funktionelle Skoliose?

Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
general-rammstein
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Re: funktionelle Skoliose?

Beitrag von general-rammstein » Mi, 20.11.2019 - 11:32

Ich denke du solltest ihm vertrauen :)

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Klaus
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Re: funktionelle Skoliose?

Beitrag von Klaus » Do, 21.11.2019 - 13:42

Hallo Flo,
Seine Ansicht war eine Verkettung von muskulären dysbalancen die zu einer fehlstatik führen. Vom Fuß bis zum Kopf.
Das ist schon eine gute Diagnose, die sich gottseidank ganzheitlich orientiert.
(verwringung + hohlkreuz+ leichte kyphosierung der bws)
Wenn die Diagnose nicht mit Gradzahlen belegt ist, kann man davon ausgehen, dass das bei der Behandlung auch keine Rolle spielt. Du solltest Dich jetzt darauf konzentieren, Dir Gedanken über eine Korrektur dieser Situation zu machen und nicht ständig was anderes vermuten. Das bringt Dich nicht weiter.

Als Kraftsportler solltest Du eigentlich wissen, was muskuläre Dysbalancen sind und wie die evtl. entstanden sein könnten. Hier muss man grundsätzlich an die gesamte Körperhaltung denken und überprüfen, wie symmetrisch die Übungen tatsächlich waren. Beschwerdefreiheit ist leider kein Indiz dafür, dass alles richtig war. Durch die Endorphine kann man getäuscht werden und hat plötzlich viel später das Problem.

In der Regel sind es Verkürzungen der Strukturen (Muskeln, Bänder und Sehnen) im gesamten Körper, die gezielt angegangen werden müssen. Sonst kommt man nicht weiter! Bei Hohlkreuz und leichter Hyperkyphose gibt es z. Bsp. auch typische Verkürzungen im Oberschenkel und mit der Beinstellung ist häufig auch nicht alles in Ordnung.
Ein Kraftraining ohne Beachtung dieser Zusammenhänge kann in die völlig falsche Richtung gehen. Muskeln sollte man nicht in einer Fehlhaltung aufbauen, wo man oft gar nicht bemerkt, dass man diese hat. Der Klassiker ist der Versuch, sich in der BWS zu strecken. Dabei geht man aufgrund von Verkürzungen automatisch gleichzeitig ins Hohlkreuz bzw. verstärkt es noch weiter.
Es ist behandelbar und sollte mit den Einlagen, der Osteopathie sowie das lernen der Spiraldynamik bei fleisigem schuften binnen 1 Jahr erledigt sein.
Das passt völlig zur Diagnose und im Vergleich mit den meisten Usern hier, bist Du wirklich in einer guten Situation. Allerdings ist Spiraldynamik keine Kassenleistung und auch die Osteopathie nur im gewissen Umfang, je nach Kasse. Hat er etwas dazu gesagt oder bist Du privat versichert?

Gruß
Klaus

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Re: funktionelle Skoliose?

Beitrag von Cherry262 » So, 24.11.2019 - 14:02

Bei der funktionellen Skoliose kommt es durch eine Beinlängendifferenz oder einer anderen Zwangshaltung (z.B. aufgrund von Schmerzen) zu einer Seitverbiegung der Wirbelsäule. Diese Verbiegung verschwindet nach Beseitigung des auslösenden Faktors (Ausgleich der Beinlängendifferenz, Behandlung der Grunderkrankung) und ist somit keine echte Skoliose

Flo88
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Re: funktionelle Skoliose?

Beitrag von Flo88 » So, 24.11.2019 - 20:30

Nein bin Kassenpatienten. Aber meine kk übernimmt 6 mal osteo zu 80% und spiral zählt als ergotherapie

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Klaus
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Re: funktionelle Skoliose?

Beitrag von Klaus » Mo, 25.11.2019 - 09:55

Hallo Flo,
...und spiral zählt als ergotherapie
Ist mir zumindest bei Fehlhaltung bislang nicht bekannt gewesen. Hat Dr. Wilke Dir eine entsprechende Verordnung ausgestellt?

Gruß
Klaus

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Re: funktionelle Skoliose?

Beitrag von Klaus » Mo, 25.11.2019 - 10:06

Hallo cherry262,

aus den Beiträgen dieses Threads geht hervor, dass es hier nicht um eine funktionelle Skoliose geht.
Deine weiteren 2 Posts:
Ich höre gerade was schönes und ruhiges!!!
Bei mir ist auch so, wenn ich eine lange Pause mache...........dann fühle mich schlecht ;D ;D aber dann ist wieder alles in Ordnung
sagen leider gar nichts darüber aus, warum Du hier im Forum bist. Es wäre schön, wenn Du Dich dazu konkret äussern würdest.

Gruß
Klaus

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Re: funktionelle Skoliose?

Beitrag von Flo88 » Fr, 29.11.2019 - 19:25

Alle meine Hoffnung scheint verloren. Ich dachte das ich meine körperliche Situation hinbekomme doch es scheint alles Schlimmer zu werden.

