Hallo Sibylle,
ich kann dich gut verstehen, dass du nach diesem Termin nun etwas verwirrt bist. Das würde mir sicherlich auch erstmal so gehen.
Ich versuche mal, deine Fragen zu beantworten.
Sibylle hat geschrieben:
Was hat die Beimlängendifferenz mit Skoliose zu tun oder ist das dasselbe?
Häufig geht mit einer Skoliose eine Beinlängendifferenz einher, bzw. genauer ein Beckenschiefstand. Denn meistens ist es keine echte Beinlängendifferenz, sondern ein durch die Skoliose bedingter Beckenschiefstand. Die Beine sind meist eher gleich lang (wobei kein Mensch zwei exakt gleich lange Beine hat, aber bis zu 0,5 cm gleicht der Körper normalerweise problemlos aus und bedarf keiner Einlagen). Eine Skoliose selbst beschreibt eine seitliche Verbiegung der Wirbelsäule mit gleichzeitiger Rotation.
Sibylle hat geschrieben:Muss ich dann die Einlagen noch tragen es hieß ja keine Therapie solange ich keine Schmerzen habe?
Darüber streiten sich bei einer Skoliose die Geister. Man müsste erstmal herausfinden, ob eine echte Beinlängendifferenz vorliegt oder der Beckenschiefstand durch die Skoliose bedingt ist und die Beine eigentlich gleich lang sind. Bei ersterem, also einer echten Beinlängendifferenz wären weiterhin Einlagen inidziert, bei letzterem eher weniger. Da müsste man auch mal genauer schauen, wie sich die Einlagen auf das Gesamtbild auswirken.
Sibylle hat geschrieben:Wo können Schmerzen auftreten? Ich habe anchmal Schmerzen an versch. Stellen am Rücken, aber sie sind nicht stark.
Prinzipiell kann eine Skoliose Schmerzen bereiten, muss aber nicht. In den meisten Fällen verursacht sie eher keine oder nur kaum Beschwerden. Es gibt aber auch Fälle mit teils massiven Beschwerden. Es gibt jetzt auch keine bestimmte Stelle am Rücken, wo diese auftreten können. Das hängt immer individuell vom jeweiligen Krümmungsmuster und der Rotation ab. Meistens sind die Schmerzen aber auch Verspannungen oder durch Blockaden verursacht (und die können dann manchmal auch richtig fies sein).
Ich würde an deiner Stelle nochmal zu einem kompetenten Orthopäden gehen, der sich auch mit Skoliose auskennt (und da gibt es leider nicht allzu viele in Deutschland) und mir eine vernünftige Diagnose stellen lassen. Dort würde ich dann auch explizit all die Fragen stellen, die du hast. Ohne eine aussagekräftige Diagnose ist es natürlich schwierig, dir zu sagen, ob du noch weiterhin deine Einlagen tragen sollst oder ob deine Schmerzen mit einer Skoliose zusammenhängen könnten. Wurden denn auch Wirbelsäulenganzaufnahmen gemacht? Das können leider auch nur wenige Orthopäden. Das Problem, dass man bei den Orthopäden keine Gradangabe genannt bekommt, kenne ich auch nur zu gut von meinem ersten Orthopädenbesuch

. Aber so ist es halt schwierig einzuschätzen.
Ich hoffe, ich konnte dir trotzdem ein wenig weiterhelfen.
Grüßle,
Saphira