Zusammenwachsen von Wirbeln

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kuddelmuddel123
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Zusammenwachsen von Wirbeln

Beitrag von kuddelmuddel123 »

Hallo,

aufgrund eines neuen Röntgenbildes wurde festgestellt, dass sich der Abstand zwischen zwei Wirbeln verringert hat.
Beide Wirbel zeigen einen Zuwachs an Knochenmasse zur Seite hin.
Es wurde die Vermutung geäußert, dass die beiden Wirbel zusammenwachsen werden.

Frage:
Was sind als Folgen des Zusammenwachsens zu erwarten?

Klar ist, dass die Wirbelsäule etwas unbeweglicher wird - wobei diese wegen der Skoliose eh eingeschränkt ist.
Sollte das Zusammenwachsen verhindert werden? Wenn ja, wie?
Genannt wurde eine Kubinorthese als Maßnahme (ohne Angabe über die Tragedauer oder eine Vorgabe, zu welchen Aktivitäten sie zu verwenden sei).

VG, Kuddelmuddel
Sabona
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Re: Zusammenwachsen von Wirbeln

Beitrag von Sabona »

Hallo Kuddelmuddel,

zur eigentlichen Frage kann ich dir leider nichts sagen. Aber zur Kubinorthese.
Ich trage eine bei belastenden Hausarbeiten, z.b. Staubsaugen. Sie wird ja aufgepumpt und entlastet dadurch die LWS durch eine leichte Streckung. Man soll sie aber nicht zulange tragen. Höchstens 2-3 Stunden täglich.
Fast genauso gut funktioniert der Disk-Dr. Ist nur ein breiter Gürtel, der auch aufgepumpt wird, und so eine Streckung erzeugt. Nur viel bequemer zu tragen und gut unter Kleidung zu verstecken.
Sind bei dir die Wirbel in der LWS betroffen?

LG
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Klaus
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Re: Zusammenwachsen von Wirbeln

Beitrag von Klaus »

Hallo kuddelmuddel,
aufgrund eines neuen Röntgenbildes wurde festgestellt, dass sich der Abstand zwischen zwei Wirbeln verringert hat.
Beide Wirbel zeigen einen Zuwachs an Knochenmasse zur Seite hin.
Es wurde die Vermutung geäußert, dass die beiden Wirbel zusammenwachsen werden.
Es kommt darauf an, wie das genau aussieht.
Bei mir (tiefe Hyperkyphose) gibt es 2 Knochenspangen, die sich an einer Seite der jeweils beiden Wirbel gebildet haben. Das ist eine Reaktion des Körpers gewesen, um eine weitere Verschlechterung zu verhindern (Dr. Steffan 2005). Die Wirbel sind dabei nicht zusammengewachsen. Insgesamt bin ich mit dieser Teilfixierung noch relativ flexibel, wobei "relativ" ganz individuell zu sehen ist.

Ob das bei Dir eine ähnliche Reaktion sein könnte, kann ich natürlich nicht beurteilen.
Leider hast Du nicht geschrieben, wer das festgestellt und eine Kubin Orthese ins Spiel gebracht hat. War das ein hier bekannter Spezialist? Normalerweise kommt diese Orthese bei Schmerzen zur Anwendung, die mit einem korrigierenden Korsett nicht in den Griff zu bekommen sind. Dabei spielt der Abstand der Wirbel die große Rolle.

Gruß
Klaus
kuddelmuddel123
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Re: Zusammenwachsen von Wirbeln

Beitrag von kuddelmuddel123 »

Hallo Sabona, hallo Klaus,

bei mir geht es um die LWS.
Dr. Steffan hatte mir während meiner Reha die seitlichen Zuwächse an den Wirbeln im Röntgenbild gezeigt und gemeint, dass in ca. 15 Jahren (also so ca. zum Rentenbeginn) die Wirbel zusammenwachsen würden. Seine Darstellung ist mir nicht als etwas in Erinnerung, das es unbedingt zu verhindern gilt. Mehr "ist halt so" und als Maßnahme des Körpers gegen den Gleitwirbel.
Nun war ich zur Kontrolle in BaSo bei Dr. Odak.
Im neuen Röntgenbild ist der Spalt zwischen 2 Wirbeln der LWS kleiner geworden, Das ist genau an der Stelle, an der ich auch einen Gleitwirbel habe.
Nun klang es für mich so, als ob die Spaltverkleinerung und das seitliche Wachstum aufgrund von zu hohem Druck schlimm wäre. Dass ich es verhindern müsste.
Was ich real an Beschwerden habe, ist nicht wirklich viel.
Ich merke, dass ich rascher als früher beim Spülen oder Unkraut rupfen ein Ziehen im Rücken spüre. Im Alltag merke ich eigentlich nix.
Zwischendurch hatte ich eine Zeitlang ein Taubheitsgefühl an einem Zeh. Das ist jedoch wieder weg, seit ich ergänzend zu Schroth auch Spiraldynamik mache und da über den Anfang hinweg war.

