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BeitragVerfasst: Fr, 29.12.2017 - 18:01 
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Diagnose: Skoliose, abgenutzte Wirbel und Morbus Scheuermann
Hallo Zusammen

Ich habe mich heute neu angemeldet und möchte mich in der nächsten Zeit durch die Beiträge lesen.

Meine Geschichte mit Rückenproblemen fängt mit 7 Jahren an. Ich war lange in der Rückenschule, weil ich zu schnell gewachsen bin und daher Blockaden in der Wirbelsäule hatte.

Im 2012 hatte ich einen schweren Autounfall mit gebrochenen Rippen und angebrochenem Becken. Soweit aber alles gut verheilt. Damals wurden in der Bws bereits abgenutze Wirbel (10 und 11) sowie eine leichte Skoliose diagnostiziert.

Seit September diesen Jahres habe ich beim Sitzen vermehrt Atemnot und Brennen im Brustkorb. Ich arbeite im Büro, sitze viel, und auch falsch.
Zuerst wurde mal Herz, Lunge und Blut getestet. Kein Infarkt, nichts an den Lungen, keine Thrombose, Schilddrüsenwerte okay. Die Atemnot blieb, das Brennen auch. Eine Magenspiegelung blieb auch ohne Befund. Dann kam ich zu einem Chiroprakiker und danach hatte ich extrem starke Rückenschmerzen und das Brennen und die Atemnot blieb. Gerade beim Sitzen oder Autofahren eine Qual!

Eine Osteopathin meinte, dass ich total verspannt sei und versucht nun Blockaden zu lösen. War jetzt 4x da und der Rücken scheint geöster. Brennen ist besser. Atemnot noch immer phasenweise.

Nun hatte ich gestern ein Mrt und auch dort steht wieder etwas von Skoliose (habe den Bericht noch nicht vorliegen vom Arzt) und die HÄ erwähnte auch, dass es sich laut Bilder und Radiologenbericht um Morbus Scheuermann handelt.
Meine Hausärztin meinte aber, dass das meine Schmerzen nicht erklärt und schon gar nicht die Atemnot, die ich im Sitzen habe.

Wenn ich aber über Skoliose und Scheuermann lese,kommt Atemnot doch auch immer wieder vor.. und auch das Brennen im Rücken, oder täusche ich mich?

Könnt ihr mir etwas dazu sagen? Was kann ich noch machen? Kriege Krankengymnastik in Form von Physio und habe mir auf eigene Faust eine Osteopathin gesucht.

Liebe Grüsse aus der Schweiz
Lacrima


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BeitragVerfasst: Sa, 30.12.2017 - 11:54 
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Hallo Lacrima,

willkommen im Forum.

Die Behandlung von Fehlstellungen der Wirbelsäule ist leider auch sehr vom Land abhängig ist, in dem man wohnt.
Deshalb habe ich mal Deinen Thread Titel um den Begriff Schweiz erweitert, damit die Antworten gezielter kommen.

Bei Skoliose und Morbus Scheuermann frage ich immer nach, ob nicht möglicherweise auch Rundrücken oder Hohlkreuz vorliegen könnte, auch wenn das eher bei Männern vorkommt.

Grundsätzlich sollte es eine komplette Diagnose mit entsprechenden Winkelgraden aufgrund einer Röntgenaufnahme der gesamten Wirbelsäule von vorn und von der Seite geben. Ein MRT wird im Liegen angefertigt, was die Situation verfälschen kann. Dann ist ganz entscheidend, wieviel praktische Erfahrungen der Arzt hat, was auch in Deutschland ein großes Problem ist. s.a. hier:
viewtopic.php?f=25&t=6472
Die auftretenden Symptome können so unterschiedlich sein, dass man hier im Forum einfach keine eindeutigen Zuordnungen machen kann. Es ist aber so, dass Fehlstellungen der Wirbelsäule die Struktur (Muskeln, Bänder und Sehnen) so überlasten kann, dass Blockaden und Verspannungen die Folge sein können. Löst man die ostheopatisch, erreicht man in der Regel nur eine temporäre Entlastung, weil die Ursache (Fehlstellungen) ja weiter bestehen bleibt.

