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 Betreff des Beitrags: Nicht ganz so schöne Neuigkeiten
BeitragVerfasst: Sa, 11.06.2016 - 15:21 
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Diagnose: mein 16 jähriger Sohn hat eine Skoliose (am Ende fast 90° in der BWS, 70° in der LWS) und ist jetzt seit dem 23.3.17 operiert und hat jetzt 54° thorakal und 30° lumbal
Therapie: wir hatten ein Korsett von CCTec, haben Spiraldynamik, Vojta, Osteopathie, Schroth gemacht und machen mit Spiraldynamik auch nach der OP weiter
Hallo liebes Forum,

diesmal gibt es leider nicht so gute Nachrichten nach der letzten Untersuchung in Berlin bei Herrn Wilke.

Herr Wilke legte uns nahe, uns doch bezüglich einer Operation beraten zu lassen.
Die Krümmung im LWS Bereich hat sich zwar weiter verbessert, die Torsion ist komplett raus, das Becken steht wieder gerade und das ist wunderbar, aber es hat sich leider nicht, wie gehofft auf die obere, sehr starke Krümmung von knapp 70° ausgewirkt. Dort tut sich leider so gut wie nichts. Da es sehr weit oben ist, ist die Wirkungsweise des Korsetts auch etwas eingeschränkt oder was es sonst noch für Erklärungen geben mag.

Und anscheinend ist das Optische, was sich sehr verbessert hat nicht etwas, was aus der Tiefe der Wirbelsäule kommt. Anscheinend kann sich das Schulterblatt auch gut anlegen, ohne dass die Wirbelsäule hinterher kommt und auch der Stand der Schultern muss nicht unbedingt damit so viel zu tun haben.
Das leuchtet mir anatomisch noch nicht ganz ein, besonders weil ich es durch die den ganzen Körper durchziehenden Faszienstrukturen nicht verstehen kann, wie es sich auf oben so gar nicht auswirkt, wenn es sich unten so verbessert hat.

Ihr kennt mich, so schnell geben wir nicht auf. Als erstes werde ich mit all unseren Therapeuten reden, um besser zu verstehen, wie die Biomechanik des Körpers in diesem Fall funktioniert. Es gab auch von mehreren Seiten die Vermutung, dass es thorakal so starke Verklebungen gibt, dass es sich nicht bewegen kann. Das lässt sich leicht abklären und darauf richten wir als nächstes das Augenmerk, nachdem das Fundament sich anscheinend durch die vielfachen Bemühungen total gut entwickelt hat.

Als großen Erfolg wertete Herr Wilke, dass sich die Gradzahlen im oberen Bereich trotz großem Wachstumsschub nicht weiter verschlimmert haben, aber er meinte eben auch, dass beim Abschulen des Korsetts bei Krümmungen über 50° dann gut und gern jährlich mal 1-2° dazu kommen und das wäre einfach zu viel, dass man das unbedacht sein lassen könnte. Es könnte gut gehen, müsste aber nicht und deshalb sollten wir uns über alle Optionen informieren, so dass wir dann schnell reagieren können, wenn eine OP doch sinnvoller erscheint.
Er erklärte uns auch, dass er was den Zeitpunkt einer OP angeht gern länger wartet, als manche Operateure es empfehlen, damit das Wachstum schon weit genug fortgeschritten ist, so dass keine falschen Proportionen im Körper entstehen. Aber man sollte es auch nicht zu spät machen, damit die Adern, Nerven und Sehnen, die den Körper durchziehen durch den verstärkten Zug der Aufrichtung nicht unter Stress geraten und damit andere Nebenwirkungen entstehen, die wir auch nicht haben wollen.

Wir werden uns also näher mit den OP Möglichkeiten befassen.
Herr Wilke empfahl uns Prof. Niemeyer in Hamburg zur Beratung und wir haben Mitte August einen Termin dort.
Und natürlich interessiert mich jetzt besonders das Verfahren, bei dem die Wirbelsäule nicht mehr in dem Sinn versteift wird, von dem ich gerade kürzlich in einem anderen thread gelesen hatte.

Beim nächsten Termin soll mein Sohn dann zum röntgen, um genauer zu sagen, was im Ernstfall versteift werden müsste.
Auch das ist ja nochmal spannend und wichtig, von wo nach wo die Versteifung gehen würde, denn das macht anscheinend einen großen Unterschied, was die Beweglichkeit angeht.
Aber er meinte, es sei unsere Entscheidung, wie wir damit umgehen wollen, ob wir operieren lassen wollen der nicht und er würde akzeptieren, wie immer wir uns entscheiden.
Er wäre eher jemand, der die konservativen Therapien managt und möchte einfach, dass wir uns von mehreren Seiten beraten lassen, damit wir eine wirkliche Möglichkeit zur Entscheidung haben und die sollte innerhalb des nächsten halben-ganzen Jahres fallen.