Leider gab es keine Info, wie lange er sich das Tragen vorstellt oder zu welchen Betätigungen.
Ich habe auch nicht erfahren, ob es um eine temporäre Entlastung gehen würde oder damit eine Verschlechterung aufgehalten werden soll.
Ich war auch zu überrascht darüber, dass ich an meiner Behandlung was verändern sollte, als dass ich vernünftig nachfragen hätte können.
Meine Untersuchung bestand aus überraschend wenig. Erst wurde nur mit dem Skoliometer die Verdrehung gemessen und nachdem ich es unbedingt wollte, das Rö-Bild angefertigt. Meine Beweglichkeit wurde nicht geprüft - das kannte ich bislang anders.

Meine Physiotherapeutin sagte mir, dass man rein vom Rö-Bild davon ausgehen würde, dass ich ziemliche Beschwerden in der LWS haben müsste.
Sie meinte, dass es für mich v.a. wichtig wäre in Bewegung zu bleiben.
Sie würde mir raten, nichts zu tun, um die LWS zu mobilisieren. Und besser eine natürliche Verwachsung als eine operative, bei der auch nicht sicher ist, ob sich wirklich was bessert.

VG, Kuddelmuddel
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Klaus
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Re: Zusammenwachsen von Wirbeln

Beitrag von Klaus »

Hallo kuddelmuddel,
Dr. Steffan hatte mir während meiner Reha die seitlichen Zuwächse an den Wirbeln im Röntgenbild gezeigt und gemeint, dass in ca. 15 Jahren (also so ca. zum Rentenbeginn) die Wirbel zusammenwachsen würden. Seine Darstellung ist mir nicht als etwas in Erinnerung, das es unbedingt zu verhindern gilt. Mehr "ist halt so" und als Maßnahme des Körpers gegen den Gleitwirbel.
ok, das ist jetzt ein spezielles Thema.
Die Frage ist aber, was ist mit seitlichen Zuwächsen konkret gemeint?
Sind es sich bildende Knochenspangen, die ja auch zu einem Verbinden beider Wirbel führen, aber einen Großteil des Spaltes aufrecht erhalten?
Im neuen Röntgenbild ist der Spalt zwischen 2 Wirbeln der LWS kleiner geworden,
Ist es tatsächlich der Spalt in der vollen Fläche?
Ich habe allerdings keine Ahnung, ob es dann in der Praxis einen Unterschied macht, ob vollflächig zusammengewachsen oder durch Knochenspangen verbunden.
Was ich real an Beschwerden habe, ist nicht wirklich viel.
Damit geht es aktuell wohl auch nicht um die eigentlich gedachte Wirkung der Kubin Orthese.
Leider gab es keine Info, wie lange er sich das Tragen vorstellt oder zu welchen Betätigungen.
Ich habe auch nicht erfahren, ob es um eine temporäre Entlastung gehen würde oder damit eine Verschlechterung aufgehalten werden soll.
Ich gehe zwar davon aus, dass Dr. Steffan regelmässig hier mitliest. Aber bei diesem Spezialfall würde ich Dir raten, Dich per PN an Dr. Steffan zu wenden. Du bist ja eine ehemalige Patientin von ihm. Dazu kommt, dass er bei der Übergabe der Erwachsenen Patienten an Dr. Odak von einer internen Zusammenarbeit gesprochen hatte.

