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HWS-Verschleiß

Verfasst: Mo, 24.08.2009 - 22:08
von Cleo
Hallo zusammen,
ich habe ziemliche Probleme mit der HWS. Unter anderem habe ich seit einiger Zeit (ca. 10 Monate) Probleme mit der Stimme. Ich bin ständig heiser. Der HNO-Arzt kann nichts feststellen und der Pulmologe kann es sich auch nicht erklären. Kann es sein, dass die Heiserkeit von einem eingeklemmten Nerv der HWS kommt? Hat von euch jemand Erfahrungen damit? :nixweiss:
L.G. Cleo

Verfasst: Mo, 24.08.2009 - 23:03
von Ramses
Hallo Cleo,

das kann ich mir nicht vorstellen, weil der Kopf, Hals und auch Kehlkopf wird von Hirnnerven versorgt, diese verlaufen nicht in der Wirbelsäule sondern verlassen das Gehirn auf anderen Wegen.

Gruß

Ramses

Verfasst: Di, 25.08.2009 - 07:27
von Tanja84
Guten Morgen,

wenn ich mich recht erinnere sieht die Dorn-Therapie da schon Zusammenhänge. Evtl. mal in einem Buch dazu nachlesen.

LG

Recurensparese

Verfasst: Di, 25.08.2009 - 08:56
von Cleo
Hallo und Guten Morgen,
ich habe mal mit einer Radiologieassistentin darüber. gesprochen. Ihr ist meine ständige Heiserkeit am Telefon aufgefallen. Es ist wahrscheinlich eine Recurensparese. Durch Ausfall dieses Nervus kann es zu bedingter Lähmung der inneren Kehlkopfmuskulatur kommen. Nachgewiesen wird dies im MRT. Ist bei mir aber nicht möglich, da ich Implantate aus Stahllegierungen habe. (Manchmal weiß das med. Personal fast mehr als ein Arzt.) :lach:
Danke Ramses und Tanja für eure Antwort. Es geht aber noch weiter. Ab und zu habe ich Sehstörungen. Es fing an, dass ich nur noch Flimmerpunkte gesehen habe. Die intensive Untersuchung der Augen hat nichts ergeben. Nach etwa drei Stunden war auch alles wieder i.o. Inzwischen habe ich das häufiger. Ich trau mich schon kaum noch dem Arzt was zu sagen. Ich glaube auch da kann man ja nicht viel machen.
Ist schon wahnsinn wie sensibel die Wirbelsäule reagieren kann.
L.G.
Cleo

Verfasst: Di, 25.08.2009 - 09:54
von Klaus
Cleo hat geschrieben:Es fing an, dass ich nur noch Flimmerpunkte gesehen habe.
Ein Augenarzt hat mir mal gesagt, dass dies durch Verspannungen der Nackenmuskulatur hervorgerufen werden kann.

Wie sieht denn Deine HWS im Röntgenbild aus?

Gruss
Klaus

Verfasst: Di, 25.08.2009 - 11:19
von Cleo
Sehr bescheiden.
Das CT sagt folgendes:
Befund: LWK 1/2 Normwertig weiter ossärer Spinalkanal mit einem Sagittaldurchmesser von 22 mm, kein NPP-Nachweis.
L4/5 Zeichen der Intervertebralosteochondrose, deutliches Vakuumphänomen der BS, insbesondere ventrale Spodylophytbildung. Bds. unbehinderter Nervenwurzelaustritt von L4 trotz eines breitbasigen subligamentär verbleibenden NPP. Der Duralschlauch wird allenfalls geringfügig von ventral pelottiert, der ossäre Spinalkanal verbleibt jedoch normwertig weit. In Höhe L5/S1 Nachweis einzelner weniger mm großer retroperitonealer LK, die lediglich seitenasymetrische Konfiguration der paraspinalen Muskulatur aufgrund der doch deutliche Skoliose.
Bei li.konvexer LWS-Skoliose und Zeichen der Intervertebralosteochondrose vorrangig im Segment L4/5 Nachweis eines breitbasigen, subligamentären NPP in Höhe L4/5 ohne relevante Duralschlauchkompression bzw. Nervenwurzelirritation. Nachweis spinaler Zysten bis 13 mm Durchmesser in Höhe S2.
Ramses hatte mir schon beim Übersetzen geholfen. (Siehe Operatin - Querschnittslähmung) Ich weiß leider nicht wie ich diesen Link übertrage.
Massagen bekomme ich schon, bringt aber nicht allzuviel. Ich kann nur hoffen, dass nicht noch mehr dazukommt.
L.G.
Cleo

