Besuch bei Dr. Hoffmann - Kyphoskoliose => Einlagen, OP?

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blume79
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Besuch bei Dr. Hoffmann - Kyphoskoliose => Einlagen, OP?

Beitrag von blume79 »

Hallo!
Nun ist es so weit. Am Dienstag waren ich und meine Mutter bei Dr. Hoffmann in Leonberg. Hier die Ergebnisse:
Ich: Kyphose 35° li.konvex thorakal 11°
Meine Mutter: re.konvex lumbal 51° Drehgleiten, Kyphose 78°

Wir haben nun beide KG nach Schroth ambulant verschrieben bekommen. Ich zusätzlich Einlagen um den Beckenschiefstand auszugleichen, meine Mutter einen LWS-Stützgurt. Wenn es bei mir mit der ambulanten KG nicht besser wird, könnte ich einen Antrag auf Reha stellen. Bei meiner Mutter sei aber "ehrlich gesagt, der Rücken eine tickende Zeitbombe (wg. des Drehgleitens) und es würde nichts mehr helfen als eine OP". Und mir hat er noch gesagt, dass es ihm lieber gewesen wäre meine Mutter wäre früher gekommen, so geht sie in spätestens 10 Jahren am Stock. :nein:

Es war uns allerdings schon vorher klar, dass wir eigentlich keine OP möchten ... Meine Mutter steht jetzt auf einer Warteliste für einen Beratungstermin von einem Chirurgen zur OP.

Alles in allem nicht sehr aufbauend, und viel klüger bin ich jetzt auch nicht.
Bei mir ist der Befund ja nun wirklich nicht sehr ausgeprägt, trotzdem habe ich seit 8 Monaten chronische Schmerzen und immer wiederkehrende Blockaden in der BWS. :(

Wie solls nun weitergehen? Sind die Einlagen sinnvoll? Ist eine Operation unumgänglich? :/

Über Diskussion freut sich
Blume

p.s.: Weiß nicht ganz, ob mein Eintrag hier an dieser Stelle richtig ist, hatte schon einmal im Scheuermann-Unterforum gepostet unter viewtopic.php?t=9958&PHPSESSID=27fae344 ... b92e64ddbb
Hätte ich da besser weiterposten sollen? Andererseits ist es ja nun ein neues Thema ...
Lady S
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Beitrag von Lady S »

Hallo Blume,
Sind die Einlagen sinnvoll? Ist eine Operation unumgänglich?
Das zu beurteilen sollte Aufgabe des Arztes sein. Wenn Ihr Euch nach der Beratung durch Dr. Hoffmann immer noch unsicher seid, solltet Ihr vielleicht vor einer OP noch eine 2. Meinung einholen?

Probier das doch einfach mal, wie sich die Einlagen auswirken!
Und immer schön schrothen! Zu zweit kann man sich doch auch schön motivieren!
Grüsse, Lady S
blume79
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Zweitmeinung

Beitrag von blume79 »

Hallo Lady!
Für die Zweitmeinung hinsichtlich der OP steht meine Mutter ja nun auf der Warteliste zu einem Beratungsgespräch durch einen Chirurgen. Da soll dann das Für und Wider besprochen werden.

Wie läuft das eigentlich mit der Schroth-KG?
Wie bekommt man ein Anschluss-Rezept? (In Leonberg anrufen)?
Wie sieht jetzt die Weiterbehandlung durch meinen Orthopäden aus? (Soll ich da einfach mit meinen neuen Röbis hinspazieren und sagen: Schauen Sie mal, bin "fremdgegangen" - habe jetzt neue Röbis und bekomme Schroth-KG, können Sie mir jetzt auch die KG weiterverschreiben)?
Wie handhabt ihr das ortsansässige Orthopäden und Orthopäde von außerhalb unter einen Hut zu bekommen?

LG Blume
Lady S
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Beitrag von Lady S »

Hallo Blume,
Du kannst versuchen, in Leonberg anzurufen und um ein Folgerezept zu bitten. Da aber sowieso gleich das nächste Quartal beginnt, ist es sinnvoller, Du gehst zu Deinem örtlichen Orthopäden und lässt Dir da ein Rezept geben.
Dr. Hoffmann ist aufgrund der vielen Wirbelsäulenpatienten budgetmässig an der "Oberkante".
Dem Orthopäden kannst Du ja ruhig sagen, dass Du bei einem Skoliose-Spezialisten warst und dass Du dessen Empfehlung jetzt mal folgen willst.
Auf dem Rezept braucht nur "Krankengymnastik" zu stehen; dass Du Schroth bekommst, machst Du dann mit dem Therapeuten aus.
Eine gute Schroth-Therapeutin ist das A und O! Schaue darauf, dass er oder sie die Ausbildung hat (Liste in Sobernheim erfragen!).

Grüsse,
Lady S
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

blume79 hat geschrieben:Ich zusätzlich Einlagen um den Beckenschiefstand auszugleichen.....Sind die Einlagen sinnvoll?
Einlagen sind dann sinnvoll, wenn der Beckenschiefstand durch wirkliche Beinlängendifferenzen ausgelöst wurde.
Andrerseits weiß ich nicht, ob eine 11 Grad Skoliose einen sichtbaren Beckenschiefstand auslösen kann.
Wenn es bei mir mit der ambulanten KG nicht besser wird, könnte ich einen Antrag auf Reha stellen.
Bei 35 Grad Kyphose ist das ein "großzügiges" Angebot, weil die Abweichung nun wirklich gering ist. (Normalwert ca. 30 Grad.)

Ich würde wirklich die ambulante Schroth KG ausnutzen, zumindest die üblichen 3x6 Behandlungen und wie schon gesagt, dies vom Orthopäden vor Ort verschreiben lassen. Dann kannst Du sehen, ob sich das auf Deine Schmerzsituation positiv auswirkt.

Gruss
Klaus
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