Hallo ihr,
wie bereits im Titel steht, frage ich mich, ob es möglich ist, dass der Skoliometerwert sich verbessert, obwohl die Rotation gleich geblieben ist, das scheint bei mir nämlich der Fall zu sein. Mein Ausgangswert waren 20-24° Rotation wie ich den uralten Posts meiner Mutter hier entnehme, nach der korsettfreien Woche im Februar waren es 12°, wenn ich aber beide Röbis vergleiche, hat sich die Rotation gar nicht oder allerhöchstens minimal geändert, kann das ein? Wenn ja, was sorgt dafür, dass der Skoliometerwert trotzdem besser ist?
LG
Tammi
Skoliometerwert besser, Rotation gleich geblieben?
- Tammi
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01/08: lumbal 34°, thorakal 17°
02/15: lumbal 32° mit 12° Rotation, thorakal 28°
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Skoliometerwert besser, Rotation gleich geblieben?
"Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen." - Johann Wolfgang von Goethe
Verlauf: viewtopic.php?f=27&t=31324
Rehatagebuch 2015: http://skoliose-info-forum.de/viewtopic.php?f=9&t=30726
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Re: Skoliometerwert besser, Rotation gleich geblieben?
Liebe Tammi,
ich mache da grade auch so meine Erfahrungen, ich habe selbst ein Skoliometer und messe regelmäßig bei meiner Tochter. Der Skoliometerwert schwankt immer wieder mal und bei meiner Tochter hatte das u.a. folgende Ursachen:
Skoliometerwert war oben besser als die Schulter mehr nach vorne gekippt war. Ich denke, da zieht es die ganze Muskulatur mit, nicht aber notwendigerweise die tatsächliche Rotation der Wirbelsäule, denke ich. Jetzt ist die Schulter wieder hinten, der Skoliometerwert zwar immer noch besser als vor einiger Zeit, schlechter aber als die Schulter noch nach vorne kippte. D.h. in Zahlen: am Anfang der Messungen 8-10° n. Cobb, mit Schulter nach vorne 4-5 ° n. Cobb, jetzt ca. 7 ° n. Cobb. Da denke ich, dass die Rotation ein klein wenig besser geworden ist, da die Schulter wieder hinten ist, aber der Skoliometerwert etwas geringer als am Anfang.
Lumbal hatten wir auch Unterschiede. Eine Zeit lang lagen wir immer bei ca. 5-6 ° n. Cobb. Da drehte das Becken allerdings immer nach links vorne/rechts hinten. Ich habe das zwar immer wieder korrigiert, aber stabil war es noch nicht. Mit den Einlagen kam das Becken ziemlich in Neutralposition und das stabil und der Skoliometerwert liegt aktuell bei ca. 7-8° n. Cobb. Für mich ein bisschen logisch, denn wenn das Becken rechts wieder etwas nach vorne gekommen ist, geht ja die Muskulatur rechts mit und der Untscheid zum Lendenwulst links wird etwas größer - weißt du wie ich das meine?
Ich denke, der Skoliometerwert ist nur ein Anhaltspunkt und zeigt nicht immer sicher an, ob die Skoliose besser oder schlechter wird. Da muss man sich den Körper im Gesamten ansehen. Bei dir ist das schon ein wenig außergewöhnlich, da der Unterschied ja immerhin 12° n. Cobb beträgt.
Auf dem Röntgenbild hatte meine Tochter zuletzt lumbal nur eine Minirotation, nicht mal Grad I nach Nash/Moe, thorakal würde ich sagen Grad I. Das ist aber nun auch schon wieder ein halbes Jahr her. Einen Skoliometerwert habe ich leider von diesem Zeitpunkt nicht.
Ich habe ja zumindestens die Vermutung, dass bei meiner Tochter die Skoliometerwerte eher durch die ungleiche Muskulatur kommen, als durch die tatsächliche Rotation. Vielleicht ist deine Muskulatur einfach symmetrischer geworden?!
Liebe Grüße,
Lilly
ich mache da grade auch so meine Erfahrungen, ich habe selbst ein Skoliometer und messe regelmäßig bei meiner Tochter. Der Skoliometerwert schwankt immer wieder mal und bei meiner Tochter hatte das u.a. folgende Ursachen:
Skoliometerwert war oben besser als die Schulter mehr nach vorne gekippt war. Ich denke, da zieht es die ganze Muskulatur mit, nicht aber notwendigerweise die tatsächliche Rotation der Wirbelsäule, denke ich. Jetzt ist die Schulter wieder hinten, der Skoliometerwert zwar immer noch besser als vor einiger Zeit, schlechter aber als die Schulter noch nach vorne kippte. D.h. in Zahlen: am Anfang der Messungen 8-10° n. Cobb, mit Schulter nach vorne 4-5 ° n. Cobb, jetzt ca. 7 ° n. Cobb. Da denke ich, dass die Rotation ein klein wenig besser geworden ist, da die Schulter wieder hinten ist, aber der Skoliometerwert etwas geringer als am Anfang.
