Op ab wieviel Gradkrümmung?

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Ela23
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Op ab wieviel Gradkrümmung?

Beitrag von Ela23 » Do, 18.10.2018 - 19:39

Hallo,

mich würde mal Intressieren ab wieviel Grad krümmung ihr eine Operation gemacht habt?
und in welchen Kliniken ihr wart ?


Danke

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Raven
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Diagnose: vor OP: thoralumbale juvenile /adoleszente Skoliose, ca. 55°
Therapie: OP: 1997 mit 13 Jahren Versteifung Th3 - L5 / Hessing-Klinik Augsburg; kaum Restgrade

Re: Op ab wieviel Gradkrümmung?

Beitrag von Raven » Do, 18.10.2018 - 20:02

Hallo Ela,
Ela23 hat geschrieben: mich würde mal Intressieren ab wieviel Grad krümmung ihr eine Operation gemacht habt?
und in welchen Kliniken ihr wart ?
da du evl. auch auf eine Antwort von mir hoffst: OP bei 55 Grad Cobb, Hessingklinik Augsburg. Meine Situation ist aber nicht auf deine übertragbar, die Ausgangslage war eine ganz andere:
- Ich war erst 13 Jahre alt, Skoliose stark progredient.
- Eine konservative Therapie (Korsett, Physiotherapie) wurde konsequent durchgeführt (Korsett 23 Stunden pro Tag getragen).
- Die damalige Korsetttechnik (Behandlung ab 1994, OP dann 1997) war nicht besonders gut, ein heutiges Korsett würde viel besser korrigieren und könnte in einem vergleichbaren Fall eine OP vermeiden. Bei mir war die OP notwendig, da die Skoliose mit den damals verfügbaren Korsetts auch bei konsequenter Behandlung immer weiter zunahm und es absehbar war, dass es keinesfalls bei diesen 55 Grad Cobb bleiben würde. Die Entscheidung für eine solche OP fiel mir und meinen Eltern sehr (!) schwer, da es sich um eine große OP handelt, die keinesfalls leichtfertig durchgeführt werden soll.
- Dass die OP in der Hessingklinik sehr gut verlief, bedeutet nicht, dass ich heutzutage einfach diese Klinik empfehlen würde. In den letzten 21 Jahren (!) hat sich viel getan, einerseits sind in dieser Klinik heutzutage andere Ärzte tätig, andererseits gibt es mittlerweile auch andere Kliniken die sehr gut beraten, vernünftige OP-Ergebnisse erzielen und damit ggf. aktuell besser als die Hessing-Klinik darstellen.

Meine Antwort dient v.a dazu, dich vor Schlüssen wie "Raven hat im Profil stehen, dass sie bei 55 Grad Cobb in der Hessing-Klinik operiert wurde, ihr scheint es gut zu gehen, also brauche ich die OP auch und lasse sie genau dort durchführen" zu bewahren.

Viele Grüße
Raven
Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um so zu sein, wie andere mich haben wollen.
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Ela23
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Re: Op ab wieviel Gradkrümmung?

Beitrag von Ela23 » Do, 18.10.2018 - 20:17

Raven hat geschrieben:Hallo Ela,
Ela23 hat geschrieben: mich würde mal Intressieren ab wieviel Grad krümmung ihr eine Operation gemacht habt?
und in welchen Kliniken ihr wart ?
da du evl. auch auf eine Antwort von mir hoffst: OP bei 55 Grad Cobb, Hessingklinik Augsburg. Meine Situation ist aber nicht auf deine übertragbar, die Ausgangslage war eine ganz andere:
- Ich war erst 13 Jahre alt, Skoliose stark progredient.
- Eine konservative Therapie (Korsett, Physiotherapie) wurde konsequent durchgeführt (Korsett 23 Stunden pro Tag getragen).
- Die damalige Korsetttechnik (Behandlung ab 1994, OP dann 1997) war nicht besonders gut, ein heutiges Korsett würde viel besser korrigieren und könnte in einem vergleichbaren Fall eine OP vermeiden. Bei mir war die OP notwendig, da die Skoliose mit den damals verfügbaren Korsetts auch bei konsequenter Behandlung immer weiter zunahm und es absehbar war, dass es keinesfalls bei diesen 55 Grad Cobb bleiben würde. Die Entscheidung für eine solche OP fiel mir und meinen Eltern sehr (!) schwer, da es sich um eine große OP handelt, die keinesfalls leichtfertig durchgeführt werden soll.
- Dass die OP in der Hessingklinik sehr gut verlief, bedeutet nicht, dass ich heutzutage einfach diese Klinik empfehlen würde. In den letzten 21 Jahren (!) hat sich viel getan, einerseits sind in dieser Klinik heutzutage andere Ärzte tätig, andererseits gibt es mittlerweile auch andere Kliniken die sehr gut beraten, vernünftige OP-Ergebnisse erzielen und damit ggf. aktuell besser als die Hessing-Klinik darstellen.