Auf der einen Seite stehen wir alle noch leicht unter Schock, weil es überhaupt nicht das war, was wir erwartet haben, aber auf der anderen Seite fühlen wir uns sehr gut beraten bei ihm und auch sehr verstanden mit allen den Schwierigkeiten und Ängsten, die das alles mit sich bringt. Von der ganzen Herangehensweise ist es komplett anders als die Ärzte, die wir in Hannover aufgesucht hatten und ich bin nach wie vor sehr dankbar, dass wir ihn gefunden haben.

Danach gab es noch einen sehr ausführlichen Termin bei CCtec und das, obwohl wir viel zu spät waren, aber es hatte jemand auf uns gewartet, Herr Wilke hatte telefonisch schon genau durchgegeben, was zu tun wäre und mein Sohn durfte mit in die Werkstatt und sie haben sehr genau gearbeitet.
Nun hoffen wir noch ein wenig weiter, dass wir noch einen Dreh finden im wahrsten Sinne des Wortes und machen uns trotzdem in die andere Richtung kundig.

Auch wenn es schwer fällt, ich werde weiter berichten. Es nützt ja nichts so zu tun, als wäre alles bestens, wenn das nicht die Wahrheit ist. Das macht es für uns nicht besser und verfälscht nur das Bild und das ist ja nicht der Sinn dieses Forums.

Natürlich bin ich offen für Anregungen und Erfahrungen von eurer Seite, die zu unserer Situation passen.
Ich gebe zu, ich bin leicht deprimiert, habe ein diffuses Gefühl davon, als hätte ich versagt, aber da ich weiß, dass das Unsinn ist, wird es auch wieder vergehen
Und ich kenne aus meinem eigenen Leben die Situation, dass die Gesundheit mich so beeinträchtigt hat in dem, was ich wollte und dass ich es so ungerecht fand, dass genau das mir passieren musste und im Nachhinein kann ich sagen, hat es mich auf den Weg geführt, den ich bis heute gegangen bin und der ist sehr erfolgreich und ich bin ein sehr glücklicher und zufriedener Mensch.

Also was immer passiert, es wird richtig sein und jetzt werden wir versuchen, die obere BWS nochmal sehr gezielt anzugehen und uns zeitgleich über Methoden und Operateure informieren, so dass wir bestens vorbereitet sind, wenn die Entscheidung zugunsten einer OP fallen sollte

euch allen ein schönes Wochenende von einer momentan sehr traurigen Sängerin


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BeitragVerfasst: Sa, 11.06.2016 - 21:04 
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Diagnose: Atypischer, thorakolumbaler Scheuermann
Flachrücken, weitg. fixiert
BS-Vorfälle HWS u. LWS
Osteochondrose
Retrolysthese
multiple Blockaden
Therapie: MT, KG, Osteo.
1.Korsett 5/12, Rahmouni
2.Kors. 8/13, Rahmouni
3.Kors. 12/14, mit Halsteil
4.Kors. 3/16, 2-Schaliges Rahmouni mit Halsteil
Hallo Sängerin,

es ist viel zu früh, die Flinte ins Korn zu werfen! Das ist meine unbedeutende Meinung. Und versagt hast du mit sicherheit nicht!!!

Wie lange trägt dein Sohn schon ein Korsett? Habt ihr schon mehrere OTs probiert? So wie ich sehe nicht. Vielleicht erreicht ein anderes Korsett eine viel bessere Korrektur. Einen Versuch ist es doch sicher wert.

Ich kann gut verstehen, dass ihr geschockt seid. Aber jetzt erholt euch erstmal von dem Schock und dann denkt ihr das Ganze nochmal in aller Ruhe durch.
Ich habe selbst keine Erfahrung mit einer nennenswerten Skoliose, mein Problem liegt anders. Aber Schock ist sicher kein guter Ratgeber! Und in Deutschland wird definitiv zu viel operiert!

Ganz liebe Grüße,
Gaby


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BeitragVerfasst: Sa, 11.06.2016 - 22:11 
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jedoch sollte der rat eines erfahrenen, konservativ orientierten spezialisten nicht einfach abgetan werden, da hier die progedienzgefahr bei den ohnehin schon hohen werten und evtl. der form der skoliose höher ist als im normalfall. rasch progediente skoliosen bedürfen einer anderen betrachtungsweise wie die normalodinger. aber das zuviel operiert wird muß man wohl ohne umschweife anerkennen!


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BeitragVerfasst: So, 12.06.2016 - 09:59 
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Hallo Sängerin,

Zitat:
Ihr kennt mich, so schnell geben wir nicht auf.

Davon solltest Du Dich nach dem Schock auch wieder leiten lassen!
Zitat:
Als erstes werde ich mit all unseren Therapeuten reden, um besser zu verstehen, wie die Biomechanik des Körpers in diesem Fall funktioniert. Es gab auch von mehreren Seiten die Vermutung, dass es thorakal so starke Verklebungen gibt, dass es sich nicht bewegen kann. Das lässt sich leicht abklären und darauf richten wir als nächstes das Augenmerk, nachdem das Fundament sich anscheinend durch die vielfachen Bemühungen total gut entwickelt hat.