Ich habe heute meinen MRT Befund der LWS bekommen dachte nach allen aussagen das alles ok wäre und jetzt das.

heißt das das ich meine WS nicht mehr hinbekomme und meine Fehlhaltung bleibt und alles noch schlimmer wird?


Hilfe ich bin so am Ende.......

https://www.bilder-upload.eu/bild-a04aa ... 8.jpg.html

general-rammstein
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Re: funktionelle Skoliose?

Beitrag von general-rammstein » So, 01.12.2019 - 10:46

Es scheint zumindest ein abgelaufener Scheuermann vorzuliegen. Sind die Degenerationserscheinungen mit deinem Alter vereinbar, hatte der Radiologe sich dazu geäußert?

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Re: funktionelle Skoliose?

Beitrag von Flo88 » So, 01.12.2019 - 12:23

Wie kommst du auf scheuermann?

Es hat sich noch niemand dazu geäußert?

Ich frage mich nur ob die Diagnose und Prognose von dr wilke nun noch zutrifft

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Re: funktionelle Skoliose?

Beitrag von general-rammstein » Di, 03.12.2019 - 10:23

Rueckbildungsstoerung des Chondrum, Schmorlsche Knoten etc. pp...

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Re: funktionelle Skoliose?

Beitrag von Flo88 » Di, 03.12.2019 - 12:05

Spricht nicht für scheuermann sondern kann damit verwechselt werden und soll auch nicht die Statik der ws beeinflussen. So wekipädia

Ich weiß halt nicht ob die athrose die Ursache meiner Haltung ist oder ne Folge oder ob sie überhaupt etwas damit zu tun hat denn schmerzen in der lws habe ich nicht sowie auch keine schmerzenden bewegungseinschränkungen.

Nur halt verspannungsähnliche ziehen im Gesäß und oberschenken sowie Bauch alles rechts, also die Seite in der ich reinfalle aber der knick senkfuß ist ja auch noch da ..... rechts.

Dr wilke sagt ich werde die fehlhaltung wieder los. Die rögtenbilder hat er ja auch gesehen und nach bunell habe ich keine rotationen in der ws. Was das alles zu einer funktionellen Sache macht.

Ich habe Angst das die athrose das verhindert könnte meinen Körper zu korrigieren.

Was sagt ihr dazu?

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Re: funktionelle Skoliose?

Beitrag von Klaus » Di, 03.12.2019 - 14:22

Hallo Flo,
Ich habe heute meinen MRT Befund der LWS bekommen dachte nach allen aussagen das alles ok wäre und jetzt das.
Wer hat das MRT veranlasst und warum?
Ich habe Angst das die athrose das verhindert könnte meinen Körper zu korrigieren.
Eine Fehlhaltung kann man nicht korrigieren, wenn man nicht mit der Therapie anfängt. Das ist auch eine ganz individuelle anspruchsvolle Sache.

Gruß
Klaus

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Re: funktionelle Skoliose?

Beitrag von Flo88 » Di, 03.12.2019 - 20:35

Mein Hausarzt hat es veranlasst da ich hüftschmerzen ja auch beschrieben hatte um einen Bandscheibenvorfall auszuschließen.

Bandscheiben sind ok nur jetzt halt facettengelenkathrose. Der radiologe heute meinte ich soll mir nicht son Schädel machen. Der Rest bis auf die Sache mit dem lwk 5 ist unrelevant. Und auch das ist ja mom stabil da kein wirbelgleiten vorliegt.

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Re: funktionelle Skoliose?

Beitrag von general-rammstein » Mi, 04.12.2019 - 08:19

:top:

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Re: funktionelle Skoliose?

Beitrag von Flo88 » Mi, 04.12.2019 - 14:47

Die osteopatin zu der mich dr wilke geschickt hat meinte auch das es keine echte skoliose ist aufgrund von bestimmten Merkmalen.

Nun meinte sie ich solle mit kieser beginnen um alles zu korrigieren. Sie selber ist Arzt bei kieser und würde mir einen Trainingsplan schreiben.

Was haltet ihr davon da kieser ja reines gerätetraining ist. Also auch sehr statisch.

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Re: funktionelle Skoliose?

Beitrag von Klaus » Mi, 04.12.2019 - 21:20

Flo88 hat geschrieben:Was haltet ihr davon da kieser ja reines gerätetraining ist.
Grundsätzlich ist jedes Fitness Training davon abhängig, wie individuell tatsächlich auf die jeweilige Situation eingegangen wird.
Deine Osteopathin profitiert natürlich vom Hinweis auf Kieser Training, wie alle anderen "Kieser-Ärzte" auch. ;)

Ehrlich gesagt, halte ich von einem Trainingsplan nicht viel, wenn da nicht ganz konkret für den Trainer aufgeführt ist, was speziell bei Dir zu beachten ist.
Dein Problem ist zwar nicht die Fehlstellung sondern die Fehlhaltung. Trotzdem geht es genauso wie bei Skoliose/Hyperkyphose immer auch um verkürzte Strukturen im gesamten Körper, wofür man bei der Behandlung erst ein richtiges Körpergefühl entwickeln sollte!
Also eine individuell gezielte Therapie vorweg, wie z. Bsp. Schroth oder Spiraldynamik, was Dr. Wilke eher bevorzugt.