Meine Antwort dient v.a dazu, dich vor Schlüssen wie "Raven hat im Profil stehen, dass sie bei 55 Grad Cobb in der Hessing-Klinik operiert wurde, ihr scheint es gut zu gehen, also brauche ich die OP auch und lasse sie genau dort durchführen" zu bewahren.

Viele Grüße
Raven
Hallo Raven,
Danke für deine Antworten,
ich habe das Gefühl meine Situation nicht richtig beschrieben zu haben,den das sorgfältige schreiben fällt mir schwer.
Also versuche ich nochmal meine Situation zu erklären und hoffe dann auf eine erneue Antwort von dir. Also ich habe 47 Grad in der Bws es hat sich 2 Grad im ersten Jahr und dann nochmal 2 Grad im zweiten Jahr verschlechtert, dann im dritten Jahr auch nochmal 2 Grad, dh. jedes Jahr wurde es schlechter um 2 Grad. als ich meine Skoliose diagnostiziert bekam , war ich 20 Jahre alt und jetzt bin ich 23 Jahre.In dieser Zeit habe ich mit vielen Ärzten gesprochen, Vogdareuth,Bad Abbach, Klinikum Harlaching und in Suttgart im Diakoniewerk. Alle haben sie unterschiedliche Meinungen, aber die meisten Ärzte sprechen von einer Operation. Ich habe pysiotherapie mit Gymnastik und Massagen regelmäßig durchgeführt sowie Katahrina-Schroth-Therapie. Meine Schmerzen verändern sich regelmäßig zb bei kälte bekomme ich starke Schmerzen, bei Sitzen oder auch beim liegen wenn ich mich umdrehen möchte kann ich das nicht tun wegen schmerzen an der flanke. Mein Gefühl sagt mir ich solle mich Operieren, aber ich habe Angst. Wenn du möchtest dann sende ich dir Mein Rötgenbild und du sagst mir was du denkst.
Liebe Grüße und danke Ela

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Re: Op ab wieviel Gradkrümmung?

Beitrag von minimine » Do, 18.10.2018 - 20:49

Hallo Ela,

erst einmal herzlich willkommen hier im Forum.
Meine Bitte an Dich wäre, nicht so viele Threads gleichzeitig zu eröffnen. Einer mit deiner gesamten Geschichte genügt doch, wenn du eine neue Frage hast einfach darin stellen.

Nun zu deinem Anliegen. Mit Anfang 20 hast du eigentlich noch wirklich gute Chancen, die Skoliose und die einhergehenden Beschwerden konservstiv, sprich mit Korsett und KG in den Griff zu bekommen.

Die Stärke der Krümmung sagt nichts über die Beschwerden aus. Daher misst man die OP-Indikation auch nicht alleine an einer Gradzahl.

Ich habe damals in dem Alter, in dem du nun bist ebenfalls mit der konservativen Therapie angefangen, mich wollte man ebenfalls bereits operieren. Ich hatte damals 53 und 39 Grad, war sehr stark progredient und aus dem Lot. Zudem hatte ich Phasen, in denen ich keine 10 Minuten stehen konnte ohne Schweißausbrüche wegen der Schmerzen zu bekommen.
Insgesamt habe ich 9 Jahre ein Korsett getragen, vor 3 Jahren habe ich die Behandlung beendet. Ich habe nun nur noch 42 und 22 Grad, bin absolut schmerzfrei und immer noch sehr gut beweglich. Du siehst, es geht auch ohne OP!

Nur wirst du diese Behandlung an keiner chirurgisch orientierten Klinik erhalten. Dafür müsstest du einen konservativ ausgerichteten Skoliose-Spezialisten aufsuchen.
Ich empfehle dir, dich mal mit Rahmouni oder cctec in Verbindung zu setzen, das sind Orthopädietechniker die Erfahrung mit Erwachsenen haben.
Sollte das gar nichts für dich sein, kannst du dich immer noch operieren lassen.

Nur ganz ehrlich, sehe ich für den Beruf Krankenschwester sowohl mit als auch ohne OP schlechte Karten.
In deinem Alter solltest du dich wirklich nach Alternativen erkundigen.

Wie du dich auch entscheidest, ich wünsche dir viel Kraft für die Behandlung!

