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 Betreff des Beitrags: Haltungskorrigierende Kleidung
BeitragVerfasst: Mo, 19.03.2018 - 20:39 
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Hallo zusammen,

nach langer Abwesenheit melde ich mich wieder zurück :D

Ich bin vor ein paar Wochen über das Thema haltungskorrigierende Kleidung gestolpert und würde gerne dazu auch eure Meinungen mal hören.

Das Prinzip beruht auf dem der Kinesiotapes, deren Wirksamkeit aktuell nicht wissenschaftlich belegt ist.
Soweit ich das verstehe, sind in dem Material Verstärkungen eingearbeitet, die den Körper sozusagen in eine aufrechtere und gesünder Haltung "ziehen" sollen und wie eine zweite Haut anliegt.
Der Hersteller gibt offen zu, dass ein Wirkungsnachweis fehlt. Für mich macht jedoch das beschriebene Prinzip durchaus Sinn und erscheint logisch. Das Körpergefühl wird wahrscheinlich angesprochen.

Denkt ihr das wäre eine Alternative für diejenigen, die keine Korsett tragen können/wollen und trotzdem etwas im normalen Alltag tun möchten? Sozusagen als Gedankenstütze?

LG Der kleine Prinz

P.S. Ich stelle nicht in Abrede, dass ein Korsett momentan die effizienteste und wahrscheinlich auch beste Therapiemöglichkeit darstellt.

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:bindafür: Ich bin für mehr Simlies in der Welt :bindafür:


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 Betreff des Beitrags: Re: Haltungskorrigierende Kleidung
BeitragVerfasst: Mo, 19.03.2018 - 21:40 
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1.Korsett 5/12, Rahmouni
2.Kors. 8/13, Rahmouni
3.Kors. 12/14, mit Halsteil
4.Kors. 3/16, 2-Schaliges Rahmouni mit Halsteil
... probier es doch einfach aus. Dann bist du schlauer. ;)

Ich bin auch jahrelang, trotz Korsett, in Phasen mit extrem vielen oder sehr hartnäckig wiederkehrenden Blockaden immer wieder von meinen Physios getaped worden.
Ich bilde mir ein, dass das Tape die Deblockierung tendenziell schon gefestigt hat. Allerdings halte ich es für recht wahrscheinlich, dass das nur daran lag, dass ich durch das Tape ständig daran erinnert wurde, keine blöde Bewegung in dem Segment zu machen.
Das würde dafür sprechen, dass so ein Kleidungsstück die Haltung und die Bewegungen beeinflussen könnte. Allerdings fehlt ja der unmittelbare Halt an der Haut, der durch das Aufkleben entsteht.

Inzwischen habe ich beschlossen, mich nicht mehr tapen zu lassen, einfach weil ich diese zusätzliche Bewusstmachung meiner Einschränkungen nicht mochte. Dafür sorgt mein Korsett weißgott genug.

LG, Gaby


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 Betreff des Beitrags: Re: Haltungskorrigierende Kleidung
BeitragVerfasst: Mo, 19.03.2018 - 22:23 
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Hallo kleiner Prinz,

Ich schließe mich Gaby an. Natürlich wär das von der Intensität her etwas anderes als ein Korsett, aber trotzdem kann man das ausprobieren, auch wenn ein wissenschaftlicher Nachweis fehlt. Auch bei Erwachsenenkorsetten wird es mit dem wissenschaftlichen Nachweis schwierig... Übrigens habe ich kürzlich eine Erklärungsmöglichkeit (kein Nachweis, nur eine Mutmaßung) gelesen, dass die Wirkung vom Tapen mit der beeinflussung der darunter liegenden faszien zusammenhängen könnte. Also, nur weil die Wirkung bislang nicht belegt ist, heißt das nicht, dass es keinen Effekt haben könnte. Und Nebenwirkungen dürftest Du bei solcher Kleidung ja auch nicht haben, sodass es im schlimmsten Fall einfach nur verschwendetes Geld wäre.

Viele Grüße,
Mick


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 Betreff des Beitrags: Re: Haltungskorrigierende Kleidung
BeitragVerfasst: Di, 20.03.2018 - 13:32 
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Hallo kleiner Prinz,

Du warst in 2014 das letzte Mal hier und hast Du uns leider nie die konkrete Diagnose von Dr. von Liebe in München mitgeteilt. Auch zur REHA in Bad Sobernheim wolltest Du offensichtlich öffentlich nichts konkretes sagen. Ich hatte ein bischen den Eindruck, als wenn Dir die Motivation bei den Übungen fehlte. Insofern kann ich Deine Frage nach "Haltungskorrigierender Kleidung" auch so verstehen, dass Du nach eher passiven Maßnahmen suchst??

Gruß
Klaus


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 Betreff des Beitrags: Re: Haltungskorrigierende Kleidung
BeitragVerfasst: Mi, 21.03.2018 - 11:56 
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1.Korsett 5/12, Rahmouni
2.Kors. 8/13, Rahmouni
3.Kors. 12/14, mit Halsteil
4.Kors. 3/16, 2-Schaliges Rahmouni mit Halsteil
mick hat geschrieben:
dass die Wirkung vom Tapen mit der beeinflussung der darunter liegenden faszien zusammenhängen könnte.


