. Wollte ich nur erwähnt haben vielleicht haben andere ja ähnliches festgestellt bezüglich der Gruppen/Mustereinteilung.

Ich konnte aber auch nach beiden Rehaaufenthalten deutliche sichtbare und spürbare Unterschiede was die (Bauch)-Muskulatur angeht feststellen, was meiner Meinung nach zu sehr viel größerem Teil von den Schrothübungen kam als vom zusätzlichen Training.

Zuhause find ich es aber natürlich auch sinnvoll den Bauch extra zu trainieren, da man ja nicht mehr 6h Schroth am Tag macht :D

lg Julia


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BeitragVerfasst: Mi, 05.09.2018 - 21:36 
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Beiträge: 513
Alter: 31
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Skoliose, 4BH li,
bei Gradzahlen große Messabweichungen,
ca. th. 28°, lu. 35°
LL (L4/L5)
Therapie: Korsett als Jugendliche, damals auch allg. KG; jetzt Schroth und Spiraldynamik;
Reha: Aug/Sep 2011 in Bad Sobernheim, Mai/Jun 2016 in Bad Salzungen
Korsett: 2011-2014 Sanomed
seit 2015 CCtec
Also bei meinen Rehaaufenthalten in Sobi und Salzungen kam das stark auf den Trainer an.

In Sobi habe ich nur ein einziges Mal in der Gruppenstunde Bauchmuskelübungen gemacht - es gab aber andere Gruppen, die das dauernd gemacht haben.
In Bad Salzungen haben wir das gar nicht in der Gruppenstunde gemacht, es war aber beim Sequenztraining eine Bauchmuskelübung dabeim anche haben es auch beim Freien Üben noch gemacht. Da für mich persönlich Baumuskeltraining wichtig ist, um nicht so sehr ins Hohlkreuz zu fallen, habe ich immer zusätzlich für mich Übungen gemacht.
Beim Schroth spanne ich den Bauch etwas an (darauf wurde ich aber auch nur in Bad Salzungen hingewiesen, nicht in Sobi), aber es ist - zumindest bei mir - nicht so ein Training wie gezielte Bauchmuskelübungen.

Rehg hat geschrieben:
Das ist aber schädlich für den Rücken. Wie geschrieben habe ich sehr schnell Nackenschmerzen bekommen. Gibt es auch Übungen, für die der Rücken nicht so sehr benötigt wird? Ich habe im Internet eine Übung gesehen, wo man sich hinknien soll und die Arme seitlich nach vorne auf den Boden abstüzen und dann einfach den Bauch anspannen. Aber da kann man auch im Stehen den Bauch anspannen. So etwas halte ich für Schwachsinn.


Das klingt nach einer Liegestützposition, aber im Knien (also die leichtere Variante) - schwieriger wäre die Liegestützposition, wo nur die Füß aufgestellt werden, oder die Planke/Unterarmstütz. Ist das gemeint? Das wäre kein Schwachsinn, dabei wird der ganze Rumpf beansprucht. Dabei aufpassen, dass man nicht durchhängt, also nicht ins Hohlkreuz fällt (dafür den Bauch anspannen) - ist anstrengender als im Stehen, weil gegen die Schwerkraft gearbeitet wird. Für die seitliche Bauchmuskulatur das Ganze im Seitstütz.

Ansonsten fallen mir spontan folgende Übungen ein, bei denen der Nacken nicht beansprucht wird:
- Relativ leicht machbar (gute Einsteigerübung): auf den Rücken legen, Beine angewinkelt in die Luft (90 ° Winkel in der Hüfte und im Knie) und dann abwechselnd die Beine zum Boden führen, nur ganz kurz mit dem Fuß antippen und wieder zurück, der untere Rücken bleibt dabei die ganze Zeit auf dem Boden. Wenn das zu leicht ist: mit beiden Beinen gleichzeitig.
Wenn das immer noch zu leicht ist: Auf dem Rücken liegen, die Beine gestreckt in Richtung Decke heben (90 ° Winkel in der Hüfte). Abwechselnd ein Bein Richtung Boden (nicht aufsetzen) und zurück. Schwierigere Variante: mit beiden Beinen gleichzeitig. Auch hier gilt: Der untere Rücken muss immer auf dem Boden bleiben; wenn er anfängt, sich zu heben, dann nicht mehr tiefer mit den Beinen gehen. Die Arme können auch zur Unterstützung unterhalb des Beckens liegen, ansonsten einfach neben dem Körper.
- Weitere Übung: Gleiche Ausgangslage wie gerade beschrieben, auf dem Rücken liegen, Beine gestreckt Richtung Decke, Arme liegen nemen dem Körper. Gesäß langsam anheben und wieder senken. Die Bewegung kann minimal sein; wichtig ist, dass ohne Schwung gearbeitet und das Becken aus der Kraft der Bauchmuskeln gehoben wird.
- Weitere Übung für Bauch (und gleichzeitig auch Beine): Mountain Climber, einfach mal googlen.
- Es gibt für den unteren Bauch auch folgende Übungen: Sitzen, Beine leicht angewinkelt aufstellen, mit geradem Rücken zurücklehnen (je weiter, desto schwieriger). Jetzt die Beine vom Boden abheben. LEichte Variante: Angewinkelt in der Luft halten und mit den Armen auf dem Boden abstützen. Schwieriger: Arme auch loslassen (können zum Beispiel zur Seite ausgestreckt werden, um das Gleichgewicht besser zu halten). Noch schwieriger: Die Beine nicht angewinkelt, sondern gerade ausstrecken - je tiefer sie am Boden liegen (ohne diesen zu berühren), umso schwieriger. Ich persönlich kann diese Übungen nicht gut machen, ich bekomme davon Rückenschmerzen im unteren Rücken; aber da andere diese Probleme nicht haben, wollte ich es erwähnen. Es gibt das Ganz auch für die seitlichen Baumuskeln mit Drehung ("Russian Twist"), aber da muss man meiner Meinung nach mit Skoliose etwas aufpassen, dass man nicht zu sehr in Fehlhaltungen geht.

Ich mach auch häufig irgendwelche Variationen von Sit Ups oder Crunches, gerne auch den Käfer, aber sowas ist dann vermutlich wegen des Nackens nicht so geeignet für dich, wenn du da leicht Probleme bekommst.

Ich habe auch schon häufiger gefragt, ob es mit Skoliose ok ist, oder ob ich die Übungen irgendwie abwandeln muss wegen der Krümmung in der LWS, aber da habe ich von Physios (auch Schroth-Therapeuten) immer die Aussage bekommen, dass es dabei nicht um Schroth geht, sondern ich mich auf die Bauchmuskelübung konzentrieren soll und dass ich das so machen kann. Auch in Rehas und von Ärzten werden Übungen wie Käfer oder Unterarmstütz/Planke empfohlen.

Viele Grüße,
mick


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BeitragVerfasst: Do, 06.09.2018 - 17:40 
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Hallo,

die von mick genannten Bauchmuskelübungen kenne ich aus meinen Pilatesstunden.
Da gibt es auch englische Namen dazu, weil der Erfinder Joseph Pilates es ca. 1928 in New York für Tänzerinnen entwickelt hat. Die weiß ich jedoch nicht auswendig.
Du kannst ja bei youtube mal schauen, was da an ähnlichen Übungen gezeigt wird.

VG, Kuddelmuddel


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