Das ist bestimmt ein guter Ansatz, vielleicht kommt ihr da mit der korrigierenden Wirkung von unten nach oben ein Stück weiter. Ich finde Deine Berichte immer sehr faszinierend und hoffe, dass Dein Sohn dabei auch ausreichend mitmacht. Was sagt er eigentlich zu der neuen Situation?
Zitat:
Und natürlich interessiert mich jetzt besonders das Verfahren, bei dem die Wirbelsäule nicht mehr in dem Sinn versteift wird, von dem ich gerade kürzlich in einem anderen thread gelesen hatte.

Da wäre dann Dr. Trobisch gefragt.
viewtopic.php?p=1093901#p1093901
Wenn das System im Herbst auf den Markt kommt, müsste man allerdings wohl noch etwas warten, sofern das in Frage kommen sollte.

Gruß
Klaus


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BeitragVerfasst: So, 12.06.2016 - 11:27 
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Diagnose: mein 16 jähriger Sohn hat eine Skoliose (am Ende fast 90° in der BWS, 70° in der LWS) und ist jetzt seit dem 23.3.17 operiert und hat jetzt 54° thorakal und 30° lumbal
Therapie: wir hatten ein Korsett von CCTec, haben Spiraldynamik, Vojta, Osteopathie, Schroth gemacht und machen mit Spiraldynamik auch nach der OP weiter
Lieber Klaus, lieber "general", liebe Gaby,
danke für eure Worte.
Ja, ich bin schon wieder ganz die Alte ;-)

Aber trotzdem bin ich jetzt am sichten der Informationen, eine OP betreffend und im Moment besonders interessiert die OP-Techniken betreffend, die nicht versteifen, denn sonst müsste bei meinem Sohn nach den Aussagen von September 2014 die Wirbelsäule von BW 4 bis LW 3 versteift werden und da bliebe nicht mehr sehr viel an Beweglichkeit übrig. Das möchten wir alle nicht so gern.

Zu deiner Frage, was mein Sohn dazu sagt. Er hat Angst vor einer OP und möchte sie wenn es geht vermeiden. Aber die Argumente von Herrn Wilke waren wie immer überzeugend und dass wir uns informieren, findet er genauso richtig wie wir. Denn all das bedeutet noch lange nicht, dass wir auf alle Fälle operieren lassen. Und der Schrecken nimmt ab, wenn die Optionen klarer werden und da ziehen wir alle an einem Strang.
Er ist ansonsten unglaublich kooperativ mit den normalen "Null-Bock-Phasen", die ein 15-jähriger nun einmal hat. Gerade im Sommer hat er zwischenzeitlich Wutanfälle, was die Hitze in seinem Korsett angeht, aber auch das ist normal wie ich finde.
Und was nach den ganzen Informationen kommt, das sehen wir dann. Er hat jedenfalls nicht gleich gesagt, dass die OP auf gar keinen Fall für ihn in Frage kommt, so wie er es vor zwei Jahren getan hat.

Und Dr. Trobisch ist für mich einer der nächsten Ansprechpartner, diese andere OP Technik betreffend. Ich informiere mich darüber gerade auch im Internet. Und wenn ich die paar Informationen, die ich bisher bekommen konnte richtig deute, müsste ohnehin erst einmal geklärt werden neben vielen anderen Dingen, ob sich die Skoliose meines Sohnes überhaupt für die Technik eignet. Das kann man anscheinend per Röntgen Bild in den USA heraus finden lassen - ist ja fast um die Ecke, sarkastisches Lachen - aber vielleicht kann uns da auch Dr. Trobisch schon weiter helfen.
Er meinte ja in einem anderen post, dass er, und übrigens auch Dr. Steffan davon ausgehen, dass in 10 Jahren Skoliosen nicht mehr versteift werden. Für mich bedeutet das, dass wohl schon noch operiert werden muss, dass sich aber die OP Techniken bis dahin weitestegehend verändert haben werden.
Aber wenn das alles noch zu sehr in den Kinderschuhe steckt oder bei meinem Sohn nicht geht, werden wir uns weiter mit den Methoden der Versteifung beschäftigen und informieren, da gibt es hier in Deutschland genug Erfahrung
Und nachdem sich das Becken so positiv verändert hat wäre vielleicht die Strecke, die versteift werden müsste nicht ganz so lang.

Aber über all das nützt das Spekulieren nichts, denn erst einmal gilt unsere erste Aufmerksamkeit der widerspenstigen Brustwirbelsäule ;-) und der Frage, ob wir sie noch zur entsprechenden Mitarbeit im wahrsten Sinnes des Wortes bewegen können

Ich halte euch weiter auf dem Laufenden
Grüße, Sängerin


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BeitragVerfasst: So, 12.06.2016 - 13:36 
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Registriert: Do, 13.10.2011 - 08:04
Beiträge: 490
Alter: 30
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Skoliose, 4BH li,
bei Gradzahlen große Messabweichungen,
ca. th. 28°, lu. 35°
LL (L4/L5)
Therapie: Korsett als Jugendliche, damals auch allg. KG; jetzt Schroth und Spiraldynamik;
Reha: Aug/Sep 2011 in Bad Sobernheim, Mai/Jun 2016 in Bad Salzungen
Korsett: 2011-2014 Sanomed
seit 2015 CCtec
Liebe Sängerin,

das ist erst mal ein Schock, fühl Dich gedrückt! :knuddel:

Was ich dazu unbedingt loswerden möchte: Du hast nicht "versagt" und es ist auch kein "Aufgeben", wenn du dich nach den neusten Entwicklungen und nachdem ihr euch weiter informiert habt, nach Abwägen von allem Für und Wider für eine OP entscheidet. Egal, wie ihr euch letztlich entscheidet, es ist dann der Weg, der für die Zukunft hinsichtlich aller Möglichkeiten und Risiken am aussichtsreichsten erscheint - ggf. ist das ein anderer Weg als bisher.

