bin langsam echt am Ende!!
Verfasst: Di, 25.01.2005 - 13:45
Hallolo!
Ich habe bereits vor einigen Monaten über meinen Mann berichtet. Er (und ich auch) hat seit seiner Kindheit Skoliose und früher auch keine Probleme damit gehabt. Er hat einen ausgeprägten "Buckel" und in den letzten Jahren ist er etwas kurzatmig geworden.
Seit etwa 6 Monaten hat er aber große Schmerzen genau entlang der Wirbelsäule. Mittlerweile auch im Bereich der Hüfte und des rechten Beines.
Im September waren wir in Bad Wildungen und dort wurde zu einer OP geraten. Ob die Schmerzen danach weg wären, konnte man uns nicht sagen. Wartezeit für eine OP ca. 1-2 Jahre.
Ich machte einen Termin in Neustadt für Ende Januar. In der Zwischenzeit wollten wir nicht untätig herumsitzen und bekamen für Oktober einen Termin bei Dr. Colemont in Bochum. Er war allerdings der Meinung, das die Beschwerden eine neurologische Ursache haben. Mein Mann wurde zum Radiologen überwiesen um dort einige MRT's zu machen. Der Radiologe und Dr. Colemont waren der Meinung auf den (verpfuschten) Aufnahmen (weil mein Mann nicht richtig gelagert wurde) eine Syringomyelie zu sehen. Das ist eine unheilbare Erkrankung des Rückenmarks, bei der sich Hohlräume bilden. Wir waren am Boden. Da die Schmerzen natürlich nicht weniger wurden, sind wir zum Neurologen, der allerdings auf diesen undeutlichen Aufnahmen nichts erkennen konnte. Er überwies meinen Mann ins KH, damit dort weitere MRT's gemacht werden konnten. Die Diagnose Syringomyelie bestätigte sich dort zum Glück nicht. Aber etwas anderes wurde entdeckt. Mein Mann kam von der Neurologie auf die Innere Abteilung. Er hat Lungenkrebs. Zum Glück haben sich noch keine Metastasen gebildet. Er wurde in ein anderes KH verlegt, wo weiter Untersuchungen gemacht wurden. Der Tumor ist inoperabel, denn er sitzt an einer sehr ungünstigen Stelle. Außerdem könne man den betroffenen Lungenflügel soweiso nicht entfernen, weil mein Mann dann nicht genug "Lunge übrig" hätte. Gegen die Schmezen bekommt er Medikamente, u.a. Morphium. Im KH bemerkten wir dann auch, das sein rechtes Bein viel dünner geworden ist. Durch den Krebs hat er sowieso schon sehr viel an Gewicht verloren. Die Behandlung des Lungenkrebs hat natürlich Priorität. Sei dem 23.12. ist er wieder zu Hause. Vor zwei Wochen hat die Strahlentherapie begonnen. Ich fahre ihn jeden Tag ins KH. Selber Autofahren kann er nicht mehr. Und laufen eigentlich auch nicht mehr richtig. Zu den Schmerzen kommt jetzt noch die Atemnot. Wenn die Bestrahlungen vorbei sind kommt er wieder ins KH zur Chemotherapie.
Der Neurologe vermutet das die Schmerzen doch von der Skoliose kommen. Weil die WS nicht nur verbogen sondern auch verdreht ist. Das Rückenmark soll dabei sehr unter Spannung stehen und so die Schmerzen verursachen.
Den Termin in Neustadt habe ich dann abgesagt und gleich einen neuen gemacht. Den haben wir dann Ende April, in der Hoffnung, das wir die Krebsgeschichte bis dahin im Griff haben.
Ironie des Schicksals: Letzte Woch rief Bad Wildungen an, und teilte mit, das jetzt ein OP-Termin frei wäre.
Mein Mann leidet sehr und kann eigentlich nichts mehr machen. Es ist alles super anstrengend geworden. Warscheinlich kann er danach sowieso in Rente gehen, wie es dann finanziell gehen soll, weiß ich noch nicht. Aber das ist noch weit weg.
Mein Kraftreserven sind auch langsam zu Ende, und manchmal bin ich an einem Punkt, andem in denke, das das doch nicht alles gewesen sein kann!!
Ich muß jetzt für zwei denken und handeln aber es zerreisst mir das Herz, wenn ich meinen Mann so sehe. Ein Schatten seiner selbst.