Verfasst: Di, 25.08.2009 - 11:23
von Cleo
Sorry, das war die LWS.
Hier die HWS:Bei Fehlstellung der HWS Nachweis bereits deutlicher degenerativer HWS-Veränderungen in Höhe HWK5 bis 7 im Sinne einer Interverbralosteochondrose, Spondylosis deformans sowie Retrospondylose und Unterkonvertebralarthrose.Jedoch kein eineutiger Nachweis für Cervikalforminalstenosen, sowie auch kein Anhalt für eine Nervenwurzelirritation. Kurzstreckige Einengung des össären Spinalkanales auf Werte der relativen Spinalkanalstenose in Höhe HWK6/7 retrospondylophytär bedingt mit Kompression des cervicalen Myelon.
Nachweis einzelner nicht signifikant vergrößerter Lymphknoten bds. entlang der Halsgefäßscheide.
Nachweis einzelner nicht signifikant vergrößerter Lymphknoten bds. entlang der Halsgefäßscheide.
Re.konvexe HWS.Skoliose, vermehrte Kyphosierung der HWS bei HWK 4 bis 7.Hochgradige Zwischenwirbelerniedrigung in Höhe HWK5 bis 7 mit nahezu aufgebrauchtem Zwischenwirbelraum. Vakuumphänomen der Bandscheibe bei HWK 5/6. Zudem ausgeprägte ventrale spangenbildende Spondylophytbildung sowie beginnende Retrospondylose in Höhe HWK5 bis 7. Zudem massive Unkonvertebralarthrose.

Gruß
Cleo

Verfasst: Mi, 26.08.2009 - 11:07
von Klaus
Cleo hat geschrieben:Re.konvexe HWS.Skoliose, vermehrte Kyphosierung der HWS bei HWK 4 bis 7
Sollte man da nicht mit spezieller Schroth KG ansetzen ?

Gruss
Klaus

Verfasst: Mi, 26.08.2009 - 12:58
von Cleo
Ich war schon 2001 in BaSa und hatte Schroth. Leider habe ich keine guten Erfahrungen gemacht. Ich konnte nach einer Woche überhaupt nicht mehr laufen und habe nur noch wenige Behandlungen bekommen. Durch den Bandscheibenvorfall und meine große Versteifungsstrecke ist leider nicht mehr viel zu machen. Meine Physiotherapeutin kennt sich aber mit Schroth aus und macht gezielt einige Übungen (an der Sprossenwand)die ich auch ganz gut vertrage. Außerdem bekomme ich MT. Komme gerade wieder vom Arzt und der hat mir wieder von einer weiteren OP abgeraten, da doch das Risiko sehr groß ist. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Entspannungsübungen nach Jacobsen gemacht.
Ich horche ja nicht den ganzen Tag in mich hinein, aber bei einigen Beschwerden muß ich schon abklären ob es wirklich von der Wirbelsäule kommt.
Meine Atembeschwerden wurden auch auf die Wirbelsäule geschoben und dann war es eine Lungenembolie. Nun nehme ich Blutverdünner und das macht die ganze Sache auch nicht einfacher.

L.G.
Cleo

Verfasst: Mi, 26.08.2009 - 17:29
von Ramses
Hallo Cleo,

Schroth ist leider auch kein Allheilmittel und es gibt immer auch Ausnahmen, bei denen diese Therapie nicht zum gewünschten Erfolg führt. Die MT ist für Dich sicher sinnvoller, auch die Regulation des Muskeltonus ist sehr gut. Du solltest erstmal das Hauptaugenmerk auf den Bandscheibenvorfall legen, der kann höllische Schmerzen verursachen. Du kannst Deine Physiotherapeutin auch einmal darauf ansprechen ob eine Schlingentischbehandlung sinnvoll ist.

Gruß

Ramses

Verfasst: Mi, 26.08.2009 - 19:01
von Cleo
Hallo Ramses,
danke für den Tipp. Werde gleich Morgen mit ihr darüber sprechen. Die Schmerzen sind wirklich schlimm, aber ich muß versuchen Tabletten zu reduzieren, auch wenn ich es kaum aushalte. Seit meiner AHB (Anschlußheilbehandlung) bin ich ziemlich zugedröhnt worden, weil kein Arzt so richtig was machen kann. Der Orthopäde meinte nur, was soll ich ihnen denn geben, ich bringe sie ja um wenn ich spritze.
L.G.
Cleo

Verfasst: Mi, 26.08.2009 - 19:05
von Ramses
Hallo Cleo,

ich wünsche Dir dass Du bald die für Dich optimale Behandlungsmethode findest und deiner Schmerzen Herr wirst.

Gruß

Ramses

Verfasst: Do, 27.08.2009 - 10:42
von Klaus
Cleo hat geschrieben:Ich war schon 2001 in BaSa und hatte Schroth. Leider habe ich keine guten Erfahrungen gemacht. Ich konnte nach einer Woche überhaupt nicht mehr laufen und habe nur noch wenige Behandlungen bekommen
Ich dachte auch mehr an spezielle Schroth-Übungen im HWS Bereich.
Allerdings vermute ich aus den entsprechenden Diskussionen zur HWS Kyphose, dass hier relativ selten gezielt behandelt wird.

Gruss
Klaus

Verfasst: Do, 27.08.2009 - 14:31
von Cleo
Ich war ja schon vor acht Jahren in BaSa. Da war ich noch ziemlich fit ;D und hatte die Beschwerden in der HWS noch nicht so schlimm. Die Therapeuthen hielten aber damals die Schroth-Behandlung für mich nicht so optimal.
Heute war ich übrigens zur Behandlung und habe MT im Nacken und Schulterbereich bekommen. Das waren Schmerzen. Zur Zeit weiß ich garnicht wo ich mich zuerst behandeln lassen soll. Aber ich habe es ja schon so oft durchgemacht und weiß, dass es auch wieder bessere Tage geben wird.

L.G.
Cleo