Ich stehe dem Thema OP zwar auch im Grundsatz skeptisch gegenüber und bin der Ansicht, dass zuviel operiert wird, die OP von den Kliniken/Chirurgen schöngeredet und schnell empfohlen wird, ohne hinreichend über Beeinträchtigungen und alternative Möglichkeiten nachzudenken. So ist es aber ja bei euch nicht und eine OP kann in manchen Fällen der bessere Weg sein. Ihr habt konservativ viel ausprobiert und du kennst die Möglichkeiten, die sich da bieten. Es bleibt also, sich über OP und OP-Verfahren zu informieren, um eine wohlüberlegte Entscheidung treffen zu können, die alle Faktoren einbezieht.

Ich würde es genauso machen, wie du es offenbar planst, und in der nächsten Zeit zweigleisig arbeiten: Noch alles konservative versuchen, herauszuholen (neben der Arbeit mit den Therapeuten käme vielleicht eine Reha in Betracht?) und parallel über OP-Verfahren und Kliniken, Möglichkeiten und Risiken bzw. einhergehende langfristige Beeinträchtigungen informieren.
Für Informationen über OP könntest du noch in den OP-Foren gucken oder mal Raven anschreiben, sie ist da ja immer recht gut informiert.

Viele Grüße und Kopf hoch,
mick


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BeitragVerfasst: So, 12.06.2016 - 17:13 
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Registriert: Di, 06.05.2014 - 19:37
Beiträge: 80
Wohnort: Nähe Dresden
Geschlecht: männlich
Diagnose: Sohn Lukas, jetzt 16. Schwere Skoliose, BWS im Korsett 50°, LWS 57°
Therapie: In Behandlung bei Dr. Wilke. Seit 07/2014 Korsett von CCtec, Schroth, Spiraldynamik
Liebe Sängerin52,

das tut mir jetzt seelisch richtig weh - diese Prognose. Gerade weil Ihr so gekämpft habt, wäre doch eine Verbesserung der Skoliose der gerechte Lohn für Eure Mühen gewesen. Wenn ich dann Deinen und meinen Sohn vergleiche - so groß sind die Gradunterschiede auch nicht. Bei ihm klemmts in der LWS - hier scheint keine sichtbare Verbesserung einzutreten. Auch habe ich das Gefühl, dass sein Rippenbuckel wieder stärker wird.
Aber: Lukas ist deutlich älter als Dein Sohn (fast 18), hat also mit der Behandlung später angefangen. Und wenn Euer Korsett die Skoliose schon ausgebremst hat, seid Ihr doch auf dem richtigen Weg. Da sollte sich doch in naher Zukunft auch bei der BWS wenigstens ein kleiner Erfolg in Richtung Verbesserung der Gradzahlen einstellen. Was sagt denn CCtec zu dieser Situation?
Eine Kur für deinen Sohn empfehle ich auch auf jeden Fall. Lukas war drei Wochen in Bad Salzungen, was ihm sehr gut tat.

Viele Grüße, Mic28


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BeitragVerfasst: Do, 16.06.2016 - 10:52 
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Registriert: Mi, 02.04.2014 - 13:11
Beiträge: 236
Wohnort: Bayern
Alter: 48
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Ich habe selber Skoliose thorakolumbal 70º.
Meine Tochter (15J.) hat Skoliose thorakolumbal 35º sowie eine noch nicht eindeutig klassifizierte Muskelerkrankung.
Therapie: ich: Schroth, Schmerzkorsett, Manuelle Therapie, Spiraldynamik
Tochter: Schroth, Korsett, Manuelle Therapie
Liebe Sängerin,

ach fühlt euch mal gedrückt, das ist ja richtig frustrierend. Ihr seid für mich auch immer ein Vorbild in Sachen "Kämpfen an allen Fronten", habt konservativ sehr viel ausgeschöpft, dein Sohn hat super mitgemacht, ich fände das auch sehr ungerecht, wenn sich "der Rest" nicht auch noch zum Positiven wenden würde.

Ich fühle wirklich mit euch. Ich stehe ja selber vor der Entscheidung, mich operieren lassen zu müssen (war in Vogtareuth zur Beratung) und meine Tochter kommt jetzt in die kritische Phase, was die Progredienz in der Pubertät betrifft. Da hat mir euer Bericht richtig Angst gemacht. Denn meine Tochter trägt ihr Korsett sehr fleißig, es korrigiert auch super, aber was KG/Schroth betrifft, sehe ich mehr Potential :/

Wie schön wäre es, wenn man endlich die Ursache der Skoliose erforschen könnte und so einen völlig neuen Ansatz finden könnte (ich bin nämlich der Meinung, da muss "irgendetwas sein", eine Ursache, die nicht "idiopatisch" oder "die Gene" heißt.

