Kann man Verschlimmerungen vorbeugen?

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No_Name1205
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Kann man Verschlimmerungen vorbeugen?

Beitrag von No_Name1205 » Di, 08.05.2018 - 11:12

Hallo zusammen :)

Ich hatte dies, fälschlicherweise wohl, schon im Vorstellungsforum geschrieben. Jetzt hoffe ich, bin ich diesmal an der richtigen Stelle.
Und zwar sieht es bei mir aktuell so aus:

Vor etwa einem Jahr war ich wegen Rückenbeschwerden beim Orthopäden, der mir erneut Skoliose (wurde in meiner vor 15 Jahren schon deswegen mit KOrsett behandelt), mit ca 15 Grad diagnostizierte, was ja zum Glück nicht sehr viel ist. Er meinte nur, da könne man jetzt nichts mehr machen und verschrieb mir zweimalig Krankengymnastik. Dort wurden mir die Verspannungen heraus massiert, was zwar angenehm war, mich aber mit meinem Problem nicht wirklich weiter brachte. Ich habe mich dann ein bisschen informiert und angefangen Sport zu machen, um meine Rücken-, Bauch- und Brustmuskeln zu stärken. Auch von "Geradehaltern" habe ich gelesen, das aufgrund von schlechten Rezensionen aber bleiben lassen.

Momentan habe ich folgende "Beschwerden":
- ständig Verspannungen im Bereich der Lendenwirbelsäule
- ständig Verpsannungen im Schulter/Nackenbreich, daher vermutlich meine häufigen Kopfschmerzen
- häufig schmerzhaftes Stechen im Bereich des rechten Schulterblattes
- einen verschobenen Brustkorb, die linke Seite nach vorne und die rechte Seite nach hinten
- nach vorne hängende Schultern

Jetzt wollte ich gerne wissen, ob jemand Rat oder Erfahrung hat, wird das im Alter mehr Probleme machen? Was hilft euch? Kann ich irgendwie Vorbeugen, dass das ganze nicht schlimmer wird? Gibt es irgendwelche Hilfsmittelchen oder sollte ich nochmal einen anderen Arzt suchen? Oder ist das nun jetzt einfach so und ich muss gucken, wie ich zurecht komme?

Liebe Grüße und vielen Dank schonmal für jegliche Rückmeldung :)

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Klaus
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Re: Kann man Verschlimmerungen vorbeugen?

Beitrag von Klaus » Mi, 09.05.2018 - 12:37

Hallo No_Name1205,
..oder sollte ich nochmal einen anderen Arzt suchen?
Ich denke, das ist die Frage, die am Anfang entscheidend ist.
Eine diagnostizierte 15 Grad Skoliose ist rein von der Gradzahl her tatsächlich harmlos. Entscheidend ist, wieviel Bögen die hat, wie hoch eine evtl. Verdrehung ist und ganz wichtig, gibt es möglicherweise noch andere Fehlstellungen, wie z. Bsp. Rundrücken oder/und Hohlkreuz. Es sollte also eine wirklich kompetente und vollständige Diagnose erstellt werden, zu der auch manuelle Untersuchungen zählen.
Ein Spezialist würde dies machen und insbesondere dann mögliche konservative Behandlungsoptionen vorschlagen, denn die gibt es auch für Erwachsene zur Verbesserung der Situation..
http://www.skoliose-info-forum.de/viewt ... =25&t=6472
Er meinte nur, da könne man jetzt nichts mehr machen und verschrieb mir zweimalig Krankengymnastik. Dort wurden mir die Verspannungen heraus massiert, was zwar angenehm war, mich aber mit meinem Problem nicht wirklich weiter brachte.
Es geht immer darum, die Ursache positiv zu beeinflussen und nicht das Symptom zu behandeln.
Ich habe mich dann ein bisschen informiert und angefangen Sport zu machen, um meine Rücken-, Bauch- und Brustmuskeln zu stärken.
Wenn die Diagnose unklar ist, macht das reine "Stärken" keinen Sinn. Oft ist es so, dass man damit die schlechte Rückensituation bestenfalls fixiert, aber in vielen Fällen leider noch weiter verschlechtert. Es geht da hauptsächlich um Verkürzungen der Strukturen.

Gruß
Klaus

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