Deswegen muss man gezielter vorgehen, z. Bsp. mit spezieller KG nach Katharina Schroth und/oder korrigierendes Korsett. Viele Schweizer nutzen dafür den Dr. Hoffmann in Stuttgart. Wenn Du die Forumssuche mit dem Begriff "Schweiz" nutzt, bekommst Du jede Menge sicherlich auch hilfreiche Ergebnisse. Der Begriff "Zürich" macht auch Sinn, wenn Du in der Nähe wohnst.

Gruß
Klaus


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BeitragVerfasst: Sa, 30.12.2017 - 13:47 
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Hallo Klaus

Danke Dir für deine Tipps.

Das Hohlkreuz und dazu eine zu flache Bws wurde bereits vom Rheumatologen diagnostiziert. Die Bilder will ich auf jeden Fall noch machen und denke, der Rheumatologe sollte sich die MrT Bilder anschauen und dann werde ich bei ihm das mit den kompletten Wirbelsäulen-Röntgenbildern einfordern. Denke die Hausärztin hat da zu wenig Ahnung von.

Ich muss dazu sagen, dass ich trotz der Beschwerden seit 3 Monaten, noch nicht intensiv mit Kg begonnen habe, ich konzentriere mich in Moment aufs Dehnen und hab mir jetzt ein Blackroll und Faszienset bestellt. Habe mit einer zu grossen Rolle begonnen und das war eher kontraproduktiv.
Ich kann daher also nicht sagen, dass ich es mit Training nicht besser in den Griff bekommen würde. Aber wenn man Schmerzen und Atemnot hat, ist man auch nicht motiviert und rutscht gerne mal in die Depression ab.
Vor allem die Angst, dass es etwas mit dem Herzen sein könnte etc. Trägt alles dazu bei.

Ich hoffe, mein Rheumatologe mit BwS Spezialgebiet (und manuellem Studium) kann da weiterhelfen.

Grüsse
Lacrima


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BeitragVerfasst: Sa, 30.12.2017 - 20:47 
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Osteochondrose
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multiple Blockaden
Therapie: MT, KG, Osteo.
1.Korsett 5/12, Rahmouni
2.Kors. 8/13, Rahmouni
3.Kors. 12/14, mit Halsteil
4.Kors. 3/16, 2-Schaliges Rahmouni mit Halsteil
Hallo Lacrima,

Lacrima hat geschrieben:
Denke die Hausärztin hat da zu wenig Ahnung von.

Darauf würde ich definitiv wetten!
Lacrima hat geschrieben:
Meine Hausärztin meinte aber, dass das meine Schmerzen nicht erklärt und schon gar nicht die Atemnot, die ich im Sitzen habe.

Denn das ist definitiv Blödsinn. Sie hat offensichtlich einfach keine Erfahrung auf dem Gebiet.

All die Symptome, die du beschreibst, kenne ich so auch. Und sie sind nicht ungewöhnlich, wenn man deine Vorgeschichte, die Diagnose und die Sache mit dem Unfall bedenkt.

Klaus hat dir ja schon den Wegweiser gegeben, wie du vorgehen solltest. Dr. Hoffmann ist bestimmt in deinem Fall eine gute Idee. Je eher du die Sache professionell angehst, desto besser.