Ich drücke euch ganz feste die Daumen, dass ihr das, was auch immer kommen wird, mit Kraft und Mut durchstehen werdet. Und ganz toll finde ich, dass du uns durch deine Berichte teilhaben lässt :top:


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BeitragVerfasst: Do, 16.06.2016 - 12:26 
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Diagnose: vor OP: thoralumbale juvenile /adoleszente Skoliose, ca. 55°
Therapie: OP: 1997 mit 13 Jahren Versteifung Th3 - L5 / Hessing-Klinik Augsburg; kaum Restgrade
Hallo Sängerin, hallo Mama69,

Zitat:
Wie schön wäre es, wenn man endlich die Ursache der Skoliose erforschen könnte und so einen völlig neuen Ansatz finden könnte (ich bin nämlich der Meinung, da muss "irgendetwas sein", eine Ursache, die nicht "idiopatisch" oder "die Gene" heißt.


Kann mir durchaus einen konkreten genetischen Grund vorstellen (evl. ist es aber auch etwas anderes, ich lege mich da nicht fest!); ein schulterzuckendes "ach, werden wohl die Gene sein" finde ich aber auch unbefriedigend.
Wirkt mir oft so wie "das ist psychosomatisch" (bei anderen Erkrankungen), bei denen "psychosomatisch" gerne mal als anderes Wort für "wir wissen es nicht, aber irgendetwas müssen wir ja sagen" genutzt wird. (Um Missverständnisse zu vermeiden: Es gibt natürlich psychosomatische Erkrankungen; manche Ärzte schieben aber rasch "psychosomatisch" vor, wenn nicht gleich eine Ursache ausgemacht wird. Und genauso wird "die Gene" leider häufiger als Sammelbecken dafür, es nicht zu wissen aber irgendetwas zu sagen, benutzt.)

Jedenfalls, selbst wenn sich die Ursache für eine Skoliose als genetisch herausstellt, könnte man ja herausfinden, was diese Gene genau machen (Gene codieren ja für Proteine, und diese können z.B. Gewebsstrukturen verändern, Nervenimpulse verändern) und versuchen, bei dem dann anzusetzen.

Erforscht wird das ja übigens schon, und man hat jedenfalls schon Gene gefunden, die mit Skoliose in Zusammenhang stehen; mir ist aber auch klar, dass damit noch keine Ursache gefunden ist.

Zitat:
Ich drücke euch ganz feste die Daumen, dass ihr das, was auch immer kommen wird, mit Kraft und Mut durchstehen werdet. Und ganz toll finde ich, dass du uns durch deine Berichte teilhaben lässt :top:

Zustimmung :top:

Viele Grüße
Raven

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Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um so zu sein, wie andere mich haben wollen.
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BeitragVerfasst: Do, 16.06.2016 - 16:52 
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Alter: 36
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Kyphose 73°,
Skoliose LWS 11°

Hashimoto Thyreoiditis
Therapie: KG nach Schroth, Dehnen

Reha Sobernheim 2012, Salzungen 2016
Ihr könnt ja euren Sohn mal durchchecken lassen mit großen Blutbild, Schilddrüsendiagnostik (Blutbild mit TSH, ft4, ft3, Antikörper: TPO- AK, TAK, TRAK, dazu ein Ultraschall zur Bestimmung von Grösse und Struktur), Nährstoffmängel wie Holo-TC (aktives Vitamin B12), Ferritin (Eisenspeicher, da auch CRP bestimmen lassen, ist dieser erhöht kan Ferritin falsch angezeigt sein), Selen, Zink, Biotin, Vitamin D, Folsäure. Dazu ist es noch sinvoll Nebennieren (Cortisol), ein Geschlechts-Hormonprofil.

Wichtig ist alle möglichen Werte machen zu lassen und die Werte dann selber trotzdem ansehen, auch wenn der Arzt sagt es sei alles TOP. Närstoffwerte im unteren Referenzbereich können auch schon Mängel hinweisend sein, wie bei Selen oft sind die Referezbereiche weit auseinder.

Ich denke alles hat einen Grund, egal ob aktuelle Stoffwechselprobleme oder genetisch.

In meinen Augen wird auch zu wenig auf die Ursache gesehen, vermutlich kann man schon Gründe finden, wenn man suchen würde. Gleich werden sie nicht sein, aber evtl. kann man eine Häufigeit sehen.


Bei Mädchen die in die Pubertät kommen denk ich ist das Hormonchaos perfekt für Wirbelsäuleverkrümmungen, aber auch bei jung kann ich mir gut vorstellen, wenn ein Testosteronmangel auftritt, dass es zu einem Ungleichgewicht kommen kann.
Ich finde es erschreckend, dass kaum ein Endokrinologe einen Testosteronmangel diagnostizieren kann. beste Aussage von einem Arzt: Ihnen wächst ein Bart, dann müssen wir das nicht testen. Und bei einem anderen Arzt kam dann doch ein Mangel raus....