Aber genau die Wirkung würde doch nur funktionieren, wenn der Tape-Effekt da ist. So eng kann man Kleidung doch garnicht machen, dass sie wie angeklebt sitzt. :lach:

LG, Gaby


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 Betreff des Beitrags: Re: Haltungskorrigierende Kleidung
BeitragVerfasst: Do, 22.03.2018 - 00:48 
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Therapie: OP: 1997 mit 13 Jahren Versteifung Th3 - L5 / Hessing-Klinik Augsburg; kaum Restgrade
Lego66 hat geschrieben:
Aber genau die Wirkung würde doch nur funktionieren, wenn der Tape-Effekt da ist. So eng kann man Kleidung doch garnicht machen, dass sie wie angeklebt sitzt. :lach:

Kompressionskleidung wie etwa zur Verwendung nach Verbrennungen oder bestimmten OPs etwa kann extrem eng sein. Mit "enger Kleidung" aus dem Alltag hat das nichts zu tun, eher noch mit Kompressionsstrümpfen vergleichbar. Der Vorteil, würde es helfen, wäre natürlich, dass es weniger als ein Korsett aufträgt (einen mitunter sogar noch schmäler erscheinen lässt als ohne) und Bewegungen zumindest, wenn nötig, mit einigem Kraftaufwand möglich wären, wo sie mit Korsett nicht möglich sind.

Ich bin da aber auch skeptisch :!: V.a., wenn die Möglichkeit gegeben ist, sich doch noch mit einigem Kraftaufwand dagegenzubewegen. Siehe u.a. auch Triac, wennauch anderes Funktionsprinzip.

Viele Grüße
Raven

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Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um so zu sein, wie andere mich haben wollen.
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 Betreff des Beitrags: Re: Haltungskorrigierende Kleidung
BeitragVerfasst: Do, 22.03.2018 - 22:54 
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2.Kors. 8/13, Rahmouni
3.Kors. 12/14, mit Halsteil
4.Kors. 3/16, 2-Schaliges Rahmouni mit Halsteil
... und man muss ja auch erstmal reinkommen in so eine Wurstpelle.
Da wären bei mir schon sämtliche Wirbel blockiert, bevor ich sowas überhaupt anhätte. :lach:


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 Betreff des Beitrags: Re: Haltungskorrigierende Kleidung
BeitragVerfasst: Fr, 23.03.2018 - 04:27 
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Lego66 hat geschrieben:
... und man muss ja auch erstmal reinkommen in so eine Wurstpelle.
Da wären bei mir schon sämtliche Wirbel blockiert, bevor ich sowas überhaupt anhätte. :lach:


Die Kompressionskleidung zum Tragen nach Verbrennungen hat entsprechende Verschlüsse. Z.B. Kompressionskleidung in Form einer Weste, die man normal wie jede geöffnete Weste überziehen kann, aber durch einen Reißverschluss oder mehrere Reißverschlüsse knalleng schließt. (Glücklicherweise selbst noch nicht benötigt!)

(Das Problem mit dem Anziehen zu enger Kleidung kenne ich aber auch :ja: Nicht beweglich genug, um reinzukommen, außer die letztendlich enge Kleidung lässt sich mit Knöpfen oder Reißverschlüssen öffnen, und wenn erstmal drin, nimmt die Kleidung noch mögliche Restbeweglichkeit. Seit Korsett und OP lieber Kleidung, die ja nicht noch Beweglichkeit nimmt. Aber wenn's sowas gäbe, ein korrigierendes "Leichtkorsett" das noch mehr Kleidung denn Korsett wäre, und das man ggf. zur Reduktion der Tragezeit eines echten Korsetts einsetzen oder eben dann tragen könnte, wenn ein Korsett ausgezogen werden müsste, wäre das schon gut *träum*)

Viele Grüße
Raven

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 Betreff des Beitrags: Re: Haltungskorrigierende Kleidung
BeitragVerfasst: Fr, 23.03.2018 - 08:41 
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Hüftdysplasie bds.
Therapie: "normale" KG; Schroth-Reha in Sobi 04.2011 und 12.2013; seit 11.2013 Korsett von CCtec -> Mitte 2014 wg. Hüft- und Knieproblemen samt OPs abgebrochen
Wenn die Kleidung für Skoliosepatienten einen Nutzen haben soll, dann müsste diese aber auch individuell angefertigt werden. Das stelle ich mir schon etwas schwierig vor. Ich denke, eine solche Kleidung kann dann auch lediglich als Erinnerungsstütze funktionieren und nicht im Sinne eines hochkorrigierenden Korsetts. Aber bei leichteren Fällen oder nach dem Abschulen des Korsetts oder zur Unterstützung der Schroth-Therapie könnte es ergänzend vllt. hilfreich sein. Wäre evtl. ne Marktlücke :D .

Grüßle,

Saphira

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Wer immer nur vom großen Glücke träumt, der findet nichts, weil er das kleine Glück versäumt.


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