Die Physio-Therapie betreffend bist du ja schon auf einem ganz guten Weg. Manualtherapie, Osteopatie und Muskelentspannung sind sicher das Richtige. Allerdings wären sie noch wesentlich zielgerichteter mit einer anständigen Diagnose von einem Facharzt. Dr. Hoffmann kann dir sicher auch sagen, ob er Schroth für dich für geeignet hält. Mir hat er davon abgeraten, ich habe es trotzdem versucht und musste feststellen, dass es für mich nicht das Richtige ist. Und der Grund sind meine multiplen Blockaden, die abgeflachte BWS durch den atypischen Scheuermann und die Muskelverkürzungen. Das hört sich für mich so an, als sei das bei dir eine ganz ähnliche Situation. Bis hin zu dem Unfall...

Lacrima hat geschrieben:
Ich muss dazu sagen, dass ich trotz der Beschwerden seit 3 Monaten, noch nicht intensiv mit Kg begonnen habe,

Gut so. Denn du brauchst erst eine Diagnose! Der Schuss würde ziemlich sicher nach hinten losgehen.
Lacrima hat geschrieben:
Vor allem die Angst, dass es etwas mit dem Herzen sein könnte

Das glaube ich eher nicht. Mach dich nicht verrückt, das ist typisch für Wirbelblockaden in der BWS. Mein Lungenvolumen war während der Reha in Salzungen bei 70% und meine leichte Skoliose und der komische Scheuermann mit den "fehlenden Rundrücken" schied als Grund augenscheinlich aus. Heute weiß ich, dass die Symptome eine der Auswirkungen der Wirbelblockaden mit Rippenbeteiligung waren. Die sind noch viel heftiger, als normale Wirbelblockaden. Geholfen haben mir regelmäßige Manualtherapie, Osteopatie und Dorn-Therapie, sowie Muskelentspannung.

LG, Gaby


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BeitragVerfasst: So, 31.12.2017 - 10:54 
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Hallo Gaby

Danke für deine Antwort.
dein Beitrag hat mir gut getan.
Ich weiss auch ehrlich gesagt nicht, ob ich den Unfall vom 2012 damit in Verbindung bringe. Ich hatte 5 Jahre keine Beschwerden. Und dann wie angeschmissen die Atemnot und das Brennen im Sitzen. Und erst nur im Sitzen.

Momentan merke ich Atemnot und Brennen vor allem gegen Nachmittag, Abends. Am Morgen fühle ich mich einfach steif und habe hinten beim Übergang zwischen BwS und LWs Schmerzen. Auch beim Einatmen merke ich die Rippenbögen in Form von ziehen. In Bewegung ist es meistens sehr gut.

Der flache obere Teil der Rücken gepaart mit dem Hohlkreuz, das eohl auch etwas zu weit oben angesiedelt ist, macht es wohl nicht einfacher.

Was hattest du denn für Erstymptome und wie hast du die Atemnot in den Griff gekriegt?
Denn das finde ich das schlimmste. Der Lungentest, wo man in das Röhrchen blässt und das Röntgen der Lungen zeigte an, dass alles normal sein solle. Das verunsichert noch mehr.

Würde mich freuen, von Dir mehr zu lesen, da es ja von der Anatomie ganz ähnlich klingt.

Liebe Grüsse
Jasmin


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BeitragVerfasst: Mo, 01.01.2018 - 17:27 
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Hallo Jasmin,

jeder Unfall dieser Art ist ein Trauma für die WS bzw. die angrenzenden Gelenke. Und dazu gehören auch die Rippengelenke. Sowas bleibt immer ein Schwachpunkt im Körper.

Dass die Probleme nun so plötzlich anfangen, ist auch typisch für Blockaden. Es ist dann schwer rauszufinden, was der Auslöser war. Denn nach so einem Trauma reicht oft eine unbedeutende Kleinigkeit aus, um das filigrane Gleichgewicht aus den Fugen zu bringen, das der Körper aufgebaut hat, um diesen Schwachpunkt zu kompensieren.
Meiner Erfahrung nach passt alles, was du beschreibst, genau zu den Symptomen von Wirbel/Rippenblockaden. Sogar das veränderte Empfinden über den Tag.