Zuletzt geändert von Zebrastreifen am Do, 16.06.2016 - 17:03, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Do, 16.06.2016 - 16:58 
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Diagnose: mein 16 jähriger Sohn hat eine Skoliose (am Ende fast 90° in der BWS, 70° in der LWS) und ist jetzt seit dem 23.3.17 operiert und hat jetzt 54° thorakal und 30° lumbal
Therapie: wir hatten ein Korsett von CCTec, haben Spiraldynamik, Vojta, Osteopathie, Schroth gemacht und machen mit Spiraldynamik auch nach der OP weiter
und was sind die Themen, die dabei mit Skoliose zu tun haben?
Ich habe bisher nur davon gehört, dass es gut wäre, wenn man genug Vitamin D hat und dass das vielleicht bei Skoliose eine Rolle spielen könnte, aber von den andern Sachen habe ich noch nie etwas gehört
danke für die Anregung, liebe Grüße
Sängerin


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BeitragVerfasst: Do, 16.06.2016 - 17:11 
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Diagnose: Kyphose 73°,
Skoliose LWS 11°

Hashimoto Thyreoiditis
Therapie: KG nach Schroth, Dehnen

Reha Sobernheim 2012, Salzungen 2016
Bei Vitamin D ist beispielsweise der Magnesiumhaushalt auch mitbetroffen. Deshalb soll man zum Vitamin D auch Magnesium in hochwertiger Form nehmen.

Der Körper ist ein hochkomplexes Verfahren, da kann überall was sein in meinen Augen. Hormone habne Einfluss auf Knochenaufbau und Muskulatur. Schilddrüsenhormone arbeiten in jeder Körperzellen und haben großen Einfluss im Energisstoffwechsel.


Wenn es mal eine große Studie geben würde, wäre ich gerne dabei. Aber vermutlich wird es die nicht so geben. Das Problem wird schon allein sein, es gibt ja nicht mal ordentliche Schilddrüsenstudien. Letztens gab es eine, die war vielversprechend, allerdings wurden nicht alle bekannten Antikörper mitgemessen.


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BeitragVerfasst: Fr, 17.06.2016 - 06:35 
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Diagnose: Ich habe selber Skoliose thorakolumbal 70º.
Meine Tochter (15J.) hat Skoliose thorakolumbal 35º sowie eine noch nicht eindeutig klassifizierte Muskelerkrankung.
Therapie: ich: Schroth, Schmerzkorsett, Manuelle Therapie, Spiraldynamik
Tochter: Schroth, Korsett, Manuelle Therapie
https://idw-online.de/de/news636776
Auch dieser Ansatz klingt für mich interessant.


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BeitragVerfasst: Fr, 17.06.2016 - 16:03 
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Diagnose: Thorakolumbalskoliose bis 2009 [nach Cobb]: th 50°, lu 31°
Hüftdysplasie & Coxa valga
chronisches Schmerzsyndrom
06/2014: hth: 38°, th: 57°, lu: 34°
Therapie: 3x Katharina-Schroth-Klinik: 2003, 2004, 2006
2006-2010 Schroth-KG
08/2010: Triple-Osteotomie + ITO rechts
06/2013: Triple-Osteotomie links
06/2014 Entscheidung zum allerester Korsett-Versuch
02/2015: Wiederaufnahme Schroth-KG
09/2016: Osteopathie Versuch - > mehrtägige Beschwerden
Zitat:
und was sind die Themen, die dabei mit Skoliose zu tun haben?


HI!

Selen hat u.a. auch Einfluss auf die Muskulatur: ein Mangel, was in Mitteleuropa anscheinend äußerst selten ist, führt zu Muskelschmerzen und Verhärtungen ...

Die von Zebrastreifen erwähnten B-Vitamine (Biotin, Holo-TC, im Volksmund als B12 bekannt, und Folsäure haben Einfluss auf u.a. den Stoffwechsel und die Nerven... also indirekt mit dem von Mama69 gepostetem Link etwas mit der Skoliose zu tun

Cortisol wird bei Langzeitstress jeglicher Art ausgeschüttet; soll, laut der, im englischen Wikipedia Eintrag zu Cortisol, angegebenen Studie, die Knochenbildung herabsetzen.

Das, in der Schilddrüse, neben dem T3 bzw. T4, gebildete Calcitonin, senkt die Calcium Konzentration im Blut.

Zu Zink fällt mir spontan kein Zusammenhang mit der Skoliose ein; da denke ich eher an den Zusammenhang mit der Erbgutstabilität und dem Immunsystem.

Ferritin (Eisenmangel) führt zu einer erhöhten Aufnahme von Cadmium , was direkt oder indirekt über eine Nierenfunktionschädigung auch zur Schädigung der Knochensubstanz führt. Aus diesem Grund gibt es bereits diverse Grenzwerte. Raucher nehmen es zusätzlich durch die Lunge auf...