Warum Du jetzt mit dem Gerätetrainig anfangen sollst, verstehe ich nicht so ganz. Es sei denn, die Osteopathin macht parallel Spiraldynamik ??

Das reine Gerätetraining hat zwar den Vorteil, dass sich bei exakter Ausführung keine weitere Verschlechterung einstellen wird, aber auch nicht unbedingt eine gezielte Verbesserung. In meinem Studio stehen ähnliche Geräte wie bei Kieser, es gibt da keine Geräte, wo man automatisch eine Fehlhaltung/Fehlstellung jeglicher Art korrigieren könnte.

In meinem Studio hat mal jemand trainiert, der konnte seine Körperhaltung in mehreren Stufen "zurechtrücken", ohne jemals etwas von Schroth oder Spiraldynamik gehört zu haben. So ein Naturtalent ist aber sehr selten, es gibt eher Leute, die trotz Geräte-Führung ihre Übungen schief ausführen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man das lange Zeit als normal empfinden kann. Wenn man dann weite Trainingskleidung trägt, fällt das den Trainern auch nicht besonders auf. Deswegen trainiert man z. Bsp. bei einer Schroth REHA immer mit freiem Oberkörper.

Gruß
Klaus

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Re: funktionelle Skoliose?

Beitrag von Flo88 » Do, 05.12.2019 - 10:19

Also sollte ich erst spiraldynamik machen bzw. erlernen und dann ins Training gehen?

Mir fehlt langsam die Geduld und die Nerven denn ich möchte endlich voran kommen das geht jetzt alles schon seit Monaten und Verbesserungen bzw. Erfolge wären nicht schlecht.

Die osteopatin meinte sie kann mir helfen meine schulter zurück trainieren und mein RS auszugleichen. Habe aber Angst wieder Zeit und Geld zu verlieren.

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Re: funktionelle Skoliose?

Beitrag von Flo88 » Do, 05.12.2019 - 10:25

Das Problem ist auch das viele mit ihrer Lösung um die Ecke kommen, diese aber meist auch bezahlt werden möchte. Grade ich der seit Monaten verzweifelt nach eine Lösung sucht bin da ein leichtes Opfer. Und mittlerweile sind auch schon einige tausende Euro weg

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Re: funktionelle Skoliose?

Beitrag von Klaus » Do, 05.12.2019 - 14:15

Flo88 hat geschrieben:Also sollte ich erst spiraldynamik machen bzw. erlernen und dann ins Training gehen?
Nach Deinen Worten hat Dr. Wilke vorgeschlagen:
Es ist behandelbar und sollte mit den Einlagen, der Osteopathie sowie das lernen der Spiraldynamik bei fleisigem schuften binnen 1 Jahr
erledigt sein.
Bei der Spiraldynamik ist zumindest hier im Forum klar, dass es um eine gezielte Therapie bei den unterschiedlichen Arten von Fehlhaltung/Fehlstellung geht.

Die Osteopathie wird hier im Forum eher als unterstützende Maßnahme bei Beschwerden gesehen, die nach den Erfahrungen in Abständen immer wieder mal angewendet werden muss. Insofern fehlen hier Berichte über die tatsächliche Korrektur von Fehlhaltung mit Osteopathie. Osteopathie ist auch nur ein Fachgebiet mit ganz unterschiedlichen Ansätzen!

Ich möchte das mal so ausdrücken, wenn mir ein Arzt so eine Therapie vorschlägt, würde ich konkret fragen, ob das jeder Osteopath machen kann und ob es Empfehlungen seinerseits gibt. Mein Verständnis von dieser Therapieart ist jedenfalls nicht ein Fitness-Training, wie immer das auch genannt wird. (medizinische Traingstherapie o.ä.). Das Training an Geräten in einer KG Praxis mit Begleitung durch einen kompetenten Therapeuten wäre nach meiner Ansicht besser.

Ich würde an Deiner Stelle mit Spiraldynamik anfangen, dafür hast Du doch auch eine Verordnung, die nicht ins Geld geht. Dort kannst Du auch nachfragen, inwieweit Osteopathie in Kombination bei Dir Sinn machen würde und welche Empfehlung es gibt.

Gruß
Klaus

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Re: funktionelle Skoliose?

Beitrag von Flo88 » Fr, 06.12.2019 - 10:01

Und die einlagen kommen ja auch dazu.

Hat jemand Erfahrung mit den Einlagen von cctec?
Ich höre immer von physios und anderen das Einlagen die Probleme mit Fuß Knie becken eher verstärken.

Oder sind die von cctec spezieller?

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