LG minimine
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Lerne von gestern, lebe und wirke im heute und hoffe für die Zukunft.
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Re: Op ab wieviel Gradkrümmung?

Beitrag von Ela23 » Do, 18.10.2018 - 21:01

minimine hat geschrieben:Hallo Ela,

erst einmal herzlich willkommen hier im Forum.
Meine Bitte an Dich wäre, nicht so viele Threads gleichzeitig zu eröffnen. Einer mit deiner gesamten Geschichte genügt doch, wenn du eine neue Frage hast einfach darin stellen.

Nun zu deinem Anliegen. Mit Anfang 20 hast du eigentlich noch wirklich gute Chancen, die Skoliose und die einhergehenden Beschwerden konservstiv, sprich mit Korsett und KG in den Griff zu bekommen.

Die Stärke der Krümmung sagt nichts über die Beschwerden aus. Daher misst man die OP-Indikation auch nicht alleine an einer Gradzahl.

Ich habe damals in dem Alter, in dem du nun bist ebenfalls mit der konservativen Therapie angefangen, mich wollte man ebenfalls bereits operieren. Ich hatte damals 53 und 39 Grad, war sehr stark progredient und aus dem Lot. Zudem hatte ich Phasen, in denen ich keine 10 Minuten stehen konnte ohne Schweißausbrüche wegen der Schmerzen zu bekommen.
Insgesamt habe ich 9 Jahre ein Korsett getragen, vor 3 Jahren habe ich die Behandlung beendet. Ich habe nun nur noch 42 und 22 Grad, bin absolut schmerzfrei und immer noch sehr gut beweglich. Du siehst, es geht auch ohne OP!

Nur wirst du diese Behandlung an keiner chirurgisch orientierten Klinik erhalten. Dafür müsstest du einen konservativ ausgerichteten Skoliose-Spezialisten aufsuchen.
Ich empfehle dir, dich mal mit Rahmouni oder cctec in Verbindung zu setzen, das sind Orthopädietechniker die Erfahrung mit Erwachsenen haben.
Sollte das gar nichts für dich sein, kannst du dich immer noch operieren lassen.

Nur ganz ehrlich, sehe ich für den Beruf Krankenschwester sowohl mit als auch ohne OP schlechte Karten.
In deinem Alter solltest du dich wirklich nach Alternativen erkundigen.

Wie du dich auch entscheidest, ich wünsche dir viel Kraft für die Behandlung!

LG minimine

Hallo minimine,
Tut mir leid, ich kenn mich mit dem Forum nicht so gut aus und deswegen wisste ich auch nicht das es besser ist die Fragen in einem zustellen.
Konservativ ist schön und gut aber ich habe das drei jahre lang gemacht und ganz ehrlich ich kann einfach nicht mehr, 4 mal die woche zum pysiotherapeuten am wochenende zur gymnastik, ich will auch mal wieder was mit meinen Freunden unternehmen und nicht ständig bei pysiotherapeuten oder beim sport sein. Was meinen beruf angeht, der arzt meinte da ich nur in der bws versteift werde bin ich nich gut beweglich also meinte er ich kann als krankenschwester arbeiten. Ich möchte ja auch nicht bis zur rente dort srbeiten nur 2-3 jahre bis ich studieren kann.

Danke für deine meinung
Grüsse ela

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Re: Op ab wieviel Gradkrümmung?

Beitrag von minimine » Do, 18.10.2018 - 21:14

Hallo Ela,

kein Problem. :D

Ob du dich operieren lassen möchtest oder nicht, musst alleine du entscheiden.
Nur ist die OP auch kein Garant, hinterher keine Schmerzen mehr zu haben.
Physiotherapie wirst du ebenfalls hinterher benötigen.

Ich empfehle dir, schau dir mal z.b. die Folge über eine Skoliose-OP bei den Knochendocs an, da gibt es nun auch eine Fortsetzung, die mit mehreren Nach-OPs endete. Kannst du dir z.b. auf YouTube angucken.

Das muss bei dir nicht genauso enden, kann aber passieren. Daher kann ich nur dazu Ermutigen, erst alles andere zu versuchen oder sich dieses zumindest anzuhören. Sollte das nicht funktionieren oder man kann es sich partout nicht vorstellen, kann man immer noch operieren.

LG minimine
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Re: Op ab wieviel Gradkrümmung?