Außerdem wünsche ich euch ganz viel Kraft für die nächsten Schritte, egal wie ihr euch entscheidet.

_________________
*Melanie* :hallo:

Meine Skoliosegeschichte:
Mein allererster Korsettversuch:

Alter Nickname: blackguy


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BeitragVerfasst: Fr, 17.06.2016 - 17:49 
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Hashimoto Thyreoiditis
Therapie: KG nach Schroth, Dehnen

Reha Sobernheim 2012, Salzungen 2016
Zitat:
Selen hat u.a. auch Einfluss auf die Muskulatur: ein Mangel, was in Mitteleuropa anscheinend äußerst selten ist, führt zu Muskelschmerzen und Verhärtungen ...


Hier doch recht häufig, fast alle nicht nur Schilddrüsenpatienten hatten einen recht niedrigen Selenspiegel im Blut. Von den Leuen die ich so kennengelernt habe, die es getestet hatten.

Selen ist auch wichtig, neben Jod für die Schilddrüse. Es gibt Gedanken zum Jod-Selen-Verhältnis und dem Ausbruch von Autoimmunerkrankungen, die die Schilddrüse betreffen. Besonders Kritiker der siogenanntn "Zwangsjodierung" sehen da Zusammenhänge.


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BeitragVerfasst: Fr, 17.06.2016 - 18:28 
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2006-2010 Schroth-KG
08/2010: Triple-Osteotomie + ITO rechts
06/2013: Triple-Osteotomie links
06/2014 Entscheidung zum allerester Korsett-Versuch
02/2015: Wiederaufnahme Schroth-KG
09/2016: Osteopathie Versuch - > mehrtägige Beschwerden
OFFTOPIC:

Zitat:
Hier doch recht häufig, fast alle nicht nur Schilddrüsenpatienten hatten einen recht niedrigen Selenspiegel im Blut. Von den Leuen die ich so kennengelernt habe, die es getestet hatten


Das klingt sehr subjektiv...ich habe nur aus meinem Vorlesungsskript abgeschrieben...

Zitat:
Selen ist auch wichtig, neben Jod für die Schilddrüse. Es gibt Gedanken zum Jod-Selen-Verhältnis und dem Ausbruch von Autoimmunerkrankungen, die die Schilddrüse betreffen. Besonders Kritiker der siogenanntn "Zwangsjodierung" sehen da Zusammenhänge.


Wieder aus meinem Skript: 3 Dejodinasen (Enzyme) sind Selenoproteine... d.h. sind selenhaltig

Das hat aber nur über 2 oder 3 Ebenen mehr mit Skoliose (Knochenstoffwechsel) zu tun... und ich habe versucht zu den Themen, die du (Zebrastreifen) genannt hast, einen mehr oder weniger direkten und allgemein verständlichen Zusammenhang herzustellen...

Wenn es zu einem, von Zebrastreifen erwähnten Thema mehrere Funktionen gibt, habe ich es mit u.a. gekennzeichnet!!!

_________________
*Melanie* :hallo:

Meine Skoliosegeschichte:
Mein allererster Korsettversuch:

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BeitragVerfasst: Fr, 17.06.2016 - 19:51 
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bei Gradzahlen große Messabweichungen,
ca. th. 28°, lu. 35°
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Therapie: Korsett als Jugendliche, damals auch allg. KG; jetzt Schroth und Spiraldynamik;
Reha: Aug/Sep 2011 in Bad Sobernheim, Mai/Jun 2016 in Bad Salzungen
Korsett: 2011-2014 Sanomed
seit 2015 CCtec
Mama69 hat geschrieben:
https://idw-online.de/de/news636776
Auch dieser Ansatz klingt für mich interessant.


Klingt interessant. Erinnert mich etwas an diesen Thread:

viewtopic.php?f=6&t=30170

Mit dieser Methode scolismart aus den USA geht man ja auch von einer neurologischen Ursache aus, so wie ich das verstanden habe...


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BeitragVerfasst: Mo, 20.06.2016 - 13:08 
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Diagnose: mein 16 jähriger Sohn hat eine Skoliose (am Ende fast 90° in der BWS, 70° in der LWS) und ist jetzt seit dem 23.3.17 operiert und hat jetzt 54° thorakal und 30° lumbal
Therapie: wir hatten ein Korsett von CCTec, haben Spiraldynamik, Vojta, Osteopathie, Schroth gemacht und machen mit Spiraldynamik auch nach der OP weiter
ja, über Scolismart wollte ich mich auch schon informieren, aber es ist etwas schwierig, wenn man so wenig Englisch versteht, bzw. nicht so sicher ist, ob es richtig ist, was man da versteht.

Ich wollte mit TinaCUS telefonieren, aber dann hat es immer nicht gepasst und so bin ich wieder drüber hin gekommen. Ich bin jetzt am überlegen, wenn mein Sohn im Herbst zum Urlaub in NY ist, ob er dort einmal vorbei gehen kann und sich Informationen holen. Leider werde ich nicht dabei sein, weil er mit meinem Bruder fliegt, aber vielleicht klappt es ja.