Die Sache mit den multiplen Blockaden hat bei mir auch nach einem Auffahrunfall begonnen. Die extremen Probleme, die weit über ein Schleudertrauma hinausgingen, konnte sich damals keiner der Ärzte erklären. Niemand hat den Zusammenhang gesehen zu meiner abgeflachten, instabilen WS.
Durch den Scheuermann und die damit verbundenen Schmorlschen Knötchen sind die Bandscheiben, und damit die Wirbelzwischenräume, zu schmal. Daher kann die WS keinerlei Stöße und abrupte Bewegungen abfangen. Das Ergebnis nach so einem Unfall sind schwere Blockaden, die sich unbehandelt nicht mehr von alleine lösen, da die Muskulatur als Schutzmechanismus gegen die Schmerzen vollkommen verhärtet.
Und schwupps hat man ein chronisches Problem. Blockaden-Schmerzen-Muskelverhärtung-Noch mehr Blockaden-Noch mehr Schmerzen… usw. Ein Teufelskreis.

Damals habe ich monatelang nur gelegen und Spritzen gegen die Schmerzen bekommen und intravenöse Muskelentspannungsmittel. Die haben kurz geholfen und dann wurde es noch schlimmer, weil die alten Blockaden ja noch da waren und wegen der künstlichen Muskelentspannung sogar noch mehr Blockaden dazu kamen. Heute weiß ich, dass die Ärzte damit in jeder Hinsicht völlig danebenlagen.
Das Problem habe ich erst über zwanzig Jahre später wirklich in den Griff bekommen. Zum einen durch das Korsett, aber eben auch durch regelmäßige Manualtherapie, Dorn-Therapie zum Lösen der Blockaden, Muskelentspannung über regelmäßige Physio und auch Osteopatie in etwas größeren Abständen. Und auf Anweisung von Dr. Hoffmann soll ich keinerlei Muskelaufbau betreiben. Gegen die gängige Lehrmeinung hat diese Kombi bei mir unglaubliches bewirkt. Nach fünf Jahren geht es mir inzwischen wesentlich besser. Inzwischen gehe ich sogar zum Gesangsunterricht, nicht zuletzt weil das ein sehr gutes Training für die Atmung und das Lungenvolumen ist. Das wäre vor drei Jahren noch undenkbar gewesen. Da konnte ich keinen längeren Satz sagen, ohne zwischendurch dreimal nach Luft zu schnappen.

Vielleicht liest du am besten mal meinen inzwischen ziemlich langen Threat:
http://www.skoliose-info-forum.de/viewtopic.php?f=5&t=29613
Da wirst du dich vielleicht an der ein oder anderen Stelle wiederfinden.

LG, Gaby


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BeitragVerfasst: Di, 02.01.2018 - 17:43 
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Diagnose: Skoliose: hochthorakal 15°, thorakolumbal 19°;
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Therapie: "normale" KG, Schroth-Reha in Sobi 04.2011 und 12.2013; Triple-Osteotomie rechte Hüfte 12.2011; seit 11.2013 Korsett von CCtec
Hallo Jasmin,

ich kann dem, was Gaby dir geschrieben hat nur zu 100% zustimmen. Ich kenne das mit den Blockaden auch nur zu gut. Meist habe ich diese zwar in der LWS, ab und an allerdings doch auch mal in der BWS. Dann habe ich teilweise das Gefühl, als hätte ich eine Schraubzwinge um den Bruskorb :rolleyes: . Herz und Lunge sind bis auf Asthma in Ordnung. Und ich merke dann deutlich, wie es wieder besser wird, wenn diese Blockaden gelöst sind. Mich wundert allerdings auch, dass vielen Ärzten solche Zusammenhänge noch nicht bekannt sind :rolleyes: . Ich habe das Glück, da einen ganz guten Physiotherapeuten zu haben, der da immer ganzheitlich drauf schaut und mir schon öfter sanft die eine oder andere Blockade lösen konnte und mir auch Tipps und Übungen zeigen konnte, damit diese nicht so schnell wieder kommen ;) .

