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BeitragVerfasst: Di, 21.02.2017 - 18:40 
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Registriert: Di, 21.02.2017 - 18:27
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Diagnose: Links-konvexe Skoliose über 20 Grad , Becken Schiefstand links 3mm. 2 Bandscheibenvorfälle in der HWS mit Migräne
Therapie: Schmerzmittel, Chiropraktik, Osteopathie
Ich war heute bei einem neuen Orthopäden. Zu mir: Ich bin 46 Jahre alt, mit 12 Jahren wurde meine Skoliose (links konvex mit ca. 20 Grad) mit KG behandelt. DA ich früher sehr sportlich war hatte ich lange mit meiner Skoliose relativ wenig Probleme.
Mittlerweile hat sich das seit einigen Jahren drastisch geändert. Ich bin nur noch auf Diclofenac und Tramal, weil sie Schmerzen sonst nicht zu ertragen sind. Ich bin zu vielen Orthopäden gegangen, aber die haben mich alle durch Bank weg aufgegeben. Kann man nix mehr machen, Die Kopfschmerzen kommen von den Bandscheibenvorfällen in der HWS.....Sport eigentlich machen, aber bitte nichts mit Erschütterung.....leider können wir nichts für sie tun. Dauergast bei Chiropraktiker wegen Blockaden...
Der neue Orthopäde hat mich jetzt mit so einem neuen Gerät vermessen und sagt: Klar können wir was tun ! Einlangen hatte ich vorher schon, aber jetzt bekommen ich welche, die meinen durch die Skoliose bedingten Beckenschiefstand von 3mm auf der linken SEite ausgleichen sollen und gleichzeitig meine Halllux rigidis (Athrose im Zehengrundgelenk) behandeln sollen.
Dazu Physiotherapie genau nach dem Ausdruck dieser Vermessung, also manchen Muskeln lockern, andere aufbauen.
Soweit so gut. Ich gehe also mit dem Einlagerezept zu dem Orthopädieschuhmeister meines Vertrauens und er sagt: Was soll das denn ?! Beckenschiefstand mit Einlagen ausgleichen, manifestiert doch nur die Skoliose ?!
Was soll ich denn nun glauben ? Wer hat denn Ahnung ?
Hat hier irgendjemand einen Tipp für mich ?


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BeitragVerfasst: Di, 21.02.2017 - 21:09 
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Beiträge: 1321
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Diagnose: juvenile idiopathische Skoliose
01/08: lumbal 34°, thorakal 17°
02/15: lumbal 32° mit 12° Rotation, thorakal 28°
01/17: lumbal 26° mit 6-7° Rotation, thorakal 21°
Therapie: Korsett 2/08-5/16: 2/08-2/15 Rahmouni, 03/15-5/16 CCtec; KG, 8 Schroth-Rehas (Bad Salzungen), Barfußschuhe
Hallo oemi,

aus persönlicher Erfahrung kann ich nur davon abraten, den skoliosebedingten Beckenschiefstand mit einer einseitigen Erhöhung zu behandeln. Hat mir, und so ziemlich allen anderen die ich mit der Situation kenne, mehr Probleme gebracht als gelöst. Am Anfang ging es noch, nach einigen Jahren humpelte ich und hatte jedes Mal, wenn ich länger gelaufen war, starke Schmerzen in einem Bein, aufgrund der ungünstigen Belastung.

Liebe Grüße
Tammi

_________________
"Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen." - Johann Wolfgang von Goethe

Verlauf: viewtopic.php?f=27&t=31324
Rehatagebuch 2015: http://skoliose-info-forum.de/viewtopic.php?f=9&t=30726

Ich habe die WhatsApp-Gruppe der Korsisters übernommen. Bei Interesse bitte PN an mich.


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BeitragVerfasst: Di, 21.02.2017 - 21:19 
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Diagnose: idiopathische Adoleszenzskoliose
lumbal 64°, thorakal 56°
Therapie: Seit 2003 Schroth-KG, 3 Rehas in Bad Salzungen.
Tja - und ich habe genau die gegenteilige Erfahrung gemacht. Ich trage jetzt seit 13 Jahren eine 5mm-Erhöhung und habe seither praktisch keine Probleme mehr mit dem Iliosakralgelenk (vorher andauernd).
Da ist eben jeder Fall anders.
Dass sich davon Bandscheibenvorfälle in der HWS beeindrucken lassen, kann ich mir allerdings kaum vorstellen. Kann es auch sein, dass die geringe Skoliose eigentlich gar nicht Dein Problem ist sondern diese Bandscheibenvorfälle?
Grüsse, Lady S


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BeitragVerfasst: Mi, 22.02.2017 - 09:20 
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Diagnose: Links-konvexe Skoliose über 20 Grad , Becken Schiefstand links 3mm. 2 Bandscheibenvorfälle in der HWS mit Migräne
Therapie: Schmerzmittel, Chiropraktik, Osteopathie
Hallo Zusammen,
Danke erst mal für die schnelle Antwort. Also, ich bin total irritiert, denn das ist das erste Mal, das ich Einlagen mit Erhöhung kriegen soll und gleichzeitig auch noch eine Rigidusfeder, wegen Hallux Rigidus.
Zu beidem hat mein Einlagenmacher vehement den Kopf geschüttelt...Er macht sie jetzt zwar, aber sagt, das sei total falsch. Aber er müsse ja machen, was auf dem Rezept steht.