Lumbal hatten wir auch Unterschiede. Eine Zeit lang lagen wir immer bei ca. 5-6 ° n. Cobb. Da drehte das Becken allerdings immer nach links vorne/rechts hinten. Ich habe das zwar immer wieder korrigiert, aber stabil war es noch nicht. Mit den Einlagen kam das Becken ziemlich in Neutralposition und das stabil und der Skoliometerwert liegt aktuell bei ca. 7-8° n. Cobb. Für mich ein bisschen logisch, denn wenn das Becken rechts wieder etwas nach vorne gekommen ist, geht ja die Muskulatur rechts mit und der Untscheid zum Lendenwulst links wird etwas größer - weißt du wie ich das meine?
Ich denke, der Skoliometerwert ist nur ein Anhaltspunkt und zeigt nicht immer sicher an, ob die Skoliose besser oder schlechter wird. Da muss man sich den Körper im Gesamten ansehen. Bei dir ist das schon ein wenig außergewöhnlich, da der Unterschied ja immerhin 12° n. Cobb beträgt.
Auf dem Röntgenbild hatte meine Tochter zuletzt lumbal nur eine Minirotation, nicht mal Grad I nach Nash/Moe, thorakal würde ich sagen Grad I. Das ist aber nun auch schon wieder ein halbes Jahr her. Einen Skoliometerwert habe ich leider von diesem Zeitpunkt nicht.
Ich habe ja zumindestens die Vermutung, dass bei meiner Tochter die Skoliometerwerte eher durch die ungleiche Muskulatur kommen, als durch die tatsächliche Rotation. Vielleicht ist deine Muskulatur einfach symmetrischer geworden?!
Liebe Grüße,
Lilly
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Jojo:)
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- Registriert: Do, 07.05.2015 - 18:25
- Geschlecht: weiblich
- Diagnose: Zustand nach angeborener Zwerchfellhernie, sekundäre Narbenskoliose T 62° L 40°
- Therapie: Korsett von 2013-2016, Physio nach Schroth, Reha in Sobi 2013, 2015 und 2016
Re: Skoliometerwert besser, Rotation gleich geblieben?
Ich kann euch zwar nicht weiter helfen aber mir geht es ähnlich.
Anfang meiner letzte Reha (25.03) betrug meine Rotation lumbal laut Skoliometer 15grad.
Nach der Reha (21.04.) waren es noch 9grad.
sieben Wochen später (11.06.) maß mein Orthopäditechniker plötzlich nur 2-3grad?!
Er war so erstaunt, dass er gleich mehrmals messen musste und meine mum ihm über die Schulter schaute und versicherte das das wirklich stimmte.
Ein paar Tage später ließen wir Röntgenbilder anfertigen (nicht bei meinem Orthopäde sondern bei mir zu hause in der Nähe), aber nach Augenmaß schien sich dort nichts verändert zu haben. leider maß der Arzt nicht die genauen Grümmungswerte aus.
Wir haben nun die Bilder eingeschickt und warten auf Antwort der Techniker.
Thorakal hat sich übrigens nie etwas nennenswertes verändert.
LG Jojo
Anfang meiner letzte Reha (25.03) betrug meine Rotation lumbal laut Skoliometer 15grad.
Nach der Reha (21.04.) waren es noch 9grad.
sieben Wochen später (11.06.) maß mein Orthopäditechniker plötzlich nur 2-3grad?!
Er war so erstaunt, dass er gleich mehrmals messen musste und meine mum ihm über die Schulter schaute und versicherte das das wirklich stimmte.
Ein paar Tage später ließen wir Röntgenbilder anfertigen (nicht bei meinem Orthopäde sondern bei mir zu hause in der Nähe), aber nach Augenmaß schien sich dort nichts verändert zu haben. leider maß der Arzt nicht die genauen Grümmungswerte aus.
Wir haben nun die Bilder eingeschickt und warten auf Antwort der Techniker.
Thorakal hat sich übrigens nie etwas nennenswertes verändert.
LG Jojo
