Skoliose bei meiner Freundin

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Sofoniasz
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Skoliose bei meiner Freundin

Beitrag von Sofoniasz » Di, 13.02.2018 - 14:28

Als erstes möchte ich alle Mitglieder des Forums begrüßen und allen einen guten Tag wünschen.
Ich selber bin nicht betroffen, allerdings hat meine Freundin eine Skoliose. Meiner Meinung nach hat sie sich bei ihr verschlechtert, ihr Gang ist irgendwie merkwürdiger geworden. Dies ist mein subjektiver Eindruck, da ich kein Fachmann bin kann ich dies nicht beurteilen.
In ihrer Jugend wurde die Erkrankung vernachlässigt und nicht richtig therapiert. Da sie jetzt 25 ist, kann man angeblich nicht mehr viel machen. Ich habe schon im Forum etwas gelesen und es scheint, dass eine Korsetttherapie bei Erwachsenen doch etwas bringt.
Ich würde euch daher Fragen, ob ihr auch in der Umgebung von Hamburg gute Orthopäden kennt, die sich mit Skoliose bei Erwachsenen auskennen? Oder einen Arzt der gegenüber einem Korsett bei einem Erwachsenen zumindest nicht abgeneigt ist. Gibt es noch andere Therapiemöglichkeiten?

MfG
Sofoniasz

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Klaus
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Re: Skoliose bei meiner Freundin

Beitrag von Klaus » Di, 13.02.2018 - 18:20

Hallo Sofoniasz,
Ich würde euch daher Fragen, ob ihr auch in der Umgebung von Hamburg gute Orthopäden kennt, die sich mit Skoliose bei Erwachsenen auskennen?
Leider nicht, Berlin wäre die nächste Möglichkeit, s.a. hier:
viewtopic.php?f=25&t=6472

Gruß
Klaus

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Re: Skoliose bei meiner Freundin

Beitrag von Sofoniasz » Mi, 14.02.2018 - 11:48

Vielen Dank für den Link, wie es aussieht gibt es in der Umgebung Hamburg wirklich wenig Möglichkeiten. Zuerst müsste man wohl eine genaue Diagnostik machen. Bei ihr hat mal ein Arzt vor etlichen Jahren eine Skoliose festgestellt. Da sie damals mit ihren Eltern in einer polnischen Kleinstadt mit wenig Behandlungsmöglichkeiten wohnte und keine Schmerzen hatte, hat man dan Befund wohl ignoriert.
Wie es jetzt ist weiß niemand, nur dass sie Rückenschmerzen bei etwas längerem sitzen hat und ihr Gang etwas merkwürdig ist. Ursachen dafür kann es viele geben, ein guter Orthopäde müsste eine genaue Untersuchung machen.
Denke, dass man die Diagnostik wohl auch in Hamburg machen könnte, über 300km zu fahren um ein paar Röntgenbilder zu machen erscheint mir sinnlos. Falls die Skolise wirklich ernst sein sollte, könnte man sich noch immer überlegen ob man für die Behandlung nicht wo anders hinfahren sollte.
Oder wäre es vielleicht doch besser alles an einem Ort zu machen? Vielleicht noch eine Frage zu den Krankenkassen, machen sie Probleme wenn es ums Bezahlen von Therapiemöglichkeiten bei Skoliose im Erwachsenenalter geht? Welche Krankenkassen sind eher bereit etwas zu bezahlen, lohnt sich ein Krankenkassenwechsel?

MfG
Sofoniasz

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Re: Skoliose bei meiner Freundin

Beitrag von Sumimasen » Mi, 14.02.2018 - 13:34

Na ja, es ist aber so, dass Du beim Spezialisten gleich alles auf einmal hast und dann von einer guten Grundlage aus weiterdenken kannst. Alles andere würde ich als verlorene Zeit betrachten, denn Du musst Dich darum kümmern eine Röntgenaufnahme der gesamten Wirbelsäule zu erhalten und das bekommst Du nicht überall. Allein dafür wendest Du ja schon Zeit auf, die Du gleich anders investieren kannst. Und was manche Orthopäden dann für Einschätzungen abliefern kannst Du hier stundenlang nachlesen.
Wenn Ihr es tatsächlich mal genau und fundiert wissen wollt, fasst Euch ein Herz, nehmt Euch etwas Zeit und lasst es direkt professionell abklären. Dann wisst Ihr, womit Deine Freundin es zu tun hat.
Einen sonnigen Tag wünsche ich :)

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Re: Skoliose bei meiner Freundin

Beitrag von Amy400 » Mi, 14.02.2018 - 20:51

Meine Tochter hat gute Behandlung im AMEOS Klinikum Seepark in Geestland bekommen. Dort gibt es professionelle Spezialisten, die uns Hilfe gegeben haben.