Gruß
Klaus
kuddelmuddel123
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Re: Zusammenwachsen von Wirbeln

Beitrag von kuddelmuddel123 »

Hallo Klaus,

inzwischen habe ich eine Rückmeldung von Dr. Steffan bekommen - er könne leider ohne aktuellen Befund nicht weiterhelfen. Damit weiß ich leider nicht, wie kritisch die im Röntgenbild zu sehende Veränderung nun wirklich ist und muss auf dieser Basis meine weitere Vorgehensweise festlegen.
Dies führt bei mir zu einer ziemlichen Ernüchterung über die Qualität der Versorgung von Erwachsenen im MVZ.
Ich muss mal sehen, ob und wann ich mich aufraffen kann, einen separaten Bericht über meinen letzten Termin dort zu schreiben.

VG, Kuddelmuddel
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Re: Zusammenwachsen von Wirbeln

Beitrag von Klaus »

Hallo kuddelmuddel,
inzwischen habe ich eine Rückmeldung von Dr. Steffan bekommen - er könne leider ohne aktuellen Befund nicht weiterhelfen.
Verstehe ich nicht, wenn der aktuelle Befund sich doch im MVZ bei Dr. Odak befinden muss. Hast Du evtl. nicht direkt darauf hingewiesen ?
Eigentlich sollte dort ja eine Zusammenarbeit problemlos möglich sein.

Gruß
Klaus
kuddelmuddel123
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Re: Zusammenwachsen von Wirbeln

Beitrag von kuddelmuddel123 »

Hallo Klaus,
ich hatte dazu geschrieben, wann ich genau da war und bei wem dort. Dazu noch meine Adresse. Das sollte ausreichen.
Was Herr Odak als Befund notiert hat, kann ich natürlich nicht sagen. Ich kann nur annehmen, dass es zu wenig ist, wenn für eine Beantwortung der aktuelle Befund zum Rö-Bild noch notwendig wäre.
VG, Kuddelmuddel
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Klaus
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Re: Zusammenwachsen von Wirbeln

Beitrag von Klaus »

Hallo kuddelmuddel,
Ich kann nur annehmen, dass es zu wenig ist, wenn für eine Beantwortung der aktuelle Befund zum Rö-Bild noch notwendig wäre.
Es klingt schon so, als ob es da interne Probleme gibt. Aber natürlich bedeutet es einen Aufwand, einen eigenen Befund zu erstellen und das mit alten Befunden zu vergleichen.
Zumindest sollte Dir Dr. Odak das nachträglich beantworten können:
Leider gab es keine Info, wie lange er sich das Tragen vorstellt oder zu welchen Betätigungen.
Ich habe auch nicht erfahren, ob es um eine temporäre Entlastung gehen würde oder damit eine Verschlechterung aufgehalten werden soll.
Notfalls musst Du mit allen Röntgenaufnahmen einen anderen Spezialisten aufsuchen. Ein Anrecht auf diese Aufnahmen hast Du ja.

Gruß
Klaus
kuddelmuddel123
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Re: Zusammenwachsen von Wirbeln

Beitrag von kuddelmuddel123 »

Hallo Klaus,

vielen Dank für Deine Rückmeldung und Unterstützung!

Die Rö-Bilder habe ich digital und als Mini-Ausdruck bekommen - habe aber aktuell keinen Nerv, mich um einen Termin bei einem anderen Spezialisten zu bemühen. In Frage käme hier wohl nur Frau Dr. von Richthofen in Leonberg, eventl. auch Dr. Richter im MVZ. Ob ich in Zukunft nochmal den langen Weg wegen Herrn Odak auf mich nehmen mag, habe ich noch nicht entschieden. Das Bauchgefühl sagte eher nein.

Ich habe für Interessierte hier im Forum meinen subjektiven Erfahrungsbericht erstellt.

VG, Kuddelmuddel
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Re: Zusammenwachsen von Wirbeln

Beitrag von Klaus »

Hallo kuddelmuddel,

zur Deiner dargestellten Situation im MVZ habe ich mich geäussert.
Warum stellst Du Deine konkreten Fragen nicht per E-Mail an Dr. Odak, er ist Dein behandelnder Arzt. Immerhin hat er Dir eine Kubin Orthese empfohlen, wo Du Dich ja noch nicht entschieden hast.
Ich habe für Interessierte hier im Forum meinen subjektiven Erfahrungsbericht erstellt.
Ja, den habe ich gelesen und werde dort auch kommentieren.

Gruß
Klaus
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