Südtiroler Student (23) - Wien

Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
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Armin91
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Südtiroler Student (23) - Wien

Beitrag von Armin91 »

Hallo zusammen,

ich möchte mich kurz vorstellen. Ich bin 23 Jahre alt, männlich, komme aus dem wunderschönen Südtirol und studiere zur Zeit Wirtschaft in Wien.
Nun zu meinem Rücken. Ich habe schon seit 4 Jahren immer stärker werdende Rückenschmerzen. Wie das bei uns Männern halt so ist, habe ich es immer ignoriert.
In den letzten 12 Monaten habe ich sehr viel gearbeitet, was in meiner Branche mit sehr viel sitzen verbunden ist. Ich hab ein 5-monatiges Praktikum absolviert, wo ich teilweise über 50 Stunden gearbeitet habe. Dies hat sich dementsprechend in meinen Rückenschmerzen geäußert. Außderdem habe ich in den letzten 3 Monaten meine Bachelorarbeit zu Ende geschrieben.
Letzte Woche war ich dann beim Arzt, weil meine Rückenschmerzen nicht mehr auszuhalten waren und mir teilweise sehr stark auf das Gemüt geschlagen haben.

Ich war dann hier in Wien bei der Allgemeinmedizienerin, welche mich erstmals zum Röntgen geschickt hat und mich zur Orthopädin weiter verwiesen hat.
Der Röntgenbefund hat folgendes ergeben:

HWS:
-mäßige Streckfehlhaltung, keine horizontale Achsendeviation
-geringgradige Spondylarthrosen C6-TH1, unauffällige Darstellung der Uncovertebralgelenke

BWS:
-mäßige Streckfehlhaltung, sowie geringgradige rechtsseitige Achsendeviation -->SKOLIOSE der mittleren Thorkalsegmente in Höhe TH5/TH6

LWS:
geringgradige rechtsseitige Achsendeviation --> SKOLIOSE
geringgradige Spondylarthrosen im Segment L5/SH1

Ich war dann bei der Orthopädin und habe dann mit ihr meine diversen Probleme durchbesprochen.
Ich beginne bei der HWS und werde dann weiter bis zu meiner LWS gehen.

Die Ärztin meinte,dass meine HWS zu weit nach vorne geneigt ist und dadurch nicht mehr richtig ausgerichtet ist.
Das führt, dann eben zu sehr starken Nackenverspannungen, weil dann ständig Zug auf meinen Muskeln ist.
Diese ständige Überbelastung hat auch dann in meinen überaus frischen Alter schon zu Arthrose geführt.
Die Verspannungen ziehen dann bis in meine Arme, wobei ich teilweise auch im rechten Arm ein Karpaltunnelsyndrom habe.

In meiner BWS habe ich eine Streckfehlhaltung sowie eine leichte Skoliose.
Ich habe dann mit der Orthopädin meine Probleme durchbesprochen, dass ich teilweise bei starken
Einatmen meine Wirbel in der Brusthöhe knacksen höre. Sie meinte, dass das bei mir ein "Wirbelgleiten" ist, weil meine Tiefenmuskulatur zu schwach ist
und ich aufgrund meiner Genetik zu Hypermobilität neige. Meine Bänder und Sehnen sehr lang sind und dadurch meine Wirbel durch langes Sitzen herausspringen.
Außerdem habe ich ein eingeklemmtes Brustwirbelgelenk, welches sich nur durch eine Therapie wieder öffnen lässt. Ich fühle mich dadurch manchmal so als ob
ich eine Zwangsjacke trage und ich habe daher sehr starke Beschwerden beim Atmen.

In meiner LWS wurde ebenfalls eine rechtsseitige Skoliose festgestellt. Außerdem hat die Orthopädin in der Untersuchung festgestellt, dass meine beiden ISG-Gelenke mitgehen.
Dabei handelt es sich um den Ischiasnerv. In der LWS wurde ebenfalls eine Arthrose festgestellt.

Ich habe der Orthopädin noch von meinen starken Fußknacksen erzählt und diese hat dann noch bei beiden meiner Füße ein zu schwaches Fußbett festgestellt.

Offenbar ist eine Therapie bei mir notwendig. Mir wurde Heilgymnastik und eine Tiefenwärmemassage verschrieben.
Die Frau Doktor hat aber gemeint, dass nach diesen Behandlungen noch weitere notwendig sein werden.
Die gesamte Behandlung kostet für mich 595€. Ich muss diese Behandlung hier in Wien in Anspruch nehmen, weil
ich ja nicht jede Woche nach Südtirol fahren kann um dort meine Heilgymnastik zu machen.