Vielleicht habt ihr einen Rat?
LG
Ingrid
Ich habe bereits vor einigen Monaten über meinen Mann berichtet. Er (und ich auch) hat seit seiner Kindheit Skoliose und früher auch keine Probleme damit gehabt. Er hat einen ausgeprägten "Buckel" und in den letzten Jahren ist er etwas kurzatmig geworden.
Seit etwa 6 Monaten hat er aber große Schmerzen genau entlang der Wirbelsäule. Mittlerweile auch im Bereich der Hüfte und des rechten Beines.
Im September waren wir in Bad Wildungen und dort wurde zu einer OP geraten. Ob die Schmerzen danach weg wären, konnte man uns nicht sagen. Wartezeit für eine OP ca. 1-2 Jahre.
Ich machte einen Termin in Neustadt für Ende Januar. In der Zwischenzeit wollten wir nicht untätig herumsitzen und bekamen für Oktober einen Termin bei Dr. Colemont in Bochum. Er war allerdings der Meinung, das die Beschwerden eine neurologische Ursache haben. Mein Mann wurde zum Radiologen überwiesen um dort einige MRT's zu machen. Der Radiologe und Dr. Colemont waren der Meinung auf den (verpfuschten) Aufnahmen (weil mein Mann nicht richtig gelagert wurde) eine Syringomyelie zu sehen. Das ist eine unheilbare Erkrankung des Rückenmarks, bei der sich Hohlräume bilden. Wir waren am Boden. Da die Schmerzen natürlich nicht weniger wurden, sind wir zum Neurologen, der allerdings auf diesen undeutlichen Aufnahmen nichts erkennen konnte. Er überwies meinen Mann ins KH, damit dort weitere MRT's gemacht werden konnten. Die Diagnose Syringomyelie bestätigte sich dort zum Glück nicht. Aber etwas anderes wurde entdeckt. Mein Mann kam von der Neurologie auf die Innere Abteilung. Er hat Lungenkrebs. Zum Glück haben sich noch keine Metastasen gebildet. Er wurde in ein anderes KH verlegt, wo weiter Untersuchungen gemacht wurden. Der Tumor ist inoperabel, denn er sitzt an einer sehr ungünstigen Stelle. Außerdem könne man den betroffenen Lungenflügel soweiso nicht entfernen, weil mein Mann dann nicht genug "Lunge übrig" hätte. Gegen die Schmezen bekommt er Medikamente, u.a. Morphium. Im KH bemerkten wir dann auch, das sein rechtes Bein viel dünner geworden ist. Durch den Krebs hat er sowieso schon sehr viel an Gewicht verloren. Die Behandlung des Lungenkrebs hat natürlich Priorität. Sei dem 23.12. ist er wieder zu Hause. Vor zwei Wochen hat die Strahlentherapie begonnen. Ich fahre ihn jeden Tag ins KH. Selber Autofahren kann er nicht mehr. Und laufen eigentlich auch nicht mehr richtig. Zu den Schmerzen kommt jetzt noch die Atemnot. Wenn die Bestrahlungen vorbei sind kommt er wieder ins KH zur Chemotherapie.
Der Neurologe vermutet das die Schmerzen doch von der Skoliose kommen. Weil die WS nicht nur verbogen sondern auch verdreht ist. Das Rückenmark soll dabei sehr unter Spannung stehen und so die Schmerzen verursachen.
Den Termin in Neustadt habe ich dann abgesagt und gleich einen neuen gemacht. Den haben wir dann Ende April, in der Hoffnung, das wir die Krebsgeschichte bis dahin im Griff haben.
Ironie des Schicksals: Letzte Woch rief Bad Wildungen an, und teilte mit, das jetzt ein OP-Termin frei wäre.
Mein Mann leidet sehr und kann eigentlich nichts mehr machen. Es ist alles super anstrengend geworden. Warscheinlich kann er danach sowieso in Rente gehen, wie es dann finanziell gehen soll, weiß ich noch nicht. Aber das ist noch weit weg.
Mein Kraftreserven sind auch langsam zu Ende, und manchmal bin ich an einem Punkt, andem in denke, das das doch nicht alles gewesen sein kann!!
Ich muß jetzt für zwei denken und handeln aber es zerreisst mir das Herz, wenn ich meinen Mann so sehe. Ein Schatten seiner selbst.
Vielleicht habt ihr einen Rat?
LG
Ingrid