Vielleicht noch ein paar Infos zu meinen Beschwerden: Ich habe massive Schmerzen in der LWS, wo auch der größte Bogen meiner Skoliose sitzt. Ich kann keine 10 Minuten stehen, dann muss ich das linke Knie zur Brust ziehen (im Stehen) damit ich wieder weiter stehen kann oder ich muss mich setzen. Laufen geht besser, ist aber auch nicht prall.
Mir sind im letzten Jahr mehrfach das ISG-Gelenk, Lendenwirbel und Kopfgelenke beim Chiropraktiker eingerenkt worden. Davor und teilweise parallel war ich seit Jahren bei Osteopathen in Behandlung, weil die Nackenschmerzen auch gerne in eine fette Migräne münden. Alle Bemühungen haben immer nur kurzfristigen Erfolg gebracht. Diclofenac75 und Tramal Tropfen wurden zu meinen "besten" Freunden, aber jeder weiß, das das kein wünschenswerter Zustand sein kann.

Bei meiner Suche nach einem kompetenten Orthopäden bin ich eben bei dem "Neuen" gelandet, der auch auf den ersten Blick einen sehr netten Eindruck gemacht hat und auch kompetent wirkte. Diese neue Messmethode die er angewendet hat, sollte dann auch dazu führen, das wir einerseits den Beckenschiefstand überprüfen (Bingo, 3,0mm) und zu sehen, welche Zugkräfte wo auf meine Muskeln wirken, um den Physiotherapeuten genaue Orientierung zu geben, welche meiner Muskeln gestärkt werden müssen und welche eher gelockert werden müssen.
Bei mir rechte SEite eher schwach, linke SEite eher sehr stark was die Muskeln betrifft. Habe einen Termin bei dem Physiotherapeuten nächste Woche und davon erwarte ich mir sehr viel.
Der Orthopäde meinte auch, nachdem er meine alten Röntgenbilder gesehen hat, das ich eigentlich ein Korsett gebraucht hätte und nicht nur KG, als ich damals mit 12 in Behandlung war. Schroth würde jetzt bei mir auch nichts mehr bringen. Die Skoliose ist nicht mehr beeinflussbar, was die Wirbel betrifft, es geht nur noch darum die Muskeln und Nerven so aus der Falschbelastung rauszubekommen, das die Schmerzen weniger werden. Machte für mich Sinn. Mein Ziel ist, meine Schmerzen loszuwerden und wieder Sport im Rahmen meiner Möglichkeiten machen zu können. Aber weder will ich hier ein Versuchskaninchen sein, noch weiß ich wirklich was der sportliche Rahmen ist, in dem ich mich bewegen kann. Derzeit habe ich überhaupt kein Vertrauen in meinen Körper mehr, da bei jeder sportlichen Belastung noch mehr Schmerzen kommen. Sorry, das war jetzt lang.
Bin immer noch unschlüssig, ob ich es mit den Einlagen überhaupt versuchen soll. Bzw. ob es Sinn macht sie im Wechsel mit meinen "normalen" Einlagen zu tragen, die ich ja meist in den Schuhen habe.
Puhh, das ist alles sehr schwierig !


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BeitragVerfasst: Mi, 22.02.2017 - 10:28 
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Hallo oemi,

Zitat:
Bei meiner Suche nach einem kompetenten Orthopäden bin ich eben bei dem "Neuen" gelandet,

Ich denke, Du solltest mal an einen Spezialisten denken:
viewtopic.php?f=25&t=6472

Gruß
Klaus


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BeitragVerfasst: Mi, 22.02.2017 - 11:40 
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Diagnose: Links-konvexe Skoliose über 20 Grad , Becken Schiefstand links 3mm. 2 Bandscheibenvorfälle in der HWS mit Migräne
Therapie: Schmerzmittel, Chiropraktik, Osteopathie
Danke Klaus, werde ich in meine Überlegungen einbeziehen. Ich bin fassungslos, je mehr ich mich selber zu diesem Thema bilde, wie wenig Experten-Versorgung es in einem Ballungsraum wie NRW gibt. Der nächstgelegene Orthopäde mit Schwerpunkt Skoliose ist Dr. Verres, aber das sind immerhin noch über 2,5h Auto-Fahrzeit für mich.
Ich dachte daran, evtl. die Skoliose Sprechstunde der Uniklinik Düsseldorf aufzusuchen, habe aber im Internet nur negative Äußerungen darüber gefunden.
Hat da jemand Erfahrungen gemacht ?


