Schon lange Skoliose - wie gehe ich vor?

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Marilla

Schon lange Skoliose - wie gehe ich vor?

Beitrag von Marilla »

Hallo

ich bin 49, w, 47 kg, wohne in NRW. Als ich so Ende 20 war, hat bei mir ein Orthopäde eine "mittelprächtige" Skoliose festgestellt, "etwa eine Daumenbreite". Ich habe ein paar Gymnasikstunden bekommen und sollte mich bei einer Schwangerschaft wieder melden, das wars. Weil ich keine Beschwerden hatte, habe ich keinen Anlass gesehen und mich bisher nicht weiter darum gekümmert.

Nachdem ich hier etwas mitgelesen habe, sollte ich mich aber wohl besser doch mal kümmern, oder? Zumal ich inzwischen das Gefühl habe, dass Verspannungen im Entstehen sind.

Ich habe also meinen Hausarzt darauf angesprochen. Eigentlich wollte ich von ihm wissen, wohin ich da am besten gehe. Er gab mir erstmal eine Überweisung für eine MRT-Aufnahme. Ich habe dort angerufen und mir einen Termin geholt. Mir wurde aber gesagt, es werden drei Teilaufnahmen, also keine Ganzaufnahme, wie hier immer geraten wird.

Soll ich das machen lassen oder nicht? Wie kann ich das Problem am besten angehen?

Für Ratschläge von erfahrenen Leuten wäre ich sehr dankbar!

Viele grüße
Mari
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Bully
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Beitrag von Bully »

Liebe Marie

Herzlich Willkommen hier im Forum.

Ich bin Sigrid und wohne auch in Nrw.Bist Du vieleicht in meiner Nähe?

Das wäre ja super.Ich bin 50 jahre alt und habe auch eine Skoliose.

37/45 Grad,die mich sehr ärgert und auch sehr schmerzt.

Wenn du mehr wissen möchtest schreibe mir doch eine Pin.

liebe grüße sigrid :)
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Schu
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Beitrag von Schu »

Hallo Marie,
auch von mir ein herzliches Willkommen. Bevor Du zum MRT gehst: Das ist zur Skoliosediagnostik/-beurteilung nicht sinnvoll. Beim MRT siehst Du den Körper in Schichtansichtund nicht die ganze Wirbelsäule. Zur Beurteilung der Skoliose brauchst Du ein Röntgenbild. Es reicht auch eins mit geringer Strahlendosis. (Low dose Aufnahme).
Ganzaufnahmen der Wirbelsäule sind immer besser, weil Du dann die Verkrümmung genauer/ fehlerfreier berechnen kannst, als wenn Du mehrere Aufnahmen aneinander klebst. Aber zur Not geht das auch...
Viele Grüße,
Katja
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Marilla

Beitrag von Marilla »

Vielen Dank für Eure Antworten!

Hallo Katja, dann suche ich mir doch besser erstmal einen entsprechenden Orthopäden. Wie gut, dass es solche Foren gibt...

Hallo Sigrid, leider hat das mit dem Registrieren nicht geklappt, habe (noch?) keine Bestätigungsmail, deshalb geht das mit der PN nicht.

Viele Grüße
Marie
Lady S
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Beitrag von Lady S »

Hallo Marilla,
mir ging's so ähnlich wie Dir: mit 20 wurde die Skoliose mal ausgemessen, ich mit dem Rat "Krankengymnastik machen" nach Hause geschickt und dann kam lange nichts mehr. Besuche bei Orthopäden waren immer eher ergebnislos ("ihr Rücken ist krumm" - danke, das wusste ich schon). Erst mit 50(!) kam ich über dieses Forum in die richtige Richtung.

Warum soll denn ein MRT gemacht werden? Gibt es Verdacht auf Bandscheibenvorfall, Verengung des Spinalkanals o.ä.? Für die Beurteilung und Vermessung der Skoliose ist ein Röntgenbild im Stehen (Ganzaufnahme) erforderlich und ausserdem ein Arzt, der die Beurteilung auch durchführen und Dich entsprechend beraten kann.
Geh nicht auf gut Glück zu irgendeinem Orthopäden - das wird nichts!
Überleg Dir, ob Du nicht gleich zu Dr. Hoffmann nach Leonberg pilgerst.
Das hört sich zwar ein bisschen aufwendig an, aber Du brauchst ja keine Dauerbetreuung durch einen Orthopäden, sondern erst mal eine exakte Diagnose, eine Einschätzung des derzeitigen Status und eine Beratung.
Grüsse, Lady S
Marilla

Beitrag von Marilla »

Hallo Lady S,

nein, nichts dergleichen. Ich habe auch keine großartigen Beschwerden, aber mit kleinen fängt es ja irgendwie meistens an.