Ich habe mich dann mit meiner Krankenkasse in Verbindung gesetzt. Ich bin nicht privatversichert. In Südtirol sind für einzelne Gebiete jeweils Gesundheitssprengel verantwortlich, die die Krankenkassen für ein jeweiliges Gebiet regeln. Ich gehöre zum Gesundheitssprengel Tauferer Ahrntal. Der gute Herr am Telefon war erstmals schockiert ,
dass ich die Behandlung hier in Wien durchführen möchte. Der gute Herr konnte mir keine genaueren Informationen geben, wie ich in meinem Fall genauer vorgehen sollte.
Er sagte ich solle das doch mit meinen Hausarzt in Südtirol abklären. Der hat in diesem Fall jedoch auch keine Ahnung was man machen sollte.
Mir wurde ja schon genau Diagnose gestellt, was ich habe. Ich bin dann hartnäckig geblieben und hab dem Mann gesagt dass ich das hier machen muss.
Er wollte dann noch wissen, was die Behandlung kostet. Anschließend war er dann mit meinem Fall so überfordert, dass er sich mit einer Kollegin absprechen musste.
Der Herr hat dann gemeint, dass sie mir in meinem Fall nicht weiterhelfen könnten und ich mich Zwecks der Abrechnung an die Gebietskrankenkasse Wien wenden sollte.
Ich habe dann angerufen und mit einer sehr kompetenten Dame gesprochen. Diese ist für die EU-Abrechnung zuständig. Sie hat mir dann genau erklärt, dass ich mich in meinem
Fall mit meiner Krankenkasse in Verbindung setzten muss (?). Die Dame hat mir dann sogar die Formulare genannt, welche mir von meiner Krankenkasse ausgestellt werden müssen.
Ich habe dann nochmals versucht meine Kasse zu erreichen, welche aber schon pünktlich um 12:45 ins Wochenende verschwunden war. Und sowas nennt sich gemeinsames EUROPA, wo
einem die eigene Gesundheitskassse nicht Bescheid geben kann, welche Leistungen man in Anspruch nehmen kann und wie die Abrechnung funktioniert...

Nun habe ich mich inzwischen weiter informiert, wie das in unserem guten Lande funktioniert. Grundsätzlich muss man in Südtirol für Gesundheitsleistungen ein "Ticket" bezahlen.
Das bedeutet es besteht auf gesundheitliche Leistungen eine Selbstkostenbeteiligung. Ich bin dann auf eine Ausnahme der Selbstkostenbeteiligung gestoßen. Wenn man in Südtirol eine "strukturelle" Skoliose besitzt--> die Wirbelsäule ist dauerhaft verbogen, dann besteht eine Ausnahme von der Selbstkostenbeteiligung. Diese ist aber bis auf 18 Jahre beschränkt. Nun ja, was soll ich jetzt machen? Ist doch nicht meine Schuld, dass es erst jetzt bemerkt wurde. Ich kann diese Kosten leider nicht aus eigener Tasche tragen. Ich finanziere schon mein gesamtes Studium aus eigener Tasche und kann mir sowas nun wirklich nicht mehr leisten.

Warum ich das hier schreibe... Vielleicht gibt es ja noch einen Südtiroler oder noch jemanden, den das gleiche Problem betrifft... Der mir hier genauere Informationen geben kann, wie ich das Ganze nun regeln soll, wozu meine Krankenkasse ja nicht im Stande ist... Könnt ihr mir aufgrund meines Befunds, vielleicht noch einen Grund sagen, warum genau in meinem Fall eine dringende Behandlung notwendig sei?

Vielen Dank vorerst.
Sabona
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Re: Südtiroler Student (23) - Wien

Beitrag von Sabona »

Hallo Armin,

wenn du in Österreich studierst, kommt vielleicht für dich die studentische Selbstversicherung in Frage. Der monatliche Beitrag ist sehr gering. Erkundige dich doch bei der Gebietskrankenkasse in Wien. Voraussetzung ist auf jeden Fall ein ordentlicher Wohnsitz dort. Aber den hast du ja bestimmt als Student.