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BeitragVerfasst: Mi, 22.02.2017 - 19:23 
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Hallo oemi,

Zitat:
Der nächstgelegene Orthopäde mit Schwerpunkt Skoliose ist Dr. Verres, aber das sind immerhin noch über 2,5h Auto-Fahrzeit für mich.

Die meisten haben viel längere Wege!
Und Dr. Verres gehört zu denjenigen, bei denen es mit dem Termin am schnellsten geht.
Zitat:
Ich dachte daran, evtl. die Skoliose Sprechstunde der Uniklinik Düsseldorf aufzusuchen, habe aber im Internet nur negative Äußerungen darüber gefunden.

Lies mal bitte das:
viewtopic.php?f=6&t=31668
Die Liste der Spezialisten ist seit 2010 fortlaufend aufgrund der eingestellten Berichte aktualisiert worden. Sie soll auch den Frust vermindern, den viele User mit der oft erfolglosen teils jahrelangen Suche verbracht haben.

Gruß
Klaus


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BeitragVerfasst: Do, 23.02.2017 - 13:36 
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Hallo Oemi,

ich wollte mal wegen dem Hallux rigidus und den Einlagen nachfragen.
Was soll bei Dir mit den Einlagen erreicht werden ?

Ich selbst habe an einem Fuß ebenfalls einen Hallux rigidus. Mir wurde gesagt, dass die Einlagen nur erreichen können, dass man aufgrund der Feder den Fuß um das Großzehengrundgelenk weniger abknicken kann als ohne. Nun, diese Einschränkung merke ich eh schon im Vergleich zum anderen Fuß und schränkt v.a. beim Sport ein.
Eine Verbesserung des Hallux kann mit den Einlagen nicht erreicht werden und auch keine Verlangsamung der weiteren Verschlechterung. Das reduziert bei mir die Motivation sich mit den Einlagen rumzuquählen.
Gegen den Hallux würde nur eine OP helfen.
Mit Einlagen habe ich es bei zwei verschiedenen Orthopädietechnikern versucht. Ich hatte bei allen Einlagen allerdings das Problem, dass sie neben der Feder auch eine Pelotte in der Mitte des Vorderfußes und ein Gewölbeunterstützung mit drin hatten. Damit bin ich überhaupt nicht zurecht gekommen. Die Pelotte führte zu Taubheitsgefühlen in einzelnen Zehen - müsste aber ganz unbedingt sein (sagte der OT). Das massive Gewölbe führte dazu, dass es kaum Schuhe in meinem Schrank gab, in die die Einlagen überhaupt rein gingen. Ich hätte laut OT einen Senkfuß und es müsste da angehoben werden.
Schlußendlich habe ich nun eine Feder solo bekommen, also ohne Lederüberzug und ohne Pelotten oder noch irgendwas.
Diese kann ich in Schuhe unter die standardmäßig vorhandene Sohle reinlegen. Das funktioniert teilweise.
Am besten funktioniert, Schuh mit eher steifer Sohle zu kaufen und dann ohne Feder, Einlagen oder irgendwas.

LG, Kuddelmuddel


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BeitragVerfasst: Do, 23.02.2017 - 14:02 
Arzt / Ärztin
Arzt / Ärztin

Registriert: Fr, 24.05.2002 - 13:57
Beiträge: 1329
Geschlecht: männlich
Wichtig zu wissen ist:
1. handelt es sich um eine echte Beinlängendifferenz
2. ist es eine skoliosebedingte Rotation des Beckens

Im Fall 1. sollte ab 0,5cm ausgeglichen werden
2. auf keinen Fall ausgeglichen werden.

Was beim Skoliosepatienten nicht funktioniert ist, einfach die Finger auf den Beckenkamm legen und schauen welche Seite tiefer steht. Damit stellt man bei einer Skoliose nicht fest ob ein Beckentiefstand oder eine Beckenrotation vorliegt. Diese Untersuchung ist bei Skoliosepatienten etwas anspruchsvoller.

_________________
Dr. K. Steffan
http://www.mvz-sobernheim.de
http://www.spine-concept-sobernheim.de
Tel.06751-8560440


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BeitragVerfasst: Sa, 25.02.2017 - 08:49 
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Beiträge: 118
Wohnort: Österreich, Vbruck
Geschlecht: weiblich
Diagnose: lu 48°; th 41°; fibröse Dysplasie rechtes Bein; 2 cm Beinlängendiff.
betrifft meine Tochter (17 Jahre), Verbesserg 7/16 auf 41/34°
Therapie: seit 22.11.11 mittlerweile 6.Korsett; Sobi 2012+13+14 seit 14.5.13 Rahmouni Korsett, beste Korr. bisher auf 30/26°
Meine Tochter hat auch Skoliose aber leider auch eine t a t s ä c h l i c h e Beinlängendifferenz von 1,8 cm. Und nur in diesem Fall ist es ratsam Einlagen zu tragen.


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