Und das mit den Blockaden nach nem Autounfall, da kann ich leider auch ein Lied von singen :rolleyes: . Ich hatte vor 2 Jahren einen eigentlich nicht ganz so schlimmen Autounfall. Ich stand und mir fuhr von seitlich links hinten ein anderes Auto drauf. Meine Skoliose ist lumbal rechtskonvex und somit ging die Kraft des Aufpralls genau in mein Krümmungsmuster rein :rolleyes: . Das Ergebnis waren höllische Rückenschmerzen, die zeitverzögert etwa 1 Stunde nach dem Unfall begannen und zunehmend schlimmer wurden. Ich bin dann ins Krankenhaus, in dem ein junger Assistenzarzt auf dem Röntgenbild meine wegen der Skoliose verdrehten Wirbel an einer Stelle als Wirbelkörperfraktur fehlinterpretierte :rolleyes: . Folglich lag ich dann insgesamt 3 Tage im Krankenhaus, bis die Wirbelfraktur durch ein MRT ausgeschlossen werden konnte. Die Schmerzen blieben. Die haben sich am Ende auch als fiese Blockade beinahe aller Wirbel herausgestellt. Mein Physio brauchte damals fast 2 Wochen, bis er da alles nach und nach wieder gelöst hatte. Anfangs konnte ich nur mit Krücken laufen, weil ich schief daherkam und nicht gerade und aufrecht laufen konnte :rolleyes: . Aber danach war's dann echt gut und ich hatte eigentlich bis jetzt keine nennenswerten Rückenschmerzen und Blockaden mehr ;) .

Es ist also schon erstaunlich, was solche Blockaden alles auslösen können. Ein ehemaliger Kommilitone von mir ist mal mit Symptomen eines Herzinfarktes notfalmäßig ins Krankenhaus. Das hatte sich bei ihm dann letztendlich auch als fiese Wirbelblockade herausgestellt. Bei akut auftretenden Symptomen würde ich dennoch lieber das Ganze schnellstmöglich beim Arzt oder in einer Klinik abklären lassen. Bei schon länger andauernden Sachen sollte es trotzdem auch abgeklärt werden.

Ich wünsche dir alles Gute.

Grüßle,

Saphira

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Wer immer nur vom großen Glücke träumt, der findet nichts, weil er das kleine Glück versäumt.


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BeitragVerfasst: Di, 02.01.2018 - 23:03 
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Hallo meine Lieben

Gaby, ich bin am Durchlesen deines Threads. Da kommen bei dir ja einige Baustellen zusammen.. jesses. Da ist die skoliose ja noch das kleinere Problem, oder? Wenn ich deinen Erstbefund so lese. Und dann die multiplen Blockaden etc!

Saphira, ja, ich bin bereits seit Ende September am Abklären. Was ich aber nach wie vor nicht verstehe, auch du schreibst von deinen Blockaden, die ja gerade nach dem Auffahrunfall auch sehr heftig waren. Und dass du sie in zwei Wochen in den Griff gekriegt hast.

Ich war beim Chiropkraktiker und danach gings mir schlechter.
Meine Physiotherapeuting massiert und zeigt mir Mobilisationsübungen.. danach ust die Atemnot immer schlimmer. Das selbe mit der Osteopathin, die wohl nach und nach einiges löst..es fühlt sich aber immer noch gleich an.

Bin ich zu ungeduldig? Ich will doch nur, dass die Atemmot endlich weg geht. Liege ich nachts im Bett ist es meist gut. Bewege ich mich und setze mich lange gehts los.