Denn das würde ich gern verstehen, wie die Neurotransmitter anscheinend auf die Muskulatur einwirkt, dass sie sich nicht gleichmäßig kontrahiert, so dass der Zug auf das Skelett ungleichmäßig ist und auch dadurch eine Skoliose begünstigt wird. Oder dass durch ungleichmäßiges Wachstum die Wirbel nicht gleichmäßig wachsen und wir dann diese Keilwirbel bekommen.
All das ist interessant und ich würde gern mehr darüber wissen, aber in deutsch ist medizinische Forschungliteratur ja nicht zu bekommen, heutzutage geht alles in englisch. Das kenn ich ja schon von der Stimmforschung.
Und es ist schwer etwas zu finden, wenn man nicht als Arzt ohnehin auf dem Gebiet unterwegs ist.
Und es ist schwer herauszufinden, was seriös ist und was nur Geldschneiderei. Gerade was die Geschäfte mit Nahrungsergänzungsmitteln angeht sind sie in den USA auch ganz groß im Geschäfte machen und packen einen am Gesundheits- und Jugendwahn und erzählen die größten Märchen, was alles helfen soll.
Von daher bin ich auch immer erst einmal skeptisch, wenn da großartige Dinge auf irgendwelchen Websites oder bei facebook stehen.

Und dann denke ich immer mal wieder über hormonelle Zusammenhänge nach, denn es bekommen ja deutlich mehr Mädchen als Jungen. Aber da habe ich auch noch nichts Wissenschaftliches gefunden, auch nichts Populärwissenschaftliches.

Jetzt genießen wir erst einmal unseren Urlaub, dann lassen wir uns Mitte August von Prof. Niemeyer über seine Sicht der Dinge aufklären und dann sehen wir weiter.

danke für die vielen interessanten Ideen und vor allem die große Anteilnahme. Das tut mir richtig gut. Da fühle ich trotz des so unpersönlichen Internets, dass es Menschen gibt, die sich interessieren.
Deshalb schreibe ich auch so relativ genau auf, was wir tun und wie es uns geht, weil ich es selbst als große Hilfe empfinde, dass ich an den Kommentaren immer wieder spüren kann, dass wir nicht allein sind

also danke euch allen dafür, liebe Grüße und einen schönen Sommer, wo auch immer ihr und eure Kinder im Sommer sein werden
Sängerin


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BeitragVerfasst: Mo, 20.06.2016 - 13:59 
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Osteochondrose
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Therapie: MT, KG, Osteo.
1.Korsett 5/12, Rahmouni
2.Kors. 8/13, Rahmouni
3.Kors. 12/14, mit Halsteil
4.Kors. 3/16, 2-Schaliges Rahmouni mit Halsteil
Hallo Sängerin,

das wünsche ich euch auch. Erholt euch gut und kommt mal auf andere Gedanken. Das macht den Kopf frei und fit für die nächsten Schritte.
:friends:

Ganz liebe Grüße von meiner sonnigen Terasse,
Gaby


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BeitragVerfasst: Di, 07.03.2017 - 23:02 
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Diagnose: Thorakolumbalskoliose bis 2009 [nach Cobb]: th 50°, lu 31°
Hüftdysplasie & Coxa valga
chronisches Schmerzsyndrom
06/2014: hth: 38°, th: 57°, lu: 34°
Therapie: 3x Katharina-Schroth-Klinik: 2003, 2004, 2006
2006-2010 Schroth-KG
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06/2013: Triple-Osteotomie links
06/2014 Entscheidung zum allerester Korsett-Versuch
02/2015: Wiederaufnahme Schroth-KG
09/2016: Osteopathie Versuch - > mehrtägige Beschwerden
Hallo miteinander,
Zitat:
blackguy hat geschrieben:

OFFTOPIC:
Zitat:
Hier doch recht häufig, fast alle nicht nur Schilddrüsenpatienten hatten einen recht niedrigen Selenspiegel im Blut. Von den Leuen die ich so kennengelernt habe, die es getestet hatten


Das klingt sehr subjektiv...ich habe nur aus meinem Vorlesungsskript abgeschrieben...


Hiermit wollte ich dir Zebrastreifen mitteilen, dass ich meine früher gemachte Aussage, erneuern möchte, da ich das Thema inzwischen von einem anderen Gesichtspunkt her betrachtet, recherchiert habe und bin dabei auf die Bücher von Uwe Gröber gestoßen.
In den unten beschriebenen Bücher wird deine Beobachtung bestätigt... :!:

Er hat zum Thema (Titel: Interaktionen (Beeinflussung, Wechselwirkung) - Arzneimittel und Mikronährstoffe) diverse Bücher veröffentlicht, wobei ich bisher nur eines (Titel: Arzneimittlel und Mikronährstoffe - medikationsorientierte Supplementierung (Ergänzung)) aus der Landesbiobliothek für 1 Monat ausgeliehen habe, was aber sehr fachlich (viel Biochemie) geschrieben ist... :gruebel:
Laut Rezesionen auf Amazon soll das Buch mit dem oben erwähnten Titel kompakt und allgemein verständlich geschrieben sein... :gut:

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*Melanie* :hallo:

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