Hallo Lachflash,
schön, dass Du meinem Rat gefolgt bist, auch hier zu posten. Leider hast Du einen entscheidenden Teil nicht wiederholt, zu dem ich einen Kommentar abgeben wollte:
Lachflash hat geschrieben:Ich leide seit ca. 6 Jahren an chronischen Schmerzen (bin jetzt 21) und dürfte diese eigentlich gar nicht haben.
Bei mir wurde bei der Einschulung eine Skoliose festgestellt und ich habe für einige Jahre wöchentlich Krankengymnastik gemacht.
2010 wurde in der Werner-Wicker-Klinik eine diskrete thorakolumbale Skoliose rechtskonvex mit einem Krümmungswinkel von 13° nach Cobb gemessen.
2011 dann 30°
Danach war ich deswegen nicht mehr los, weil mir gesagt wurde, es würde sich nichts mehr ändern (ich war damals 16) und Schmerzen könnte ich deswegen gar nicht haben

Krangengymnastik haben sie als unnötig angesehen und gesagt, ich sollte Sport treiben und dann wäre alles super - meine Eltern waren natürlich extrem beruhigt und ich hoffte, dass die Schmerzen wohl wirklich nur Einbildung wären.
Also eine Veränderung des Skoliosewinkels von 13 auf 30 Grad innerhalb eines Jahres im Alter von 16 ist schon bemerkenswert. Und bei einer 30 Grad Skoliose ist nicht nur in diesem Alter (sondern auch später) leider auch eine weitere Verschlimmerung möglich. Höchste Zeit jetzt mit 21 die aktuelle Situation wirklich kompetent abzuklären.
Ich komme aus der Nähe von Hannover und weiß nicht, wie ich jetzt vorgehen soll.
Für Hannoveraner wäre Dr. Wilke in Berlin eine sehr gute Möglichkeit. Leider fällt wohl das 3. Quartal bei ihm aus und wie der Andrang danach ist, kann man nicht sagen. Das Annastift (Orthopädische Klinik der MHH Hannover) kann man vergessen.
Stuttgart ist extrem weit weg und ich wollte Fragen, ob dann die Sprechstunde in der Klinik in
Bad Salzungen die richtige Adresse für mich ist?
Also in Bad Salzungen gibt es eine Bevorzugung von Kindern und Jugendlichen. Insofern wird es mit einem Termin für Erwachsene schwierig, zumal diese Sprechstunde nur einmal in der Woche stattfinden kann (REHA-Klinik-Betrieb). Ausserdem brauchst Du eine Überweisung durch einen Orthopäden, was nicht nur eine zeitliche Frage ist, sondern möglicherweise auch nicht klappt, weil der Orthopäde die Notwendigkeit nicht sehen will.
In Stuttgart hast Du einen niedergelassenen Orthopäden, den Du mit Chip-Karte aufsuchen kannst. Allerdings musst Du einen privaten Anteil von 65 € für die zeitlich erweiterte Beratungszeit zahlen.
Dr. Verres in Bad Sobernheim wäre auch eine Möglichkeit (ohne Zuzahlung), aber er hat dort nur eingeschränkte Zeiten, vermutlich also sehr lange Wartezeiten.
Ist das bei Privat und Kassenpatienten gleich, oder muss ich da noch etwas extra beachten?
Na ja, die Wartezeiten bei "reinen" Privatpatienten sind offenbar kürzer, das hat sich neulich z. Bsp. bei Dr. Hoffmann mit 3 Wochen Frist herausgestellt.
Bist Du privat versichert?
Hoffentlich bringt das endlich mal was, ausprobieren würde ich inzwischen so ziemlich alles, was auch nur ansatzweise Erfolg verspricht

Im Forum gibt es sehr viele entsprechende positive Erfahrungen, insbesondere zu Dr. Hoffmann, nachdem oft jahrelang in den Regionen alles vergeblich war. Dieser erfolglose Aufwand ist in der Regel wesentlich höher, als eine weite Fahrt. Ganz abgesehen vom Frust.
Bei allen Überlegungen solltest Du auch über die Möglichkeit eines korrigierenden Korsetts nachdenken. Wenn dies aufgrund der Diagnose ein Behandlungs
vorschlag sein
könnte, käme es nicht nur darauf an, ob Du Dir so etwas vorstellen könntest, sondern auch darauf, wo das gemacht wird. Bei Dr. Hoffmann, der eigentlich mit dem Korsettbauer Rahmouni zusammenarbeitet gäbe es auch die Möglichkeit, den Korsettbauer CCtec als Wunsch zu wählen, der in Berlin ansässig ist und auch in Hamburg eine Möglichkeit hat. So ein Korsett muss gewartet werden. Und Dr. Wilke kann ja später durchaus eine Rolle spielen, wenn sein neuer Praxisstandort (vermutlich in Berlin) in Betrieb ist.
Gruß
Klaus