Warst Du bei Dr. Hoffmann? Was hat Dich in die richtige Richtung geführt?

Was ist denn mit Unikliniken in meiner Gegend?

Grüße
Marilla
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

OFFTOPIC
Marila hat geschrieben:Was ist denn mit Unikliniken in meiner Gegend?
Dazu solltest Du Dich hier mit Wohnort oder Region im Profil hier anmelden!

Gruss
Klaus
Lady S
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Beitrag von Lady S »

Hallo Marilla,
ich bin irgendwann auf dieses Forum gestossen und habe eine ganze Weile verfolgt, was hier so vor sich geht und diskutiert wird. Ich war ziemlich misstrauisch, weil immer nur von 2 Kliniken und einer Handvoll Ärzten die Rede war. Da Leonberg nicht weit weg von mir ist, bin ich dann doch mal zu Dr. Hoffmann gegangen - mit einer längeren Frageliste.
Zum ersten Mal im Leben habe ich mich dort vernünftig beraten gefühlt (Status, Prognose, was tun, was lassen usw.).
Z. B. wurde auch der Einfluss einer einseitigen Schuherhöhung auf die Skoliose gemessen (3D-Darstellung der Rückenoberfläche; zahlt die gesetzl KK nicht).
Er hat mir eine Reha zum Erlernen der Schroth-KG empfohlen und ich war dann auch ziemlich bald 4 Wochen in Bad Salzungen, was mir einen richtigen Motivationsschub gegeben hat. Zuvor hatte ich hier in der Gegend ein paar Einheiten Schroth in einer KG-Praxis; aber es ist relativ schwer, die korrekte Durchführung der Übungen auf diese Weise zu erlernen.
Ich habe das Gefühl, dass ich meinen Rücken jetzt viel besser "im Griff" habe, auch wenn ich zugegebenermassen mit der KG nicht so konsequent bin wie ich es sein sollte...

Schau mal unter "Gesucht/Gefunden" für Deine Region, ob dort ein Arzt empfohlen wird.
Es kann gut sein, dass es "da draussen" weitere mit Skoliose vertraute und dafür kompetente Ärzte gibt, aber WIR KENNEN SIE NICHT.

Grüsse, Lady S
Marilla
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Beitrag von Marilla »

Danke Euch sehr für die Antworten. Den MRT-Termin habe ich erstmal wieder abgesagt. Tja, wo jetzt eine Röntgenaufnahme herbekommen, auf der die Wirbelsäule als Ganzes drauf ist.

Unser Sohn hat eine schwierige und seltene Krankheit, dort sind wir immer mit Unikliniken gut gefahren. Was habt Ihr für Erfahrungen mit Unikliniken? Gibt es keine geeignete in NRW? Leonberg ist wirklich sehr weit. :/

Danke, Mari
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Marila hat geschrieben:Tja, wo jetzt eine Röntgenaufnahme herbekommen, auf der die Wirbelsäule als Ganzes drauf ist.
Bei Dr. Hoffmann bekommst Du die Rundum-Versorgung!

Was nützt Dir eine Ganzaufnahme, wenn dann nicht eine kompetente Diagnose mit richtigem Behandlungsweg folgt?
Und diese Ganzaufnahme ist auch nur selten zu bekommen und noch seltener in strahlungsreduzierter Digitaltechnik, wie das Dr. Hoffmann macht.
Was habt Ihr für Erfahrungen mit Unikliniken?
Bezüglich Skoliose/Kyphose sind die manchmal bei der Kinder und Jugendlichen Versorgung ganz gut, wie z.Bsp. in Essen.
Bei Erwachsenen hat man die Chance eine Ganzaufnahme mit Diagnose zu bekommen, allerdings sind dann die Behandlungsvorschläge oft nicht kompetent und meistens chirurgisch ausgerichtet.
Abgesehen von wenig erfahrenen Assistentzärzten, die solche Wirbelsäulen- oder Skoliose-Sprechstunden abhalten.

Wenn man die vielen erfolglosen Versuche und die Lauferei mal zusammenzählt, dann ist das für viele hier bislang wesentlich aufwendiger gewesen, als die einmalige Fahrt nach Stuttgart.

Gruss
Klaus
Marilla
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Beitrag von Marilla »

[equote]Wenn man die vielen erfolglosen Versuche und die Lauferei mal zusammenzählt, dann ist das für viele hier bislang wesentlich aufwendiger gewesen, als die einmalige Fahrt nach Stuttgart. [/equote]

Hallo Klaus, da hast Du natürlich recht. Danke. Dann werde ich mal sehen, dass ich mich auf den Weg mache...

Grüße
Maril
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