Morgen habe ich kurzfristig einen Termin bei meinem Rheumatologen (der auf Wirbelsäulenkrankheiten spezialistiert ist. Und ich werde ihn sicher auf die Röntgenbilder im Stehen ansprechen und schauen, ob er mir noch einen Ultraschall der Organe organisieren kann. Denn langsam habe ich Angst, dass es nicht (nur) der Rücken ist.

Grüsse
Jasmin


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BeitragVerfasst: Mi, 03.01.2018 - 08:34 
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Hallo Jasmin,

von Chiropraktik kann ich dir nur dringendst von abraten! Damit macht man, gerade wenn Fehlstellungen der Wirbelsäule vorliegen, nur alles noch schlimmer :rolleyes: . Die Erfahrung musste ich auch mal machen, als mein alter Orthopäde und Chiropraktiker meinte, mich einrenken zu müssen :rolleyes: . Danach hatte ich die schlimmsten Rückenschmerzen meines Lebens und dieser Orthopäde hatte mich da das letzte mal gesehen. Mein Physio mobilisiert sanft. Gerade bei akuten Blockaden darf man nicht mit Hauruck und großem Gekrache oder zu viel Druck drangehen. Sonst wird das Ganze nur eher schlimmer. Man muss vorsichtig mobilisieren und dehnen. Leider ist es nicht so einfach, einen guten und für sich geeigneten Physiotherapeuten zu finden. Da habe ich echt Glück mit meinem ;) . Ich hab allerdings auch schon einige ausprobiert und bei einer konnte ich danach schier nicht mehr von der Liege aufstehen und hatte ne Fußheberschwäche :rolleyes: .

Grüßle,

Saphira

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BeitragVerfasst: Mi, 03.01.2018 - 15:18 
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Hallo Saphira

Ja, das mit dem Chiropraktiker ist mir nun auch klar. War definitiv der falsche Weg.

Ich habe nin die MRT-Auswertung hier.

Rechtskonvexr Skoliose mit Scheitel BWK 6. normale Kyphose.

Keinerlei Druck auf Spinalkanal.

Man hat aber bei BwK 8-11 bein ende Diskusdehydratation und Abschlissirregularitäten vereinbar mit einer abortiven Form eines Morbus Scheuermann gefunden. An den BWKs auch flache Diskusprotrusionen ohne Nervelwurzelkompromittierung.
Und dann am BWK 7 und 8 ein Knochenödem. Es steht zwar gering aber auf dem Bild war es recht gross und vor allem auch noch entzündlich verändert. Am BWK 12 eine Verfettung, also eine alte abgeheilte Entzündung.

Der Arzt will jetzt erstmal die Entzündung mit Antirheumatika bekämpfen und hofft dann, dass die Atemnot damit auch weggeht. Da ich immer schon von Brennen im Brustkorb berichte meint er, dass genau dieses Ödem (inferior) also direkt zum Brustbein zieht, denn gegen hinten ist alles in Ordnung und das Knochenmark nirgends betroffen.

Also nehme ich jetzt eine Woche die Medikamente (Naproxen) und hoffe irgendwie, dass es damit bessern kann.
Die Skoliose sei laut ihm nicht tragisch und kann in dem Ausmass keinen Einfluss auf die Atmung haben. Ich hoffe, es ist der richtige Weg.

Grüsse
Jasmin


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BeitragVerfasst: Do, 04.01.2018 - 10:06 
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1.Korsett 5/12, Rahmouni
2.Kors. 8/13, Rahmouni
3.Kors. 12/14, mit Halsteil
4.Kors. 3/16, 2-Schaliges Rahmouni mit Halsteil
Hallo Jasmin,

Lacrima hat geschrieben:
Ich habe nin die MRT-Auswertung hier.

Rechtskonvexr Skoliose mit Scheitel BWK 6. normale Kyphose.


Eine Kyphose kann man mittels MRT nicht wirklich beurteilen. Das kann man nur bei einer WS-Ganzaufnahme im Stehen! Und die sollte ein absoluter Profi vermessen und beurteilen!