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Re: Skoliose bei meiner Freundin

Beitrag von Klaus » Mi, 14.02.2018 - 22:44

Dann erzähl mal was zur Behandlung dort.
Auf der Homepage dieser Klinik kann ich nichts spezielles zu Fehlstellungen der Wirbelsäule entdecken.

Gruß
Klaus

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Re: Skoliose bei meiner Freundin

Beitrag von Sofoniasz » Fr, 16.02.2018 - 15:08

Vielen Dank für die Tipps

Wir werden alles noch Mal in Ruhe besprechen. Zuerst einmal muss man alles untersuchen, vielleicht stellt sich heraus, dass alles doch nicht so schlimm ist und Krankengymnastik ausreichen wird.
Ich habe auch gelesen, dass es im St.Georg Krankenhaus hier in Hamburg ein Wirbelsäulenzentrum mit einer Skoliosesprechstunde gibt. Auf der Seite des Krankenhauses steht, dass auch Erwachsene behandelt werden. Die Ärzte sollen zudem mit denen im Bad Sobernheim zusammenarbeiten. Leider weiß man nicht wie sehr sie auf OPs fixiert sind. Kann sein, dass den meisten Patienten zu einer OP geraten wird. Bringt auch am meisten Geld.
Nach Möglichkeit wollen wir jedoch eine konservative Behandlung, hoffe dass die Krankenkasse keine Probleme machen wird.
Falls wir mehr wissen werden, werde ich hier weiter berichten.

MfG
Sofoniasz

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Re: Skoliose bei meiner Freundin

Beitrag von Klaus » Fr, 16.02.2018 - 20:09

Hallo Sofoniasz,
Zuerst einmal muss man alles untersuchen, vielleicht stellt sich heraus, dass alles doch nicht so schlimm ist und Krankengymnastik ausreichen wird.
Deswegen gibt es doch den Tipp mit den Spezialisten, weil die am besten einschätzen können, welche konservative Therapie was bringen könnte.
Ich habe auch gelesen, dass es im St.Georg Krankenhaus hier in Hamburg ein Wirbelsäulenzentrum mit einer Skoliosesprechstunde gibt. Auf der Seite des Krankenhauses steht, dass auch Erwachsene behandelt werden.
Das war mal eine Möglichkeit bei Prof. Dr. Niemeyer, der die konservative Therapie auch auf Erwachsene ausdehnen wollte. Die Erfahrungsberichte haben aber leider etwas anderes gesagt und Dr. Niemeyer hat dann auch nur Personen bis 20 Jahre behandelt. Im Oktober ist er nach Wiesbaden gegangen.
Leider weiß man nicht wie sehr sie auf OPs fixiert sind. Kann sein, dass den meisten Patienten zu einer OP geraten wird. Bringt auch am meisten Geld.
Davon kannst Du bei Erwachsenen ausgehen.
Nach Möglichkeit wollen wir jedoch eine konservative Behandlung,
Genau deshalb gibt es die Empfehlungen, damit man nicht noch mehr Zeit verliert, was auch zu Frust führen kann.
hoffe dass die Krankenkasse keine Probleme machen wird.
Zunächst ist das in der Regel kein Problem, es kommt hier auch sehr auf die Diagnose an (bei Skoliose über 50 Grad unbegrenzte Verordnung von KG) und bei der Bewilligung einer REHA und eines evtl. Korsetts auf eine gute Begründung.

Gruß
Klaus

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Re: Skoliose bei meiner Freundin

Beitrag von Sofoniasz » So, 18.02.2018 - 08:26

Nochmals Danke
Habe mir die die Tipps nochmals durchgelesen, wenn man schon hinfahren würde, dann wäre wohl Bad Sobernheim wohl die beste Alternative.
Ich hätte dazu noch einige Fragen, braucht man zur Untersuchung eine Überweisung? Ich kann mir vorstellen, dass die Untersuchung und Erstellung einer Therapie länger dauern wird.
Wird man dort gleich Stationär aufgenommen oder muss man sich ein Hotel in der Nähe mieten?
Welche Voraussetzungen werden für eine Aufnahme benötigt und muss vorher die Krankenkasse zustimmen? Meine Freundin ist bei der TK.

Freundliche Grüße
Sofoniasz

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Re: Skoliose bei meiner Freundin

Beitrag von Klaus » So, 18.02.2018 - 10:41

Hallo Sofoniasz,

bei den Spezialisten handelt es sich grundsätzlich um eine ambulante Sprechstunde, zu der man nur eine Chip Karte braucht.

Gruß
Klaus

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