Alles Gute
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Klaus
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Re: Südtiroler Student (23) - Wien

Beitrag von Klaus »

Hallo Armin,

bezüglich Versorgung von Fehlstellungen der Wirbelsäule in Österreich ist es schon kompliziert genug. Es gibt etliche Österreicher im Forum, Du solltest mal mit der Suchfunktion des Forums Stichwort "Österreich" arbeiten, aktuell 1123 Treffer :).
Dabei findest aber z. Bsp. den User skyfresh, der über sein jetzt positives Ergebnis bezüglich Kostenübernahme berichtet. Er ist allerdings erst 16!
Thread: Kyphosekorsett Rahmouni: Krankenkasse/Fragen (Österreich)
Mit dem Stichwort "Wien" findest Du spezielle Versorgungs-Möglichkeiten in dieser Stadt.
Er sagte ich solle das doch mit meinen Hausarzt in Südtirol abklären. Der hat in diesem Fall jedoch auch keine Ahnung was man machen sollte.
Mir wurde ja schon genau Diagnose gestellt, was ich habe. Ich bin dann hartnäckig geblieben und hab dem Mann gesagt dass ich das hier machen muss.
Na ja, eine genaue Diagnose ist das nicht!

Zu den seitlich gesehenen Fehlstellungen:
Die HWS Streckhaltung, offensichtlich eine Abschwächung der normalen HWS Lordose ist erst einmal nachvollziehbar.
Die BWS Streckhaltung bedeutet eine Abschwächung der natürlichen BWS Kyphose, die BWS sieht also eher "gerade-gestreckt" aus, kann das sein?
In der LWS wurde keine Veränderung gesehen, also es gibt eine normale LWS Lordose?
Zu den frontal gesehenen Fehlstellungen:
eine "leichte BWS Skoliose" sollte mit Gradzahlen angegeben werden
ebenso die "rechtsseitige LWS Skoliose", wobei die Frage ist, ob die BWS Skoliose linksseitig ist?
Wenn man in Südtirol eine "strukturelle" Skoliose besitzt--> die Wirbelsäule ist dauerhaft verbogen, dann besteht eine Ausnahme von der Selbstkostenbeteiligung. Diese ist aber bis auf 18 Jahre beschränkt.
Grundsätzlich gibt es leider auch in Deutschland das Problem, dass Leute über 18 eine zielorientierte Behandlung erkämpfen müssen. Dazu gibt es aber die Spezialisten in Deutschland.

Dazu kommt das allgemeine Problem mit den seitlich gesehenen Fehlstellungen, bei Dir die nicht ganz geklärte "Streckhaltung". Mittlerweile sind die Krankenkassen in Deutschland da weiter, weil es eben die Spezialisten gibt, die auf die Notwendigkeit einer Behandlung auch bei Erwachsenen pochen.
Bei mir war es vor über 20 Jahren eher so, dass mein damaliger Orthopäde meine eher geringe Skoliose in den Fokus stellen musste, weil nur das behandlungswürdig erschien.
Vermutlich musst Du das auch tun, um in die gezielte Behandlung aller Fehlstellungen Deiner Wirbelsäule zu kommen. Dabei wären natürlich kleine Skoliose Gradzahlen nicht so hilfreich, man müsste sie weglassen. :)

Gruß
Klaus
Sabona
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Re: Südtiroler Student (23) - Wien

Beitrag von Sabona »

Hallo Klaus,
ich glaube Armin hat ein doppeltes Problem. Er scheint als Südtiroler in Italien versichert zu sein und muß anscheinend in Österreich privat bezahlen. (Deswegen mein Tipp sich als Student, falls die Voraussetzungen zutreffen) sich in Österreich gesetzlich zu versichern.
Das andere Problem ist die richtige Diagnosestellung und Behandlung.
In Wien gibt es immerhin Schroth-Therapeuten die vielleicht auch kompetente Ärzte empfehlen können.

LG aus dem tropischen Ösiland
Armin91
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Re: Südtiroler Student (23) - Wien

Beitrag von Armin91 »

Ich bedanke mich vorerst für eure zahlreichen Antworten.
Auf die studentische Selbstversicherung wär ich jetzt aber nicht selbst gekommen.
Vielen vielen Dank.
Ich werde das die nächsten Tage abklären und euch dann näher informieren, wie ich weiter verfahren werde.

Was soll ich jetzt zwecks meiner Skoliose machen? Soll ich meine Orthopädin um eine genauere Diagnosestellung bitten?
Sie hat das Ganze damals ziemlich locker mit mir besprochen, um mich wahrscheinlich nicht zu stark zu entmutigen.
Ich war an dem Tag nicht besonders gut gelaunt.