Lacrima hat geschrieben:
abortiven Form eines Morbus Scheuermann

Das heißt, dein Scheuermann sitzt an einer ungewöhnlichen Stelle! Ein atypischer Scheuermann macht die Sache nicht gerade unkomplizierter, weil sowas gerne unterschätzt wird. Gerade dann, wenn die WS dadurch abgeflacht ist, und/oder wenn der Scheitel für Kyphose oder Lordose an der falschen Stelle sitzt.

Den Rest kann ich nicht beurteilen, aber es hört sich so an, als ob du auf jeden Fall mal bei Dr. Hoffmann einen Termin vereinbaren solltest!!!
So, jetzt hab ich es oft genug gesagt. ;) Du bist alt genug um zu entscheiden, ob du weiter im Trüben fischen willst, oder dir endlich da Rat holen willst, wo man weiß wovon man spricht.

LG, Gaby


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BeitragVerfasst: Do, 04.01.2018 - 10:26 
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Hallo Gaby

Uch habe das mit dr Hoffmann natürlich zur Kennnis genommen.
Ich weiss einfach nicht wie ich das organisieren soll. Es ist doch recht weit weg von meinem Wohnort und mit Kleinkind und Job nicht einfach zu organisieren.
Darum bin ich noch unsicher. Vor allem weil im Moment die Therapie der Atemnot an erster Stelle steht und die ja schlecht mit der Skoliose zu tun hat. Dafür ist sie zu wenig ausgeprägt.

Aber ich bleibe dran und suche gerade nach einem Spezialisten in der Schweiz. In Bern oder Zürich soll es ja auch Ärzte geben, die darauf spezialisiert sind.

Grüsse
Jasmin


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BeitragVerfasst: Do, 04.01.2018 - 10:30 
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Und zum Wort abortiv. Ich habe eher verstanden, dass es eine abgekürzte, milde Form ist, da nur wenige Wirbel betroffen sind.


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BeitragVerfasst: Do, 04.01.2018 - 15:10 
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Hallo Jasmin,

Zitat:
Aber ich bleibe dran und suche gerade nach einem Spezialisten in der Schweiz. In Bern oder Zürich soll es ja auch Ärzte geben, die darauf spezialisiert sind.

Meinst Du damit ein Ergebnis der Suchfunktion des Forums?
Hier im Forum geht es in erster Linie um die konservative Therapie und da tun sich die Ärzte bei Erwachsenen sehr schwer!
Bei den Berichten wird das nicht immer deutlich, wenn ein User von einem Spezialisten berichtet. Insbesondere das Alter spielt eine große Rolle. Wird bei Kindern und evtl. noch Jugendlichen viel Konservatives unterstützt, sieht das bei Erwachsenen ganz anders aus.

Beispiel:
viewtopic.php?p=1014917#p1014917:
Zitat:
Ich kann Dir in Zürich Dr. Böni empfehlen, er hat auch Kompetente Korsettechniker. http://www.balgrist.ch/desktopdefault.a ... 9/start-b/
Vom Bern nach Zürich ist nicht so weit wie vom Luzern nach Stuttgart zum Rahmouni, wo wir seit Jahren hinfahren.

Auf den ersten Blick eine Empfehlung für Dich, aber davor steht:
Zitat:
Vor Jahren ging es mit der Behandlung von unserer Tochter in der CH ähnlich, aber bei Dir ist es jetzt nicht wichtig welcher Arzt was gesagt hatte, sondern dass Dich ein Kompetenter Arzt untersucht und einen gut Korrigierenden Korsett verordnet.


Auch beim Dr. Klöckner in Zürich, der immer wieder als tatsächlicher Spezialist auftaucht, muss man im Detail aufpassen. Ein Erwachsenen- Korsett sieht er wohl skeptisch, was natürlich auch dazu führt, dass entsprechende Korsette wenig bis gar nicht angefertigt werden. Damit die wirklich gut sind, braucht es aber viel Erfahrung, die einfach fehlt.