Beitrag von Raven » Do, 18.10.2018 - 21:19

Hallo Ela,

bei deiner konservativen Behandlung scheint mir eine Behandlungsform zu fehlen: die Korsetttherapie. Ohne Korsett sind Krümmungen der Ausprägung üblicherweise nicht korrigierbar, und ein Korsett - auch wenn du es nicht während der Arbeit tragen kannst - kann auch Schmerzen entscheidend verbessern.
Vier Physiotherapietermine pro Woche erscheinen mir unüblich hoch - du solltest die Übungen v.a. zu Hause durchführen.

Ansonsten kann ich auch nur minimine absolut beipflichten, insbesondere, dass es keine nach Grad gemessene absolute OP-Indikation gibt, Ramouni und cctec sehr zu empfehlen sind und du bei einem neuen Beruf (auch mit Studium) unbedingt auf die Skoliosetauglichkeit achten solltest/musst. Ein skoliosetauglicher Beruf heißt nicht zwingend "ab hinter den Schreibtisch" - gut sind Berufe mit geringer körperlicher Belastung, möglichst Stehen, Sitzen und Gehen im Wechsel und ohne Zwangshaltungen (ganz schlecht sind z.B. Berufe, bei denen man sich vornüber oder seitlich beugen und drehen muss, der Arbeitsplatz nicht anpassbar ist und Pausenzeiten nur zu festen Zeiten genommen werden können - exemplarisch: der Busfahrer, der immer sitzen muss und nicht beliebig Pause machen kann, oder auch der Chirurg, der viel steht, sich bei OPs vornüber beugt und nicht mal eben eine Pause einlegen kann). Einen "klassischen" Büroberuf - also z.B. in der Verwaltung - muss man sich nicht aufzwingen lassen. Ich arbeite z.B. in einem technischen Beruf, aber im Büro (programmieren, technische Planung... ich hätte mich auch für Handwerksberufe (Metall, Elektro) interessiert, die aber gesundheitlich nicht sinnvoll machbar gewesen wären) und bin mit dem Kompromiss sehr zufrieden.

Viele Grüße
Raven
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Re: Op ab wieviel Gradkrümmung?

Beitrag von Raven » Do, 18.10.2018 - 21:32

minimine hat geschrieben:Hallo Ela,

kein Problem. :D

Ob du dich operieren lassen möchtest oder nicht, musst alleine du entscheiden.
Nur ist die OP auch kein Garant, hinterher keine Schmerzen mehr zu haben.
Physiotherapie wirst du ebenfalls hinterher benötigen.
... und: die Anforderungen an die Ergonomie sind nach einer OP wesentlich höher - höher als unoperiert ohne Korsett und auch höher als unoperiert mit Korsett.
Vor der OP hatte ich mich nie mit exakten Schreibtischhöhen befassen müssen (früher: es musste einigermaßen passen; nach OP: es muss zentimetergenau passen), nicht mit Sitzflächenwinkeln (vor OP ging alles, jetzt löst löst schon eine leicht nach hinten abfallende Sitzfläche - also wenn die Knie geringfügig höher als das Gesäß sind - starke Beschwerden aus), kaum mit optimaler Lastverteilung beim Tragen (früher: gute Lastverteilung war zwar besser, gehörte aber eher in die Kategorie "der Orthopäde empfiehlt", nach OP: Abweichungen vom Optimum führen zu deutlichen Beschwerden), der Sitzdauer (früher: lange sitzen wird irgendwann mal unbequem wie wohl bei jedem, nach OP: länger als 30 Minuten auch auf einem guten Stuhl tun weh), und war auch nicht auf ein sehr gutes Bett angewiesen (früher: für zu Hause eine gute Matratze, aber mal auf die Schnelle bei Freunden auf der Couch pennen oder die Luftmatratze nutzen ging, nach OP: nur noch ordentliches Bett mit Matratze passender Härte)...
Bin ich irgendwo mit ungefähr Gleichaltrigen unterwegs oder gar zu einer mehrtägigen Fahrt, oder schlagen diese vor wie man etwas lösen kann ("schlaf' halt bei uns auf dem Sofa", "hol' dir einen Stuhl vom Flohmarkt", "das tragen wir zu zweit rein" -> nein!), merke ich all die Unterschiede sofort, die mir aufgrund von Gewöhnung in meinem eigenen Alltag nicht mehr so stark auffallen.

Mein Fazit zur OP: Bei starker Progredienz, und ggf. bei nicht konservativ behandelbaren Schmerzen, kann sie hilfreich sein (ich bin froh, dass bei mir die OP durchgeführt wurde). Eine "Traumwirbelsäule" kann sie nicht annähernd bauen: auch bei optimalem Verlauf (ich hatte z.B. keine Nach-OPs und es gibt noch keinen Verschleiß, was eher selten ist) sind Einschränkungen vorhanden.

Viele Grüße
Raven
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