Zwecks Sport: Die Ärztin hat mir geraten in die Kletterhalle zu gehen. Was haltet ihr von dieser Empfehlung?

Ebenfalls liebe Grüße aus dem tropischen Wien
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Klaus
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Re: Südtiroler Student (23) - Wien

Beitrag von Klaus »

Hallo Armin,

es gibt nicht nur ein tropisches Wien, sondern es gab auch ein tropisches Hannover. ;) Ich habe leider völlig übersehen, dass wir hier im Forum "Mitglieder stellen sich vor" sind. Untertitel: NUR VORSTELLUNG- KEINE FRAGEN!

Deshalb habe ich Dich jetzt mal in "Skoliose Allgemein" verschoben.

Gruß
Klaus
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Re: Südtiroler Student (23) - Wien

Beitrag von Klaus »

Hallo Sabona,
Hallo Klaus,
ich glaube Armin hat ein doppeltes Problem
Das ist mir schon klar gewesen, denn ich hatte geschrieben:
bezüglich Versorgung von Fehlstellungen der Wirbelsäule in Österreich ist es schon kompliziert genug.
In Wien gibt es immerhin Schroth-Therapeuten die vielleicht auch kompetente Ärzte empfehlen können.
Da gibt es auch die Fa. Relota, die mit dem deutschen Korsettbauer CCtec zusammenarbeitet.

Gruß
Klaus
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Re: Südtiroler Student (23) - Wien

Beitrag von Klaus »

Hallo Armin,
Was soll ich jetzt zwecks meiner Skoliose machen? Soll ich meine Orthopädin um eine genauere Diagnosestellung bitten?
Ja, folgende von mir gestellte Fragen sollten beantwortet werden, denn es ist Deine Wrbelsäule und Du musst die Zusammenhänge auch verstehen.
Klaus hat geschrieben:Die BWS Streckhaltung bedeutet eine Abschwächung der natürlichen BWS Kyphose, die BWS sieht also eher "gerade-gestreckt" aus, kann das sein?
In der LWS wurde keine Veränderung gesehen, also es gibt eine normale LWS Lordose?
eine "leichte BWS Skoliose" sollte mit Gradzahlen angegeben werden
ebenso die "rechtsseitige LWS Skoliose", wobei die Frage ist, ob die BWS Skoliose linksseitig ist?
Armin hat geschrieben:Zwecks Sport: Die Ärztin hat mir geraten in die Kletterhalle zu gehen. Was haltet ihr von dieser Empfehlung?
Sport ist bei Fehlstellung keine zielgerichtete Therapie, sondern nur im zweiten Schritt eine Ergänzung, die Spaß machen und möglichst "nicht Skoliose fördernd" sein sollte. Dazu gehört wohl auch die Kletterhalle.
Nach meiner Ansicht sollte man aber nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen. Deshalb solltest Du zunächst an die von Sabona erwähnte zielgerichtete Schroth Therapie denken und nach den Möglichkeiten in Wien suchen und Dich dort näher informieren.
Was die von Dir erwähnte Heilgymnastik sein soll, weiß ich nicht.

Gruß
Klaus
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Raven
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Re: Südtiroler Student (23) - Wien

Beitrag von Raven »

Hallo Klaus,
Klaus hat geschrieben: Was die von Dir erwähnte Heilgymnastik sein soll, weiß ich nicht.
Heilgymnastik ist die österreichische Bezeichnung für Physiotherapie (komme aus dem Dreiländereck ;))

Viele Grüße
Raven
Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um so zu sein, wie andere mich haben wollen.
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Klaus
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Re: Südtiroler Student (23) - Wien

Beitrag von Klaus »

Hallo Raven,

danke für die INFO.

Gruß
Klaus
Armin91
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Re: Südtiroler Student (23) - Wien

Beitrag von Armin91 »

https://www.dropbox.com/sh/23fsy3rtez5p ... LDJka?dl=0

Sagt mir mal was ihr davon hält?