Gruß
Klaus


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BeitragVerfasst: Do, 04.01.2018 - 17:07 
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Danke Dir Klaus

Nein, ich habe ausserhalb des Forums gesucht.
Es gibt in der Hirslandenklinik und im Claraspital wohl Spezialisten für Skoliose bei Erwachsenen. In Basel werden dort auch spezielle Schroth-Therapien angeboten. Ob da schon Erfahrungen vorhanden sind aus dem Forum, habe ich noch nicht überprüft.

Mein Rheumatologe hat mich nochmals hin bestellt zwecks Blut und Stuhltest. Ich denke ihm gefällt die Entzündung der Brustwirbe nicht wirklich und klärt das nun ab.

Denke bevor ich in Sachen Skoliose nun weitermachen kann, muss ich da die Ergebnisse abwarten. Irgendwie habe ich im Moment nur noch Angst.


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BeitragVerfasst: Do, 04.01.2018 - 20:18 
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Hallo Jasmin,

Zitat:
Es gibt in der Hirslandenklinik und im Claraspital wohl Spezialisten für Skoliose bei Erwachsenen.

Wie schon gesagt, man muss genau nachfragen, ob es um konservative Therapie geht. Meistens wird eine OP angeboten.
Zur Hirselandklinik in Aarau gibt es nur eine Anmerkung zur Therapie nach Hanke, was kein Schroth ist. Zum Claraspital gibt es nichts.

Gruß
Klaus


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BeitragVerfasst: So, 07.01.2018 - 19:30 
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Es hört sich schon nach konservativer Therapie an:

https://www.claraspital.ch/medizinische ... etherapie/


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BeitragVerfasst: So, 07.01.2018 - 21:02 
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1.Korsett 5/12, Rahmouni
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Hallo Jasmin,

[quote="Lacrima"] Vor allem weil im Moment die Therapie der Atemnot an erster Stelle steht und die ja schlecht mit der Skoliose zu tun hat. Dafür ist sie zu wenig ausgeprägt. /quote]

Ich wäre mir da nicht so sicher. Das kann schon zusammen hängen, wie gesagt.

Du solltest deine Symptome als Einheit betrachten, und nicht versuchen dich auf die schlimmsten Symptome zu beschränken, wenn du deine Situation schilderst. ich weiß, dass man immer wieder dazu angehalten wird, sich auf ein Symptom zu beschränken. Die meisten Ärzte wollen Eins nach dem Anderen sehen, beurteilen und behandeln. Aber das ist völliger Unsinn. Denn dein Körper ist eine Einheit, ein Geflecht aus Wechselwirkungen. Alles hängt zusammen!
Erwähne alles, auch wenn die Gefahr besteht, dass sich dein Gegenüber überfordert fühlt, und du denkst, dass du wie ein Hypochonder klingst. Egal für welchen Spezialisten du dich jetzt entscheidest, er sollte alle deine Symptome kennen und dann seine Diagnose stellen.

Bei der Gelegenheit würde ich mir die Fachtermina, die dir bereits genannt wurden, auch nochmal genau erläutern lassen. Der Scheuermann ist in der Regel auf wenige Wirbel begrenzt. Daher würde es mich wundern, wenn `abortiv` wirklich `gering ausgeprägt` bedeutet, die Anzahl der geschädigten Wirbel betreffend. Denn bei weniger als den üblichen drei oder vier Wirbeln spricht man nicht mehr wirklich von einem Scheuermann, soweit ich weiß.

LG, Gaby


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BeitragVerfasst: Mo, 08.01.2018 - 11:16 
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Hallo Jasmin.

ich würde da einfach anrufen und fragen, ob sie auch Erwachsene mit Schroth behandeln und wer denn der entsprechende ärztliche Spezialist ist.

Gruß
Klaus


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