Was ist diese Schroth Therapie?

lG Armin
Armin91
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Re: Südtiroler Student (23) - Wien

Beitrag von Armin91 »

So Leute,
ich hab mich nun kurzer Hand entschieden meine gesamte Therapie öffentlich zu machen.
Ich werde mich im Laufe der nächsten Zeit sehr stark mit meinem Rücken beschäftigen müssen und möchte diese
Informationen jedem zugänglich machen. Ich will einiges ausprobieren und möchte euch dann mitteilen,
wie es mir dabei ergangen ist.
Weitere Infos folgen auf meinem YOUTUBE-Channel.

https://www.youtube.com/channel/UCZS-qh ... cbhsfkd8IA
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Klaus
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Re: Südtiroler Student (23) - Wien

Beitrag von Klaus »

Hallo Armin,

zunächst mal kann ich zu den eingestellten Röntgenbilder nicht viel sagen, weil es lauter Einzelaufnahmen sind, in denen der Zusammenhang schlecht zu erkennen ist. Normalerweise fertigt man zwei Gesamtaufnahmen der Wirbelsäule an, eine von vorn und eine von der Seite. Wenn das nicht geht, muss man notfalls die Teile zusammenfügen.
Was ist diese Schroth Therapie?
Das ist eine spezielle Krankengymnastik nach Katharina Schroth, die man am besten in einer stationären Schroth REHA lernt.
Im Gegensatz zur normalen KG wird hier mit besonderer Atemtechnik und speziellen Hilfsmitteln gearbeitet, um verkürzte Strukturen zu dehnen und gleichzeitig in dieser korrigierten Situation die Muskeln auf- bzw. umzubauen. Grundsätzlich unterscheidet man asymmetrische Übungen bei Skoliose von symmetrischen Übungen bei Hyperkyphose/Hyperlordose.
ich hab mich nun kurzer Hand entschieden meine gesamte Therapie öffentlich zu machen.
Wie kommst darauf, dass Barfuss-Laufen eine Therapie ist, die genau Deine Situation verbessern soll? Zumal diese Situation ja noch unklar ist.

Gruß
Klaus
Armin91
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Re: Südtiroler Student (23) - Wien

Beitrag von Armin91 »

Da ein erworbener Platt-, Spreiz- und Senkfuß heilbar ist.
Ursächlich können mangelndes Training (dauerhaftes Sitzen, beständiges Tragen von Schuhen), Überlastung des Fußes beispielsweise durch Übergewicht oder langanhaltendes Stehen, Bindegewebsschwäche, Fersenbeinbruch (posttraumatischer Plattfuß) sowie Krankheiten wie beispielsweise Kinderlähmung, Rachitis sowie neurologische und rheumatische Erkrankungen sein. Im Röntgenbild befindet sich das Sprungbein in Normalstellung.
Zur Behandlung empfehlen sich Fußgymnastik, Barfußlaufen und passende Schuhe mit weicher Sohle um das schwache Gewebe wieder zu stärken.
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Re: Südtiroler Student (23) - Wien

Beitrag von Klaus »

Ok, das ist aber eine andere Baustelle. Hier im Forum geht es in erster Linie um Fehlstellungen der Wirbelsäule.

Gruß
Klaus
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Tammi
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Diagnose: juvenile idiopathische Skoliose
01/08: lumbal 34°, thorakal 17°
02/15: lumbal 32° mit 12° Rotation, thorakal 28°
01/17: lumbal 32° mit 6-7° Rotation, thorakal 28°
11/18: Rotation lumbal 5°
Therapie: Korsett 2/08-5/16:
2/08-2/15 Rahmouni
03/15-5/16 CCtec
KG
8 Schroth-Rehas (Bad Salzungen)
Barfußschuhe
Wohnort: Südthüringen

Re: Südtiroler Student (23) - Wien

Beitrag von Tammi »

Ich weiß nicht, ob dir das Barfußlaufen langfristig so viel bringt. Ich bin als Kind oft barfuß gelaufen, geholfen gegen die Knick-, Senk-, Spreizfüße hat es nicht. Ich laufe auch heute gerne barfuß, aber es bringt meinen Füßen bezüglich der Stellung nichts, da haben sich für mich aktiv wirkende Einlagen als am besten erwiesen. Wenn ich diese länger nicht trage oder keine passenden habe, bekomme ich auch Schmerzen am Sprunggelenk und der Knieinnenseite. Und deine Füße sind für die WS zwar auch sehr wichtig, aber als alleinige Therapie wird das nicht funktionieren.

LG
Tammi
"Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen." - Johann Wolfgang von Goethe

Verlauf: viewtopic.php?f=27&t=31324
Rehatagebuch 2015: http://skoliose-info-forum.de/viewtopic.php?f=9&t=30726
Armin91
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Re: Südtiroler Student (23) - Wien

Beitrag von Armin91 »

Macht mit bei der |30 Tage Plank Challenge|
https://www.youtube.com/playlist?list=P ... UlKHcQaYnZ
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